Die Motion des Christian Imark gegen finanzielle Unterstützung von palästinensischem Terror

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Wir Schweizer lieben unsere direkte Demokratie. Wir sind unangefochten Weltmeister darin, unsere Politiker, die wir gewählt haben, auf Trab zu halten. Mehrfach im Jahr werden wir an die virtuellen oder auch noch echten Urnen gerufen, um unsere Meinung zu einem Thema kundzutun. Egal, wie die Abstimmung ausfällt, bis es dahin kommt und auch danach, sind unsere Volksvertreter aufgefordert, sich intensiv mit der Thematik zu beschäftigen. Unsere Politiker, auf Staats-, Kantons- oder Gemeindeebene müssen sich ihren Listenplatz schwer erkämpfen.

Christian Imark, SVP, seit 2015 Mitglied des Nationalrates hat sich bisher so verhalten, wie es Newcomer in der Regel tun. Und er dachte erst nach, bevor er in Aktion trat.

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Nun ist ihm in der vergangenen Woche sein bisher grösster und Aufsehen erregender politischer Durchbruch gelungen. Keine Steuergelder mehr für israelfeindliche und/oder propalästinensische NGOs. Der Bundesrat hatte die Ablehnung der Motion empfohlen, der Ständerat und die Kleine Kammer folgten der Aufforderung nicht und befürworteten mit grosser Mehrheit die Motion.

 

Um was geht es dabei?

Seit Jahren schon geriet das EDA, das Schweizerische Departement für auswärtige Angelegenheiten, immer wieder in den Fokus von Kritikern. Anhaltende Kontakte mit der Terrororganisation Hamas passen so gar nicht in das Bild der sauberen Schweiz. Im noblen „Zentrum für humanitären Dialog“ in Genf können sich Vertreter der Hamas unbehelligt mit Vertretern der westlichen Welt treffen. Selbstverständlich alles hinter verschlossenen Türen.

In diesem Fall mit Vertretern des EDA unter Führung von Aussenminister Burkhalter. Die Kontakte habe er „quasi geerbt, als er das Departement 2012 von Micheline Calmy-Rey (71) übernahm.“

EDA-Informationschef Jean-Marc Crevoisier: ‚Wir machen die Namen unserer Partner nicht öffentlich, sonst gefährden wir die Arbeit dieser Institutionen‘, bestätigt aber, dass man, „um den Dialog in dieser Region zu fördern“, mit Partnerorganisationen zusammenarbeite. Die Haltung des Departements sei klar, die Schweiz versuche, wo immer möglich, den Dialog zwischen Konfliktparteien zu fördern.“ 

 Im Juli 2014 hatte PA Präsident Dr. Mahmud Abbas in einem Brief an Aussenminister Burkhalter dringend um die Organisation einer Konferenz der Vertragspartner der Genfer Konventionen gebeten. Gespräche mit der radikal-islamischen Hamas schloss unser Aussenminister nicht aus – allerdings gebe es solche nur unter Bedingungen, betonte er. Insbesondere müsse die Hamas das Existenzrecht des Staates Israel anerkennen.

 

Gespräche mit der Hamas? Ja geht denn das überhaupt? Für Nationalrat Alfred Heer (SVP) ist klar, dass eine Unterstützung der Hamas kontraproduktiv ist, insbesondere der Versuch, die Hamas, eine Terrororganisation, im Westen gesellschaftsfähig zu machen.

Der Schweizer Aussenminister Didier Burkhalter (FDP), hat kurz nach der Annahme der Motion seinen Rücktritt bekanntgegeben. Zufall oder Kalkül? War es ihm wirklich ernst mit seinem Einstehen für das Existenzrecht Israels als Staat?

Doch nicht alles, was die EDA zahlt, bleibt der Öffentlichkeit verborgen. Immer wieder kommen Zahlen ans Licht, die erschütternd sind. David Klein spricht in seinem Artikel „Das EDA und die Kindersoldaten der Hamas” vom 18. März 2017

Insgesamt hat die Schweiz bisher 476 Millionen Franken an die UNRWA gezahlt. Allein in den Jahren 2014 bis 2017 überwies das EDA rund 60 Millionen Franken, 2017 bis 2020 sollen ­weitere 80 Millionen Franken fliessen. Wohl deshalb befasste sich EDA-­Vorsteher Didier Burkhalter im National­rat nur oberflächlich mit Imarks Kritik und verwendete statt­dessen seine Redezeit, um die exorbi­tante Finanzhilfe für die UNRWA zu rechtfertigen, obwohl diese in Imarks Motion gar nicht thematisiert wird.

 Dass die Zahlungen nicht nur direkt über das EDA laufen, zeigt Dominik Feusi  hier auf.

„Die Schweiz unterstützt ausserordentlich viele Nichtregierungsorganisationen in Israel und Palästina. Allein das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) finanzierte 2015 gemäss der offiziellen für die BaZ erstellten Liste 57 Organisationen mit mehr als 35,6 Millionen Franken. Es bekommen mehr Organisationen mehr Geld aus der Schweiz als im Jahr zuvor. 

Hinzu kommen noch Beiträge, die ebenfalls aus der Bundeskasse indirekt via Schweizer Hilfswerke, beispielsweise das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen (Heks), in die Region fliessen. Das Geld aus der Schweiz landet nicht nur, aber zu einem guten Teil bei Organisationen, die im jahrzehntelangen Konflikt zwischen Israel und den Arabern gegen eine Seite, den Staat Israel, Kampagnen machen oder solche unterstützen.“

Nicht alle Empfänger von Zahlungen werden von der EDA offengelegt, 2014 blieben fünf der NGOs ungenannt, 2015 waren es drei. Warum das so ist, warum diese Geheimhaltung durch das EDA opportun erscheint, wird von der EDA nur vage beantwortet „Es könnte der Schweizer Aussenpolitik Schaden zufügen.“

Hillel Neuer von UN Watch beschreibt die Spendentätigkeit der Schweiz noch detaillierter.

„So gehen die Schweizer Gelder auch nachweislich an die israelfeindliche NGO „Breaking the silence“ (BtS). Diese NGO wirft Soldaten der IDF Menschrechtsverletzungen vor und delegitimiert Israel, wo es nur geht. Dass die Aussagen, auf die sich BtS beruft, teilweise nachweisbar Fälschungen sind, interessiert die Aktivisten nur wenig. Sie wissen, was einmal in den Köpfen leicht zu manipulierender Menschen steckt, kann kaum mehr korrigiert werden.

Weiters werden Gelder direkt an die PA überwiesen, um von dort auf sogenannte Entwicklungshilfe- und Sozialfonds verteilt zu werden. Von dort wird ein beträchtlicher Teil der Gelder ohne weiteren Einfluss durch die PA als Renten an die Terroristen oder deren Familien überweisen. Dadurch finanziert die Schweiz mit unseren Steuergeldern den palästinensischen Terror gegen Israel.“

Am 26. April reichte 2016 reichte Christian Imark, unterstützt von 41 Parlamentariern, eine Motion beim Schweizer Nationalrat ein

 „Der Bundesrat wird beauftragt, die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen, Verordnungen und Reglemente dergestalt anzupassen, dass öffentliche Gelder der Schweiz, welche direkt oder indirekt für die Entwicklungszusammenarbeit eingesetzt werden, nicht mehr gesprochen werden dürfen, wenn die unterstützten Nichtregierungsorganisationen (NGO) in rassistische, antisemitische und hetzerische Aktionen oder BDS-Kampagnen (Boykott, Kapitalabzug und Sanktionen) verwickelt sind.

Unter hetzerischen Aktionen sind beispielsweise Kampagnen von NGO zu verstehen, die von rivalisierenden Gruppierungen oder souveränen Staaten als Provokation aufgefasst werden können. Unter BDS-Kampagnen sind Boykott, Kapitalabzug oder Sanktionen gegen rivalisierende Gruppierungen oder souveräne Staaten zu verstehen.“

Eine detaillierte Aufstellung aller Zahlungen findet man hier

Aus der Stellungnahme des Bundesrates, die schlussendlich auch zur Empfehlung führte, die Motion abzulehnen Die Schweiz unterstützt nur Organisationen, deren Engagement den Werten unserer Aussenpolitik, wie sie in der Bundesverfassung festgehalten sind, entspricht. (…) Der Bundesrat ist der Auffassung, dass diese Regelungen dem Anliegen der Motion bereits gerecht werden, und erachtet daher eine Anpassung der gesetzlichen Bestimmungen als nicht notwendig. (…)Der Bundesrat setzt sich für einen auf dem Verhandlungsweg erzielten, gerechten und dauerhaften Frieden zwischen Israelis und Palästinensern ein. Er anerkennt den Staat Israel innerhalb seiner Grenzen von 1967 und engagiert sich für einen lebensfähigen, zusammenhängenden und souveränen Staat Palästina auf der Grundlage der Grenzen von 1967 und mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.“

Am 8. März 2017 nahm der Nationalrat die Motion an, am 13. Juni folgte der Ständerat. Hier findet man die mündlichen Begründungen zu beiden Abstimmungen.

Ein lange überfälliger Schritt für die Schweiz! Und ein mutiger Schritt für einen jungen Parlamentarier, der sich – gemeinsam mit den 14 Mitunterzeichneten – damit ganz klar gegen Antisemitismus und pro Israel positioniert hat!

© esther scheiner, israel

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Säbelschwingen und Morgenröte gegen den Terror

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Vergesst, was ihr bisher über den israelisch-palästinensischen Konflikt gehört habt. Israel ist dabei der Sündenbock, der dafür büssen muss, dass sich innerhalb des Islams zwei Gruppen unlösbar verfeindet gegenüberstehen. Die Sunniten und die Schiiten. Beide Seiten verfügen über einen grenzenlosen Vorrat an Vorwürfen und Unterstellungen, um Israel zu dämonisieren. Die allgemeine Ansicht ist, dass es ohne den jüdischen Staat Israel in der gesamten Region nur noch Frieden gäbe.

Ausführlich auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Sunniten und Schiiten eingehen, werde ich nicht, denn das wäre ein zu weites Feld!

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Weltweit gehören etwa 90% der Moslems der Glaubensrichtung der Sunniten an. Schiitische Mehrheiten leben im Iran, Bahrain und Aserbeidschan, grosse Bevölkerungsanteile gibt es im Libanon, Jemen, Kuweit, Syrien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi Arabien.

Screenshot www.cfr.orgDie Schiiten werden dominiert von den 12er Schiiten, die überzeugt sind, dass der im Jahr 941 CE endgültig verschollene 12. Iman, der Mahdi, am Ende der Zeit als Erlöser wiederkehren wird. Der Glaube an dieses Ereignis ist so stark, dass sich die Regierung des Iran nur als eine Stellvertreterregierung sieht und dies auch in der Verfassung verankert hat.

„In der Islamischen Republik Iran steht während der Abwesenheit des entrückten 12. Imam – möge Gott, dass er baldigst kommt – der Führungsauftrag (Imamat) und die Führungsbefugnis (welayat-e-amr) in den Angelegenheiten der islamischen Gemeinschaft dem gerechten, gottesfürchtigen, über die Erfordernisse der Zeit informierten, tapferen, zur Führung befähigten Rechtsgelehrten zu […]“

Verfassung der Islamischen Republik Iran, 1979 (Artikel 5)

Mit welchen schrecklichen Vorzeichen der 12. Iman die Endzeit einleiten wird, kann hier nachgelesen werden. Es wird überliefert, dass die Schiiten, die dieses Ereignis so dringend herbeisehnen, die noch verbleibende Zeit verkürzen können, indem sie die grosse Endschlacht herbeiführen. Dieses Sehnen bestimmt die Politik des Iran. Das Ziel ihrer Bemühungen ist Israel, das komplett zerstört werden soll.

Den Sunniten ist diese Art des Kultes unbekannt, sie hängen mehr der Idee des Kalifats an, wie uns der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seit Monaten mit seiner Politik zeigt.

Vor wenigen Wochen hielt US Präsident Trump in Riad eine Rede, die vielleicht ein kleiner Puzzlestein zum derzeitigen Geschehen ist.

„Junge moslemische Jungen und Mädchen müssen aufwachsen dürfen ohne Angst, ohne Gewalt und ohne Hass. Sie müssen in der Lage sein, für sich selbst und für ihre Völker ein neues Zeitalter des Wohlstandes zu errichten. Mit Gottes Hilfe wird dieses Treffen den Anfang des Endes für die darstellen, die bisher Terror und seine grauenhaften Überzeugungen verbreiten konnten. Gleichzeitig beten wir an diesem speziellen Treffen dafür, dass es eines Tages als der Beginn des Friedens im Mittleren Osten und vielleicht in der ganzen Welt gelten kann. (…) Aber diese Zukunft kann nur erreicht werden, indem man den Terrorismus und die ihn antreibende Ideologie abwehrt. Die wahre Opferzahl von ISIS, Al Quaida, Hitzbollah, Hamas und so vieler anderer Terrororganisationen darf nicht nur mit der Zahl ihrer Opfer gezählt werden, sondern auch mit der Zahl der Generationen, deren Träume zerstört wurden.

Terroristen huldigen nicht Gott, sie huldigen dem Tod.

Wir wissen genau, was passieren wird, wenn wir nicht gegen den organisierten Terror kämpfen. Terrorbedingte Verwüstung wird sich weiter ausbreiten. Friedliche Gesellschaften werden mit Gewaltakten überzogen werden. Die Zukunft vieler Generationen wird zerstört.

Es ist eine Wahl zwischen zwei Arten von Zukunft – und es ist eine Wahl, die Amerika nicht für euch treffen kann.

Eine bessere Zukunft ist nur dann möglich, wenn ihr die Terroristen und Extremisten rauswerft. WERFT.SIE.RAUS. WERFT SIE RAUS aus den Plätzen, an denen ihr betet. WERFT SIE RAUS aus euren Gemeinden. WERFT SIE RAUS aus eurem Heiligen Land, und WERFT SIE RAUS VON DIESER ERDE. (…)

Wenn wir es nicht wollen, dass Terrororganisationen ganze Regionen und Bevölkerungen kontrollieren, müssen wir auch ihren Zugang zu den Fördergeldern verhindern. Wir müssen die finanziellen Kanäle zuschütten, die es ISIS erlauben, Öl zu verkaufen, die es Extremisten erlauben, ihre Kämpfer zu bezahlen und die es den Terroristen ermöglichen, ihren Nachschub durch Schmuggel sicherzustellen.

Ich bin stolz, ankündigen zu können, dass die hier anwesenden Nationen eine Übereinkunft unterzeichnen werden, das „Terrorist Financing Targeting Center“ mit dessen Hilfe die Finanzierung von Terror verhindert werden soll. Die Übereinkunft steht unter der Patronage der USA und Saudi Arabiens und wird mitgetragen von allen Mitgliedern des Golf Cooperation Council. Ein weiterer historischer Schritt, an den man sich lange erinnern wird.

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Diese Worte folgten den Taten. Trump wurde die Ehre zuteil, mit Vertretern der Familie Al Saud den wohl prominentesten Tanz im arabischen Raum zu tanzen; den Säbeltanz. Er stellte sich nicht wirklich geschickt dabei an, das Säbelschwingen gelang noch nicht so ganz. Aber immerhin, es zauberte ein Lächeln auf Melanias Gesicht, etwas, das wir während des Besuches im Nahen Osten leider viel zu wenig zu sehen bekamen.

Nur wenige Tage vergingen, bis gar wundersame Dinge besonders im Morgenland, aber auch in Europa geschahen.

Dänemark fror eine nicht unerhebliche Summe von acht Millionen US$ ein, die für 24 palästinensische und pro-palästinensische NGOs vorgesehen waren. Darüber hinaus wurde eine nicht genannte Summe gestoppt, die für das Women’s Affairs Technical Committee (WTAC) vorgesehen waren. Dies ist als Reaktion darauf zu verstehen, dass das Geld nicht in die vorgenannten Projekte fliessen würde, sondern dazu vorgesehen war, einem Jugendzentrum dem Namen Dalal Mughrabi zu widmen. Die damals erst 19 jährige Mughrabi war eine jener 11 Terroristen, die im Jahr 1978 beim „Küstenstrassenanschlag“ 38 Menschen töteten und weitere 76 verletzten. Weitere bereits ausgezahlte 500.000 US$ werden von Dänemark zurückgefordert.

Norwegen und die UN haben ebenfalls bereits bezahlte Fördergelder zurückgeordert und verlangt, dass bereits am Haus befestigte Dank-Plaketten sofort wieder entfernt werden. Unmittelbar nach seiner Regierungsübernahme hatte Präsident Donald Trump die von Präsident Obama am Ende seiner Zeit im Weissen Haus noch angewiesenen 221 Millionen US$ gestoppt. Sie wurden von USAID zur Verteilung an humanitäre Projekte und infrastrukturelle Projekte in Gaza, Judäa und Samaria freigegeben. Laut entsprechenden Aussagen aus den USA gibt es keinen neuen Termin für die Auszahlung.

Nachdem die PA in den letzten vier Jahren in etwa 1,12 Milliarden € an „Wohltätigkeitsleistungen“ sprich an die Unterstützung von Terroristen und deren Familien ausgezahlt hat, scheint möglicherweise ein langsames Umdenken einzusetzen. Seit einer Woche werden für 270 im Gaza Streifen lebende ehemalige palästinensische Häftlinge keine Gelder mehr ausgezahlt. Darüberhinaus erhalten fünf noch in Israel einsitzende Terroristen keine Unterstützung mehr, ebenso wie 47 Hamasmitarbeiter, die in Samaria und Judäa leben. Über die Hintergründe wurde nichts bekannt. Angeblich hätte es sich nur um einen technischen Irrtum gehandelt, die Gelder seien später ausgezahlt worden. Dies wird jedenfalls in Maan News berichtet, wurde aber von israelischer Seite nicht bestätigt. Noch heute, am Sonntag 11. Juli soll in der Knesset über ein neues Verfahren abgestimmt werden, das es ermöglicht, von Israel erhaltene Zölle nicht oder stark reduziert an die PA weiterzuleiten. Das ist als Reaktion darauf zu verstehen, dass mehr und mehr klar wurde, dass von diesem Geld die sogenannten „Wohltätigkeitszahlungen“ an Terroristen und deren Familien ausgezahlt werden.

„Die derzeitige Aktualität ist, dass die PA den Mord an Juden nicht nur belohnt, sondern auch fördert. Je mehr (Menschen) du ermordest, desto mehr (Geld) bekommst du, Das ist es, wie ihr Belohnungssystem funktioniert. Das muss gestoppt werden. Nicht nur, weil es unmoralisch ist, sondern auch, weil es ein Friedenshindernis für beide Seiten ist.“ Und dann der grosse Knall: eine völlig neue, bis vor Kurzem unvorstellbare Allianz scheint sich im status nascendi zu befinden. Ganz so, wie Trump es in seiner Rede angedacht, ich vermeide bewusst das Wort „gefordert“, hatte.

Saudi Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und nur Stunden später auch der Jemens froren ihre Beziehungen zu Katar ein. Auch die Malediven schlossen sich dem Boykott gegen den schwerreichen Zwergstaat am Arabischen Golf an. Mauretanien und Jordanien folgten einen Tag später.

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Die Folgen für den derzeit auf dem Landweg nicht mehr erreichbaren Staat sind vielfältig. Qatar Airlines, eine der Luxusfluglinien weltweit wird international boykottiert und muss am Boden bleiben. Der Luftraum über den benachbarten Ländern ist weitgehend für an- und abfliegende Flüge gesperrt. Luftlinien der am Boykott beteiligten Staaten fliegen Doha nicht mehr an. Der hypermoderne Flughafen Doha gilt als das Drehkreuz im Luftverkehr im Nahen und Mittleren Osten.

Was ist der Grund für den scheinbar plötzlich und gänzlich unerwarteten Boykott? Katar gilt schon lange als das Förderland par excellence für Terror und Extremismus. Zwischen Doha und Gaza besteht ein reger Terror-Polit-Tourismus. Jeder aus dem Kader der Hamas, der es sich leisten kann hat die Tristesse von Gaza weit hinter sich gelassen und lebt in Doha ein Leben mit allem erdenklichen Luxus. Massgeschneiderte Anzüge aus sommertauglichem feinen Zwirn kommen eben in der Luxusumgebung am Arabischen Golf besser zur Geltung, als im staubigen Gaza. Dort müsste man zugeben, Wasser zu predigen und Wein zu trinken. In Doha ist man unter sich.

Doch damit ist nun auch Schluss. Katar muss sich wehren. Und bezichtigt nun abwechselnd Israel und/oder die USA die Schuld an ihrem Dilemma zu tragen. Fake News. Nichts anderes. Die Katari sind einzig und allein selber Schuld. Und weil sie das im Prinzip auch selber erkennen müssen, weisen sie nun schnellstmöglich zahlreiche Hamasführer aus, aus geliebten, willkommenen Gästen wurden personae non gratae. Staatsbürger anderer Länder haben maximal zwei Wochen Zeit, das Land zu verlassen.

 

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Man bemüht sich, die Lage zu deeskalieren, Lebensmittel seien für mehr als ein Jahr vorhanden, die Preise seien stabil, die Regierung hätte alle notwendigen Massnahmen zur Versorgung der Bevölkerung getroffen.

 

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Also alles im grünen Bereich am Arabischen Golf? Für Katar steht im Jahr 2022 die Fussball WM bevor. Bisher lief schon bei der gewonnenen Ausschreibung nichts rund, nicht zu sprechen von den berechtigten Kritiken an den bisherigen Bau- und Vorbereitungsarbeiten.

Fünf Jahre sind viel Zeit, wenn man sich entschliesst, Gänseblümchen zu züchten. Wenn es aber um ein Milliarden Projekt geht, dann sind fünf Jahre gar nichts.

Entsprechend des Grundsatzes, dass jeder eine reelle Chance haben soll, etwas scheinbar Unmögliches zu erreichen, komme ich noch einmal auf die Saudis zurück. Im April wurde das Land, das von Frauenrechten ganz und gar nichts hält in das UN Gremium der Frauenrechte berufen. Die Wahl löste einen politischen Wirbelsturm sondergleichen aus. Verständlich. Und jetzt sollen die Saudis auf einmal Partner sein. Partner gegen den Terror. Wiegt man die Werte gegeneinander ab, so senkt sich die Waagschale für mich in Richtung Terror. Der ist es, der uns alle weltweit tagtäglich bedroht. Und den es zu bekämpfen gilt.

Vielleicht trägt das nachfolgende Video dazu bei, dem Thema Frauenrechte in Saudi Arabien auch einen augenzwinkernden Aspekt abzugewinnen.

P.S. Wie erst am Wochenende bekannt wurde, hat die UNWRA bei Erweiterungsbauten an zwei Schulen im Gazastreifen darunter liegende Tunnel entdeckt. Die Tunnel hätten aber keine Ein- und Ausstiegspunkte im Bereich der Schulen gehabt. Die UNWRA verurteilte die Existenz solcher Tunnel auf das Schärfste und betonte :“ Es ist absolut inakzeptabel, dass Schüler und Lehrer auf diese Art einem Risiko ausgesetzt werden. Bautätigkeiten und Existenz solcher Tunnel sind nicht kompatibel mit den UN Voraussetzungen die nicht verletzt werden dürfen.“ Die UNWRA hat beschlossen, die Tunnel zu versiegeln. Seitens der Hamas wurden die Vorwürfe auf das Heftigste abgewiesen mit dem Hinweis, dass in dieser Gegend keine Widerstandsoperationen ausgeführt worden seien.

Lange genug hat die UNWRA samt ihrem Generalkommissar Pierre Krähenbühl die Augen ganz fest zugemacht. Israel anzuklagen, zu lügen und ohne erkennbaren Grund Ziele in Gaza anzugreifen, ist allemal leichter, als die Schuld beim eigenen Partner, bei der Hamas zu suchen.

 

 

 

© esther scheiner, israel

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Donald J. Trump und der Jerusalem-Tag

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War es ein Zufall? Zufälle, das wissen wir doch alle, gibt es nicht. War es eine ungeschickte Planung? Politiker und ihre Adlati irren (fast) nie. War es Absicht? Wer aber sollte damit düpiert werden? Also lassen wir es einfach bei folgender Vermutung: Der G7 Gipfel in Sizilien war schon lange vor Trumps’ Wahl für den 26. und 27. Mai geplant, auch der NATO Gipfel in Brüssel schon seit Monaten für den 25. Mai festgelegt. Dazwischen hatte Papst Franziskus gerade noch eine Stunde Zeit am frühen Morgen des 24. Mai für einen kurzen Plausch.

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Noch ein wenig skeptisch……

Folgerichtig musste der erste Besuch in Israel von Donald J. Trump am 22. und 23. Mai stattfinden. Ihm wird es herzlich egal gewesen sein. Für Diplomaten, Politiker und Logistiker von Grossveranstaltungen war das Datum eine Herausforderung.

Zum einen war da das vorgesehene Programm, das in keinen Punkt unverändert ablief. Teile wurden kurzfristig gestrichen, andere wurden verändert oder kamen neu hinzu. Dazu kamen teilweise unverständliche Entscheidungen. Gut, Marine One, der präsidiale Hubschrauber hat die Ausmasse eines mittelgrossen Reisebusses. Aber für den Platz vor der Knesset hätte das kein Hindernisgrund sein müssen, um dort zu landen. Stattdessen hatte man sich für den Parkplatz beim alten Bahnhof von Jerusalem, mitten in einem Wohngebiet entschieden.

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Marine One kurz vor der Landung

Und so wurde dann grossräumig für zwei Tage, für einen Tag, für Stunden mit oder ohne Pausen Jerusalem für jeden Verkehr gesperrt. Busse fuhren, nur war nicht klar, wann und wohin sie fahren würden. Kurz, wer es sich leisten konnte, blieb am Montag und Dienstag daheim.

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Diese Orte wurden von Trump besucht, entsprechend großräumig war die Absperrung

 

 

 

Israel ist bekannt dafür, dass oft zwischen zwei aufeinanderfolgenden Feierlichkeiten nur wenige Stunden vergehen. So auch am 23. Mai. Am Abend, nur wenige Stunden nach Trumps’ Besuch an der Klagemauer wurde dort der Jerusalem-Tag feierlich eingeleitet. Während sich am Tag davor der gesamte Platz blitzblank und leer präsentierte und sogar die Livecams abgeschaltet waren, war er nun wieder dicht an dicht mit Stühlen und Grossleinwänden versehen.

Unmittelbar nach dem Abflug Trumps in Richtung Ben Gurion, von wo aus er nach Rom flog, kehrte wieder die Normalität in Jerusalem ein.

Nie war das Programm eines Arbeitsbesuches eines Präsidenten enger bemessen. Knapp dreissig Stunden blieben ihm und seiner Entourage, Gespräche zu führen, Reden zu halten, an jedem der besuchten Orte etwas über die Stadt und deren nachweislich jüdische Geschichte zu erfahren und Politik zu machen.

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Die Altstadt von Jerusalem gehörte ebenfalls ganz allein dem amerikanischen Gast

Es war sicher etwas ganz besonders, am Tag vor dem Jerusalemtag, hier gewesen zu sein. In jeder Rede betonte er denn auch, dass Jerusalem und Judentum untrennbar zusammengehören – entgegen der Meinung, die von der UNESCO, im Auftrag von islamischen Ländern, so vehement und falsch vertreten wird.

Jerusalem, weniger als ein stecknadelkopfgrosser Punkt auf der Weltkarte, eine Stadt, die mit 800.000 Einwohnern nicht gerade zu den Metropolen der Welt zählt. Die Stadt, von der es heisst: „Zehn Mass Schönheit gab Gott der Welt, neun davon kamen auf Jerusalem“. Die Stadt, die schön ist und spröde, immer wieder angegriffen, immer wieder aufgestanden und sich neu gestaltet.

Hier ein kurzer Abriss der Geschichte Jerusalems:

Um 3.500 BCE erste bekannte Siedlung

Um 1.400 BCE erste Erwähnung von Jerusalem als „Urusalim“ und „Beth Shalem“ in den Briefen von Armana

Um1.200 BCE erobern die Kanaaniter (Jebusiter) die Stadt

1.000 BCE erobert König David Jerusalem und ernennt sie zur Hauptstadt des vereinten Jüdischen Königreiches

960 BCE errichtet König Salomon den ersten jüdischen Tempel auf dem Berg Moriah, dem Tempelberg

586 BCE zerstören die Babylonier Jerusalem und den ersten Tempel, erstes Exil

539 bis 516 BCE wird das babylonische Reich inklusive Jerusalem von König Kyrus II regiert

516 BCE Rückkehr aus dem Exil, Bau des zweiten Tempels

332 BCE Alexander der Grosse erobert Judäa und Jerusalem

Bis 164 BCE Vorherrschaft der Ptolemäer und Seleukiden im weiterhin jüdisch-theokratischen Jerusalem, jedoch mit dem Verbot, religiöse Riten auszuüben

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164 BCE Aufstand der Makkabäer, neue Einweihung des Tempels. Noch heute gedenken wir dieses Ereignisses mit dem Chanukkafest

129 BCE endgültiger Untergang der Ptolemäer und Seleukiden Reiches, erneut völlige Autonomie der jüdischen Gebiete

63 BCE der römische General Pompey erobert Jerusalem

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Zeitgenössischer „Originalstadtplan“, Jerusalem 65 CE

70 CE Zerstörung Jerusalems und des zweiten Tempels, zweites Exil

135 CE Aufbau Jerusalems als römische Stadt mit dem Namen Aelia Capitolina

614 CE die Perser erobern Jerusalem

629 CE byzantinische Christen erobern Jerusalem

638 CE Kaliph Omar erobert Jerusalem

661 – 974 CE Jerusalem wird von arabischen Clans, die sich als Nachfolger Mohammeds verstehen, regiert

691 CE der Felsendom wird erbaut

1099 CE die ersten Kreuzfahrer erobern die Stadt

1187 CE Saladin gelingt die Rückeroberung

1229 bis 1244 wechselnde Herrschaft von Kreuzfahrern und Arabern

1250 CE muslimische Kalifen zerstören die Stadtmauer, die nun dem Untergang geweiht zu sein scheint

1517 CE Jerusalem wird dem Osmanischen Reich eingegliedert

1538 CE Suleiman baut die Stadtmauern wieder auf

1917 im Ersten Weltkrieg fällt Jerusalem an die Briten

1948 Ende des britischen Mandates

  1. Mai 1948 Staatsgründung des Staates Israel, noch in der Nacht beginnt der Unabhängigkeitskrieg, ausgelöst von Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien. Nach 15 Monaten war der Krieg vorbei. Israel hatte sein Staatsgebiet halten können. Jordanien besetzte Ostjerusalem und die Gebiete Yehuda und Samaria und annektierte später (195O) Ostjerusalem. Die Waffenstillstandslinie, die Israel mit den jeweiligen Staaten festschrieb, wird heute gerne als „Grüne Grenze“ bezeichnet. Eine immer wieder gebetsmühlenartig vorgetragene Forderung der Araber bei den sogenannten Friedensgesprächen ist, dass sich Israel hinter diese Grenze zurückzieht. Eine Forderung, die so nicht erfüllt werden wird. Der endgültige Grenzverlauf muss im Zuge von Friedensverhandlungen erst ausgehandelt werden. De facto bestimmte der Verlauf aber die derzeitigen Grenzen bis zum Ende des Sechstagekrieges.

1967 Sechstagekrieg, der mit der Befreiung Ostjerusalems von der jordanischen Besetzung und der Gebiete von Yehuda und Samaria, Golan, Sinais und Gaza endete. Ostjerusalem wurde kurz darauf annektiert, der Status vom Golan und von Yehuda und Samaria sind nach wie vor umstritten. Ganz sicher nicht korrekt ist der Begriff „Besetzte Gebiete“, für den es völkerrechtlich keine Grundlage gibt. Der Sinai wurde im Zuge der Friedensverhandlungen zwischen Ägypten und Israel zurückgegeben, aus Gaza zog sich Israel mit den bekannten verheerenden Folgen für Israel 2005 komplett zurück.

Am 10. Juni 1967 wurde Jerusalem wieder vereinigt. Damit endet die letzte Fremdherrschaft über unsere Hauptstadt. Hoffen wir doch, dass es auch die letzte Fremdherrschaft auf immer sein wird!

Zum 50. Jahrestag der Befreiung erhielten wir zwei wunderbare Geschenke.

Das Parlament der Tschechischen Republik hat Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt und gleichzeitig die jüngsten antiisraelischen Resolutionen der UNESCO scharf verurteilt. Russland anerkannte Westjerusalem ebenfalls als Hauptstadt.

Doch wieder zurück zu Präsident Trump. Zu gerne wünschte ich mir, mit meinem Text schneller gewesen zu sein und nicht die Bilder gesehen zu haben, die während des weiteren Besuches von Präs. Trump und seiner Familie in Europa in Endlosschlaufen über die Bildschirme liefen.

Zu gerne hätte ich nur die Bilder im Kopf behalten, die wir während seines Besuches hier gesehen haben. So steif die Begrüssung noch verlief, so nahezu herzlich war die Verabschiedung. Es schien fast so, also würde sich Familie Netanyahu mit Familie Trump zum nächsten Wochenendtrip verabreden.

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Zwei grosse First Ladies!

Doch das berührendste Bild war, als Melania die schwer kranke Nechama, die Frau von Präsident Rivlin liebevoll an die Hand nahm und beim Gehen unterstützte. Es muss Nechama hoch angerechnet werden, dass sie, obwohl der Besuch kein Staatsbesuch war, sondern ein Arbeitsbesuch, die Mühen des Willkommens nicht gescheut hatte.

Und was bleibt von ihrem Mann, dem Präsidenten? Zwei wunderbare Reden mit wunderbaren Worten, von denen ich hier nur wenige zitieren möchte.

 

Heute bekräftigen wir das unzerstörbare Band der Freundschaft zwischen Israel und den Vereinigten Staaten – eine Freundschaft, gebaut auf der gemeinsamen Liebe zum Frieden, unseren gemeinsamen Glauben an die menschliche Würde und unsere gemeinsame Hoffnung für einen haltbaren Frieden für Israel. Wir wollen, das Israel Frieden hat. 

Frieden kann niemals in einem Umfeld entstehen, wo Gewalt toleriert, unterstützt und belohnt wird. Wir müssen entschlossen und mit einer gemeinsamen Stimme solche Taten verurteilen. Frieden ist eine Wahl, die wir täglich treffen müssen – und die Vereinigten Staaten sind hier, um dabei zu helfen, diesen Traum für junge Juden, Christen und Muslims und für alle Kinder dieser Region zu realisieren. Damit werden wir uns alle an einer sichereren und strahlenderen Zukunft erfreuen dürfen, an einer sichereren und strahlenderen Welt.

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Freunde schauen anders aus

 Jerusalem ist eine geheiligte Stadt. Ihre Schönheit, ihre Pracht und ihr Erbe sind wie kein anderer Ort auf dieser Welt. Was für ein Erbe. Was für ein Erbe. Das Band zwischen dem jüdischen Volk und diesem Heiligen Land ist uralt und für ewig. Es schaut auf Tausende von Jahren zurück bis zum Reich König Davids. Und nun weht sein Schild, der Stern Davids stolz auf Israels blau-weisser Fahne.

 Israelis haben immer wieder den Hass und Terror der brutalen Gewalt erleben müssen. Israelis werden ermordet von messerschwingenden Terroristen und von Bomben. Hamas und Hisbollah schiessen Raketen in israelische Gemeinden, in denen Schulkinder darauf trainiert sind, in die Bunker zu rennen, voller Panik und doch so schnell als möglich, sobald sie die Sirenen hören. ISIS nimmt jüdische Nachbarschaften, Synagogen und Läden ins Visier. Und die Führer des Irans rufen routinemässig zur Zerstörung Israels auf. Nicht mit Donald J. Trump, glaubt mir 

Dieser Ort und die gesamte Nation sind ein Testament für den unbrechbaren Geist des jüdischen Volkes – und die Hoffnung, dass Licht den Weg aus der Dunkelheit heraus erhellt. Verfolgung, Unterdrückung, Tod und Zerstörung, das alles hat das jüdische Volk überlebt. Sie wurden erfolgreich. Sie wurden aussergewöhnlich erfolgreich in so Vielem. Und sie sind eine Bereicherung für die Welt. Der Staat Israel ist eine starke und wachsende Erinnerung an die feierliche Zusage, die wir hier wiederholen und bestätigen: nie mehr! Aus der Tiefe des Leides hat das jüdische Volk eine mächtige Nation geschaffen, und der Stern Davids weht stolz über dem Land.

Grosse Worte, starke Bekenntnisse. Trump steht erst am Anfang seiner Kadenz, er polarisiert, wie keine Präsident vor ihm es jemals getan hat. Zugegeben, er macht es auch niemandem leicht, ihn zu mögen.

Leider hat er uns das grösste Geschenk, auf das wir alle hofften, nicht gemacht. Die US Botschaft wird wohl weiter in Tel Aviv bleiben, auch wenn der Botschafter selbst in Jerusalem sein Büro haben wird. Aber vielleicht ist dazu die Zeit wirklich noch nicht reif.

 

 

© esther scheiner, israel

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Das Jerusalem der Wissenschaft und der Kultur

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Mit freundlicher Bewilligung der Autorin Barbara Pfeffer Billauer

 

Am 12. Oktober 2016 verabschiedete die UN Education, Science and Culture Organisation, gemeinhin als UNESCO bekannt, eine Resolution, die die jüdischen Beziehungen mit dem Tempelberg ignorierte, indem sie sich ausschliesslich seines arabischen Namens bediente.

Der britische Guardian und in der Folge auch zahlreiche andere Zeitungen inklusive dem Boston Globe reagierte folgendermassen: “Das tendenziöse Spiel mit der Sprache spielt der andauernden Propaganda der PA in die Hände, die mit allen Mitteln versucht, die Identität Jerusalems, der jüdischsten aller Städte weltweit zu entjudaisieren. Die UNESCO geht fehl darin, sich in diese Kontroverse hineinziehen zu lassen.

Es ist kein Wunder, dass die Resolution angenommen wurde. Angeregt von Algerien, Ägypten, Libanon, Marokko, Oman, Katar und Sudan wurde sie von 24 der 56 Mitgliedsstaaten akzeptiert, es gab sechs Gegenstimmen und 24 Enthaltungen. Unter den 24, die für die Resolution stimmten, haben zumindest neun (mehr als ein Drittel), starke muslimische Verbindungen, gegen ein kleines Land weltweit, das jüdisch ist.

Was aber trotzdem überrascht, ist, dass die UNESCO ihre eigene Charta und Existenzberechtigung verletzten würde, wenn sie sich in eine politische Diskussion einlassen würde. Dass sie es erlauben würde, vom derzeit herrschenden Übergewicht der arabischen Staaten im UNESCO-Gremium bis zur Selbstzerstörung vereinnahmt zu werden. Und, dass sie ganz bewusst internationale Meinungsverschiedenheiten kreieren, indem sie eine Resolution verabschieden, die direkt eines ihrer selbst festgeschriebenen Ziele verletzt. Enttäuschend ist, dass die UNESCO ihre selbstgewählte Objektivität aufgibt und in den politischen Sumpf hineingerät.

Und was ebenfalls enttäuschend ist, ist die inhaltlich schwache, doch gleichzeitig pedantische und umständliche Antwort der Israelis auf diese Resolution.

Wie der Name sagt, die UNESCO steht im Dienst von wissenschaftlichen, kulturellen und pädagogischen Belangen. Ihre Aufgabe ist es eher Brücken zwischen unterschiedlichen Ansätzen zu stärken, „zum Frieden und zur Sicherheit beizutragen, indem die internationale Zusammenarbeit der Regionen gefördert werden soll, als neue Brücken zu bauen”. Darüber hinaus ist unter anderem ihre Aufgabe, die kulturelle Vielfalt zu fördern, Weltliteratur zu übersetzen und internationale Vereinbarungen zur Sicherheit von Weltkulturerbe und Weltnaturerbe zu sichern. (World Heritage Sites)

Unmittelbar nach der Abstimmung kritisierte der israelische Botschafter der UNESCO die Haltung des Komitees in durchaus vorhersehbarerer Weise: „Sie haben eine Resolution gegen die historische Wahrheit verabschiedet, die alles historisch Bekannte ablehnt, ohne sie noch einmal zu verifizieren.” Weil sich jedoch die Resolution ausschliesslich mit Gebetsplätzen von Muslims beschäftigt, sahen die Muslims die Sprache als durchaus adäquat an und somit keine Notwendigkeit einer Änderung.

Es muss nicht erwähnt werden, dass die palästinensische Antwort den derzeitigen Zustand reflektiert und historische und/oder kulturelle Verbindungen zu diesem Ort völlig ausser Acht lässt. Auf den Punkt gebracht: Sie reflektiert im Kern eine aktuelle Momentaufnahme, die die Vergangenheit und eine mögliche Zukunft respektlos ignoriert. Allein die Sprache kann polarisieren. Genau das ist hier geschehen. Die Tatsache, dass der zur Diskussion stehende Ort muslimische Gebetsplätze umfasst, macht die Diskussion nicht einfacher.

Zu behaupten, dass diese Tatsache den speziellen Gebrauch der Sprache rechtfertigt, ist natürlich ein unhaltbares Argument. Zahlreiche Juden und Christen würden den Tempelberg gerne als Gebetsstätte nutzen, wie es vor Hunderten von Jahren möglich war.

The Economist erklärt in seinem Artikel „The trouble at Temple Mount“ vom 17. Nov. 2014 :” Schliesslich impliziert das Recht zu beten das Recht des Eigentümers.“ Aber vielleicht hat The Economist hier unrecht; vielleicht impliziert das Recht des Eigentümers das Recht zu beten – und deshalb sind die Palästinenser so entschlossen, ein Scheinbild von Eigentum zu schaffen – um ihr Recht, an ihrem drittheiligsten Ort zu beten zu bekräftigen – und dabei gleichzeitig den Juden das Recht, an ihrem heiligsten Ort zu beten zu verweigern.

Trotzdem, es ist wirklich besorgniserregend, dass die wissenschaftlichen und kulturellen Standbeine der Organisation entfernt wurden. Wenn man sich im Entscheidungsprozess befindet, auf welche Weise man die Orte beschreiben soll, wäre es da nicht wichtig gewesen, mit in den Prozess hinein zu beziehen, wie Wissenschaftler und Kulturschaffende sie beschreiben und sehen? Bevor ein Land sich dabei festlegt, hätten sie nicht erforschen sollen, wie ihre eignen Koryphäen und Helden den Ort von einem historischen Blickwinkel heraussahen? So gesehen gehören die Orte des Weltkulturerbes zum Aufgabengebiet der Organisation. Das Weltkulturerbe Tempelberg ist ein Hinweis darauf, wie die Sprache dieser Resolution hätte sein sollen?

Was hätten grossartige Wissenschaftler und Kulturschaffende möglicherweise dazu gesagt? Ohne Frage, Albert Einstein (war auf Einladung des damaligen Präsidenten in Israel, gilt als einer der Mitbegründer der Hebrew University in Jerusalem, der er seine gesammelten Schriften vermachte) und Aaron Aaronson (der Entdecker des Urweizens) wären geschockt. Beide waren glühende Zionisten, beide förderten die Gründung des Jüdischen Staates mit Jerusalem als seiner Hauptstadt. Selbstverständlich, beide, Einstein und Aaronson waren jüdisch und voreingenommen. Ihre Gefühle in dieser Frage wurden abgelehnt. (Das ist ein anti-semitischer Kommentar, kann sein, aber andererseits, ist nicht Antisemitismus die Wurzel des Konfliktes?)

Also schauen wir doch einige „unvoreingenommene“ Kulturschaffende und herausragende Wissenschaftler an, wie sie sich in der Geschichte gezeigt haben, und arbeiten ihre Ansicht zum Thema „Tempelberg“ heraus. Halten wir fest, dass Tempelarbeit, Grundlagen und Hintergründe der Freimaurer sich aus Hochachtung vor dem Tempel Salomons auf dem Tempelberg so gestaltet haben, wie sie sind. Ohne jedes arabische Wort.

Lasst uns untersuchen, wer die Treuepflicht zur Freimaurerei gelobte und deren Grundsätze aus Respekt vor dem Tempel Salomons, der auf dem Tempelberg gebaut wurde, akzeptierte. Tatsächlich sind zahlreiche Staaten, die der Resolution zugestimmt haben, oder sich der Stimme enthielten, stolz auf ihre Berühmtheiten, auch wenn sie Freimaurer sind. (Die Freimaurerei betont den metaphorischen Tempel Salomons und konzentriert sich auf die symbolischen Aspekte seiner physischen Konstruktion. Diese basiert auf biblischen Quellen, Lehren der Templer aus der Zeit um 1446 CE und kabbalistischen Schriften.)

Araber muslimischen Glaubens, die Freimaurer waren:

  • Abdelkader El Djezairi(1808–1883) Algerisch islamischer Gelehrter
  • Abd al-Qadir al-Jazairi (1808-1883), Emir von Mascara in Algerien,

(Algerien stimmte für die Resolution)

  • Sayyid Jamal al-Din al-Afghani aus Egypt.
  • Muhammad ‘Abduh and Shaykh Abdullah Quilliam, der Grand Mufti von Ägypten

(Ägypten stimmte für die Resolution).

  • Sayyid Jamal ad-Din al-Afghani, Gründervater der Panislamischen anti-kolonialen Politik
  • Habibullah Khan, Emir von Afghanistan,
  • Süleyman Demirel, Präsident der Türkei.

 

Kulturschaffende Freimaurer: Nat King Cole, Cecil B. DeMille, Arthur Conan DoyleDuke Ellington, Clark Gable, Mozart, Gilbert und Sullivan, Goethe, Burl Ives, Al Jolson, Rudyard Kipling, Franz Liszt, Willie Mays, ,Felix Mendelssohn, Richard Pryor, Sugar Ray Robinson, Oscar Wilde, Mark Twain, Gustave Eiffel, Sir Walter Scott, John Steinbeck,

Politiker: Winston Churchill; Práxedes Mateo Sagasta (1825–1903), Premier Minister von Spanien (Spanien enthielt sich); Antonio López de Santa Anna, mexikanischer General und Präsident; (Mexiko stimmte für die Resolution).

 Philosophen: Marquis de Condorcet, Mathematiker und Philosoph; Denis Diderot. Voltaire. Drei der grössten neuzeitlichen Philosophen waren Franzosen, trotzdem enthielt sich Frankreich.

 Freiheitskämpfer und Kämpfer für das Menschenrecht: Henry Dunant, Gründer des Roten Kreuzes; Lafayette; Madame de Xaintrailles, Heldin der Französischen Revolution. Drei der grössten Freiheitskämpfer waren Franzosen, wie bereits geschrieben, Frankreich enthielt sich.

Wissenschaftler: Enrico Fermi, Gewinner des Nobel Preises Physik, Alexander Fleming, Edward Jenner, Benjamin Franklin, Washington­ und Christopher Wren.

 

Die amerikanische Erfahrung mit Freimaurerei

Die amerikanische Assoziation mit Freimaurerei (Die USA stimmten gegen die Resolution) erklärt sich selbst durch die elf Präsidenten, die Freimaurer waren.

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Franklins Vorschlag für die Gestaltung der Rückseite des Staatswappens der USA

George Washington (Präsident), John Jay (erster Chefrichter am Obergericht), Thurgood Marshall (Richter am Obergericht), Jesse Jackson, John Hancock und Paul Revere waren Freimaurer. Benjamin Franklin, ebenfalls Freimaurer, war fraglos einer der angesehensten Wissenschaftler seiner Zeit. Seine Verbindung zwischen Wissenschaft und Diplomatie wurde erst lange nach seinem Tod gewürdigt und weiter ausgearbeitet. Franklins Vorschlag, auf der Rückseite des US-Staatswappens den Auszug der Hebräer aus Ägypten zu verbildlichen wurde letztendlich abgelehnt.

 

Diese grossartigen Menschen wären erschrocken, hätte sie erleben müssen, wie die Beziehung zwischen dem Tempelberg und seinen jüdischen Wurzeln durch die rein arabisch sprachliche Beschreibung des Ortes ausgelöscht hätten werden sollen.

Jedoch die Verbindung zwischen Kultur und Wissenschaft und dem Tempelberg ist viel klarer und geht viel tiefer. Salomons Tempel und die jüdischen Verbindungen zu Jerusalem waren ein begehrtes Thema bei prominenten Künstlern. Die UNESCO lehnt nicht nur die jüdischen Verbindungen zu diesem Ort ab, sondern auch die kulturelle Verbindung, die durchgehend in unserem künstlerischen Erbe vorhanden ist.

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Die künstlerische Gemeinschaft hält an den jüdischen Verbindungen zum Tempel und zu Jerusalem fest. Der von Rubens festgehaltene Moment, als Abraham in Salem von Melchizedek wie in der Genesis beschrieben wird, begrüsst wird, weist Melchizedek als König von Salem aus. Zahlreiche Textstellen belegen, dass Salem später in Jerusalem umbenannt wurde. Ob dies in Zusammenhang mit dem Opfer Abrahams an seinem Sohn Jitzhak steht, ist nicht eindeutig belegt. Ja, Abraham ist der Vater von beiden Traditionen, den Jüdischen und den Muslimischen, wäre das nicht ein Grund gewesen, darüber vor der Verabschiedung der Resolution nachzudenken?

 

Die Sichtweise der wissenschaftlichen Koryphäen

Was sagt die wissenschaftliche Gemeinschaft zu diesem Thema? Was ist ihre Ansicht? Mindestens fünf unserer grossartigsten Wissenschaftler waren Freimaurer. Selbst wenn wir hier die Ansichten Albert Einsteins, anerkanntermassen der grossartigste Wissenschaftler aller Zeiten gerade wegen seiner jüdischen Wurzeln ignorieren, was ist dann mit dem zweiten Kandidaten für den Titel „Grösster Wissenschaftler aller Zeiten“ Sir Isaac Newton?

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Newtons Meinung zum Tempelberg, sowohl was die Vergangenheit angeht, aber auch seine Visionen für die Zukunft waren, sind gut dokumentiert. Seine Beschreibung vom Tempel Salomons basiert auf dem Buch des Propheten Ezekiel. In „Chronologie des antiken Königreiches Amended“ (London 1828) widmet Newton dem Tempelberg ein Kapitel und einige Diagramme. Newton war überzeugt, dass König Salomon den Tempel mit von Gott privilegierten Augen und mit göttlicher Führung geplant hatte. Der grandiose Entwurf stelle einen ausgezeichneten mathematischen Plan dar und lieferte gleichzeitig einen Zeitrahmen für die Chronologie der hebräischen Geschichte.

Kelly J. Whitmer beschrieb, dass es zumindest drei grosse hölzerne Modelle des Salomon-Tempels gab, die zwischen 1660 und 1730 verschiedenen Orte Nordeuropas ausgestellt wurden. Unter diesen Städten waren: Hamburg, Amsterdam, London, Halle – Fakten, die die UNO-Resolution völlig verschweigt.

Bezogen auf die derzeitige Ausstellung am Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte mit dem Titel“ Die Modelle des Tempels Salomon als wissenschaftliche Objekte ist die UNESCO-Resolution eine Beleidigung eines wichtigen und respektierliche Institution.

In ihrer Bemühung, sich den politischen Muskelspielen seiner Mitglieder zu beugen hat die UNESCO ihre Wurzeln verlassen und ihre Ikonen verletzt. Sie machten die Geschichte der Wissenschaft und des Weltkulturerbes lächerlich.

Hier ist mehr in Gefahr, als die simple Bestätigung der jüdischen Leidensgeschichte und ihren Anspruch auf ihre heiligsten Orte. Hier gibt es die Pflicht, die ewige Wahrheit zu reflektieren, eine Wahrheit die sich durch die Jahre, durch die Geschichte zeigt und sich nicht den jeweiligen Launen von sturen und umbarmherzigen Politikern zu beugen.

 

© Barbara Pfeffer – Billauer

© Übersetzung esther scheiner, israel

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Das Lügengebilde der PA: Ein palästinensischer Terrorist entspräche einem Israel Soldaten? Lügen, nichts als Lügen!

Der nachfolgende Brief wurde am 2. Mai 2017, vor dem bevorstehenden Treffen zwischen Präsident Trump und Präsident Abbas in Washington von Shurat HaDin verschickt. Der Adressat, Stabschef Reince Priebus, hat das Schreiben offensichtlich auch an Präsident Trump weitergeleitet, der das Thema während des Treffens auch kurz ansprach. Den nachfolgenden Text habe ich mit Bewilligung von Shurat HaDin übersetzt.

      

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Nitsana Darshan-Leiter

             

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Robert Tolchin (r) mit Mika Lakin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Betreff: Treffen zwischen Präsident Trump und dem PA Präsidenten Mahmoud Abbas         – Fördergelder für Terroristen

Sehr geehrter Herr Priebus,

Wir sind Rechtsanwälte von amerikanischen Bürgern, die von palästinensischen Terroristen in Israel während der aktuellen Welle von Gewalt ermordet wurden. Unter unseren Klienten befindet sich die Familie von Taylor Force, einem West Point Absolventen und Veteran der Armee, der in Tel Aviv im März 2016 während eines Besuches der Universität ermordet wurde. Wir vertreten auch die Familie von Hallel Yaffa Ariel, einer 13 jährigen US Bürgerin, die im Juli 2016 während sie schlief in ihrem Bett erstochen wurde. Und wir repräsentieren die Familie von Richard Lakin, einem 76 jährigen pensionierten Lehrer und Friedensaktivisten aus Connecticut, der während einer Busfahrt in Jerusalem im Oktober 2015 erstochen wurde.

Wir schreiben dies anlässlich des bevorstehenden Treffens zwischen Präsident Trump und dem PA Präsidenten Mahmoud Abbas. Wir bitten Präsident Trump, während des Treffens auch das Thema der fortlaufend von der PA gezahlten Fördergelder für rechtskräftig verurteilte Terroristen und für die Familien von während des Terroranschlages getöteten Terroristen anzusprechen. Die Zahlungen werden auch im Fall von Selbstmordbombern geleistet,

Die Zahlungen bedeuten einen wirtschaftlichen Anreiz für weitere Terrorakte und belohnen für bereits ausgeführte Terroranschläge. Präsident Trump sollte darauf bestehen, dass diese Fördergelder sofort eingestellt werden. Monat für Monat zahlt die PA diese Fördergelder für inhaftierte Mörder von unschuldigen Zivilisten.

Sollte der Terrorist im Laufe des Anschlages getötet werden, so wird von der PA ein ähnlicher Betrag für seine Familien bereitgestellt.

Die Höhe der Unterstützung wird in Relation zur Zahl der Haftjahre berechnet. Das bedeutet: Die grausamsten und gewaltsamsten Kriminellen erhalten das meiste Geld.

Bashar Masalha, der Terrorist, der Taylor Force ermordete, wurde zu lebenslanger Haft verurteilt und erhält eine entsprechende Unterstützung.

Mohammad Trayara, der Verbrecher, der Hallel Yaffa Ariel im Schlaf erstach, wurde im Zuge des Terrors getötet. Seine Familie erhält in seinem Namen die Gelder.

Balal Abu Gaanam, der Terrorist, der den 76 jährigen Robert Lakin erstach, sitzt eine dreimal lebenslange Haftstrafe ab und erhält seine Fördergelder von der PA.

Die offizielle Politik der PA, denjenigen, die unschuldige Opfer zum Ziel ihrer Anschläge gemacht haben, Geld und nicht finanzielle Belohnungen als Anerkennung zur Verfügung zu stellen, löst bei unseren Klienten unsagbaren Schmerz, Frustration und Zorn aus. Die Tatsache, dass diese Mörder von der palästinensischen Gesellschaft glorifiziert und verehrt werden, verstärkt den Schmerz und das Leiden, das der bittere Verlust eines geliebten Menschen in ihnen ausgelöst hat.

Diese Zahlungen sind eine deutliche Nachricht für die Terroristen und ihre Familien, dass sie durch die PA Regierung und das palästinensische Volk geehrt werden und eine hohe Wertschätzung erfahren. Junge Palästinenser werden darin bestärkt, in den Terroristen Helden zu sehen und ihr Verhalten nachzuahmen.

Keine zivilisierte Nation sollte Unterstützungsgelder an verabscheuungswürdige Kriminelle zahlen, die in voller Absicht unschuldige Opfer, inklusive schlafender Kinder angreifen.

Tatsächlich sind die USA der grösste ausländische Geldgeber der PA. Diese Entwicklungshilfe aus den USA ermöglicht es, dass andere Gelder der PA freigestellt werden, um diese Terroristen zu unterstützen. Weil Geld austauschbar ist, finanziert diese amerikanische Entwicklungshilfe unmittelbar die Unterstützung der Terroristen. Wir halten fest, dass die Unterstützung von Terroristen den Prinzipien von Präsident Trump ganz und gar nicht entspricht.

Herr Abbas hat öffentlich verlautbaren lassen, dass er die Absicht hat, das Thema der palästinensischen Staatsgründung mit Präsident Trump zu diskutieren. Unsere Klienten empfinden eine solche Anfrage unpassend, besonders, weil sie von einem politischen Führer kommt, der in aller Offenheit Terrorismus unterstützt. Und der die Verursacher dieser abscheulichen Terrorakte verherrlicht und auszeichnet und so die Gesetze völlig missachtet.

Im Namen unserer Kunden bitten wir mit allem Respekt, dass Präsident Trump von Herrn Abbas das sofortige Ende der Unterstützungsgelder für Terroristen fordert.

 

Hochachtungsvoll

 

Robert J. Tolchin, Esq.

United States Counsel to Shurat HaDin-Israel

Law Center

 

Nitsana Darshan-Leitner, Adv.

President

Shurat HaDin-Israel Law Center

 

 Während das Treffen zwischen Präsident Trump und Präsident Abbas hinter für die Presse geschlossenen Türen weiterging, gab der Pressesprecher des Weissen Hauses, Sean Spicer folgende Erklärung ab:

„Beide (Trump und Abbas) haben gerade ihre eigenen Aussagen gemacht. Ich möchte Ihnen einige zusätzliche Details geben, über welche Themen diskutiert wurde. Beschleunigung des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses; vorbeugende Massnahmen, um weitere Gewalt zu verhindern; Terrorbekämpfung, inklusive das Schwächen von ISIS; Massnahmen, um die palästinensische Wirtschaft und die bessere Integration der Palästinenser innerhalb der Wirtschaft zu fördern. Zusätzlich äusserte der Präsident (Trump) seine Bedenken über die Zahlungen, die an palästinensische Gefangene und deren Familien geleistet werden. Diese Häftlinge, die in israelischen Gefängnissen ihre Strafe absitzen, haben Terrorakte begangen. Dieses Thema muss, so hob der Präsident hervor, unbedingt gelöst werden.“

Nabil Shaath

Nabil Shaat

Die Antwort der PA liess nicht lange auf sich warten und war eigentlich erwartungsgemäss. Einer der in edles Grau gewandeten offiziellen Vertreter der PA, Nabil Shaat (im Range eines Beraters als Aussenminister) meldete sich unmittelbar nach dem Treffen zu Wort.

Er wies die Forderung der Amerikaner, die Zahlungen an inhaftierte palästinensische Terroristen, resp. an deren Familien zu stoppen als „verrückt“ ab und bezeichnete die Gelder als Sozialleistungen. Das Vorbringen dieser Forderung sei nichts anderes als „ein speziell erarbeitetes Vorgehen, um jede potenzielle Erneuerung der israelisch-palästinensischen Friedensgespräche unter amerikanischer Führung bereits im Vorfeld zu torpedieren.“

Für ihn sind die einsitzenden Palästinenser nichts anderes als Opfer der israelischen Besatzung der Westbank.

„Es ist absurd zu verlangen, dass wir die Zahlungen an die Familien der Häftlinge einstellen. Das ist so, als würde man Israel bitten, seine Soldaten nicht mehr zu bezahlen.“

Für PM Benjamin Netanyahu stellen die Zahlungen an inhaftierte Terroristen durch die PA ein Haupthindernis für den Frieden dar. Am Dienstag hatten drei republikanische Senatoren Präsident Trump dringend aufgefordert, Präsident Abbas bei ihrem Treffen auf diesen Missstand aufmerksam zu machen.

Während der Presskonferenz befleissigte man sich schöner Worte, wie bei solchen Anlässen üblich.

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Trump: „Ein stabiler Frieden wird erst möglich sein, wenn die palästinensischen Führer sich einstimmig gegen Aufruf zu Gewalt und Hass aussprechen.“

Abbas: Wir erziehen unsere Jugend, unsere Kinder und Enkelkinder zu einer Kultur des Friedens.“

Derweil verbreitete Ahmad Majdalan, einer von Abbas’ Beratern im Israel Radio, dass „im Mai 2014 Netanyahus’ Chefunterhändler Yitzchak Molcho, der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat und der amerikanische Aussenminister John Kerry ein Dokument unterschrieben haben, das es den Palästinensern erlaubt, Gehälter an die Familien der Inhaftierten zu bezahlen. Diese Gelder sollten aus einem PLO-Fond gezahlt werden und nicht mehr mit den Geldern der PA finanziert werden.“

Dieser unglaublichen Aussage, die, wenn der Vertrag denn jemals existiert hätte, zu einem politischen Erdbeben in Israel und den USA geführt hätte, folgte unmittelbar darauf eine Erklärung aus dem Büro von PM Netanyahu: „Dies ist eine weitere palästinensische Erfindung, die jeder Grundlage entbehrt und die nur dazu dient, von der Diskussion abzulenken, die das Ziel hat, die Zahlungen der PA an Terroristen einzustellen.“

 

Weitere Informationen und Originaldokumente zu den Zahlungen gibt es in meinem Beitrag vom 18. Dezember 2015

©esther scheiner, israel

 

 

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Petra – ein Fels in der antiisraelischen Brandung

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Mittwoch, 30. Juli 1997, 13 Uhr 15, Jerusalem. Petra wacht auf der „falschen“ Strassenseite gegenüber des Machane Yehuda Marktes auf.  Für den Abend hat sie Gäste aus Kanada erwartet, wollte in einer Arbeitspause schnell noch frisches Obst und Gemüse einkaufen. Und wurde beim Doppelanschlag zweier Hamas Terroristen schwer verletzt. 16 Menschen starben beim Anschlag, 168 wurden verletzt. Ihre schweren Wunden an Armen, Händen und im Gesicht sind verheilt. Dank eiserner Disziplin und guter medizinischer Betreuung konnte sie sich innerhalb von fünf langen Jahren zurückkämpfen ins Leben.

1951 war Berlin physisch noch ungeteilt. Die Bundesrepublik existierte seit dem 2. Mai 1949, die DDR ab dem 7. Oktober desselben Jahres. Bis zur endgültigen Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten mit ihren umfassenden Sperranlagen war ein Überqueren der Grenze in beide Richtungen noch möglich.

Westberlin leckte noch immer seine Wunden. Der Heilungsprozess lief nur langsam an. Zuerst konnte man die Veränderungen in der Innenstadt spüren und langsam zeigte sich die zunehmende Normalisierung auch in den Aussenbezirken. In der DDR fanden im August 1951 bereits wieder die „Weltjugendfestspiele“ statt. Ernst Honecker eröffnet die Spiele und beschreibt sie als das, was sie entsprechend präsentiert sein werden: Propagandaspiele der Sowjetunion. „Es lebe der Führer und Bannerträger des Friedens in der Welt, der Lehrmeister der Jugend aller Länder, unser geliebter Josef Stalin.

Der Stadtteil Charlottenburg, seit 1920 eingemeindet, umfasst die beliebten Quartiere rund um die Ruine der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche, Kudamm, Bahnhof Zoo, Messegelände und das heute quirligen Gebiet rund um die Kantstrasse. Auch das Jüdische Leben fand im Dreieck zwischen der Fasanenstrasse, Joachimstalerstrasse und Pestalozzistrasse statt.

In dieser Stadt des Aufbruchs wurde im Jahr 1951 Petra Heldt geboren und legt dort im Jahr 1971 ihre Matura ab.  

Es war die Zeit der 68er Studentenunruhen, die über nahezu ganz Europa hinwegfegte. Ein Aufbegehren gegen das Establishment, gegen das verzopfte Relikt der Weimarer Republik. Aber auch gegen die Verharmlosung der Schuldfrage der Elterngeneration während der NS Zeit. Petra ist sich nicht sicher, ob sie von diesen Umstürzen beeinflusst wurde. „Ob ich allerdings meinen Bakunin ausserhalb dieser Zeit gelesen hätte, ich weiss es nicht.“

Auch die Kirchen begannen sich, ausgehend von Lateinamerika zögerlich neu zu orientieren.  Unter Inkaufnahme der Kritik an herrschenden Kirchenhierarchien rückte der Fokus der Befreiungstheologie die Situation der unterdrückten Bevölkerung in den Vordergrund der Exegese. Es kam zu Kirchenausschlüssen und Predigtverboten.  Nicht selten nahmen im Zuge des Umbruches Priester auch politische Ämter ein, um die Forderungen der mündig werdenden Menschen gegenüber Diktaturen und Klerus zu stärken.

UnknownOffenbar war der kritische Zeitgeist für die junge intellektuelle Frau so anregend, dass sie sich während des Studiums die Zeit nahm, die sie brauchte, um ihren Weg und ihr eigentliches Ziel zu finden.  Sie nahm sich Zeit, ihr Wissen zu erweitern. Vielleicht war nicht immer gleich nachvollziehbar, wie sie dieses in ihr Ziel einarbeiten würde. Worin besteht der praktische Nutzen, die Keilschriften der Sumerer entziffern zu können? Worin der des Aramäischen oder dessen Vorgänger, dem Akkadischen? Aramäisch war im historischen Palästina die Alltagssprache und findet sich in den Schriften des Talmud und des Midrasch, sowie in einigen heute gebräuchlichen Gebeten des Judentums.

Ihre Studien führten sie an die Universitäten von Berlin und Heidelberg (vergleichende Religionswissenschaften und Sprachen des Altertums im levantinischen Raum), Amsterdam und schliesslich an die Hebrew University in Jerusalem.

Petra sah ihren Weg nicht in einer Position als Gemeinde- oder Schulpastorin. Sie sah von Beginn der Studien an ihren Weg in der Forschung. Die Ordination zur evangelischen Pastorin stand nie zur Diskussion. Ob es daran lag, dass eine ordinierte Pastorin, die gleichzeitig auch Forscherin war, besser in das Bild der offiziellen Kirche passte, als das einer, die sich der Forschung verschrieben, und sich damit ihre Autonomie erhalten hatte? 1985 beugt sie sich und wird in Berlin ordiniert.

Bereits seit 1979 lebt Petra in Israel. Sie studiert Talmud und Midrasch mit einem der damals bedeutenden deutschsprachigen Rabbiner, Tovia Ben Chorin, und lernt durch ihn zahlreiche Alltagsschriften, wie Siddur (Gebetbuch für den Alltag) und Machsor (Gebetbuch für die jüdischen Hohen Feiertage) kennen.

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In dieser Zeit lernt sie auch ihren Ehemann, Malcom Lowe kennen.  Malcom untersuchte damals gemeinsam mit seinem Kollegen und Freund David Flusser die „synoptische Problematik“ der drei frühen Evangelien von Markus, Matthäus und Lukas. In diesem Bereich der Religions- und Bibelwissenschaft geht es darum zu erforschen, welches der drei Evangelien in welchem Ausmass als Quelle für die beiden anderen genutzt worden ist. Frühchristliche schriftliche Umformulierungen, Neuanordnungen und Änderungen in der Gewichtung lassen die dahinterliegende mündliche tradierte Geschichte nur mehr verschwommen auftauchen. Sie wieder freizulegen ist spannend und wirft ein ganz neues Bild auf das frühe Christentum.

1980 legte Petra ihre Masterarbeit an der Kirchlichen Hochschule in Berlin vor. Der Titel lautete: The Reading of “ Ani” we “Ebion” in the Writings of Qumran. Beide Begriffe tauchen mehrfach in den Fragmenten der Qumran Rollen auf und werden oft synonym in der Bedeutung von „arm“ (im Sinne von erbärmlich, nicht im materiellen Sinne) gebraucht. Die Judenchristen um 100 CE gaben sich selbst den Namen „Ebioniten“, um sich von den „Nazarenern“ abzugrenzen. Zunächst durchaus als stolze Beschreibung der Gruppe gedacht, geriet der Name immer mehr in Verruf. Der Bezug zu Jesus, der zu den Armen eine ganz besondere Beziehung hatte trat in den Hintergrund. Sie wurden von ihrem Umfeld mindestens kritisch beobachtet. Obwohl sie sich selber als Juden betrachteten, akzeptierten die Juden sie nicht. Sie sahen in Jesus den Messias und lehnten die Tieropfer, die bis zum Ende der Tempelzeit an der Tagesordnung waren, ab. Die Christen nicht jüdischen Ursprunges lehnten sie ab, weil sie gegen das Missionswerk von Paulus waren und den Sühnetod Christi nicht als solchen anerkannten. Das Abendmahl, zentraler Punkt der christlichen Theologie geriet zu einer Erinnerungsfeier an Jesu.

Im Jahr 2002 erwarb sie ihr PhD an der Hebrew University in Jerusalem nach Vorlage der Arbeit: The Reading of the Epistle of Paul to the Galatians 4, 21-31 in the Writings of the Early Church. A Study in Patristic Exegesis. Dass Petra dieses Thema gewählt hat, ist auf dem Hintergrund ihrer Masterarbeit nicht verwunderlich.  Einer ihrer Forschungsschwerpunkte war der Einfluss der Juden auf das frühe Christentum. Eine der massgeblichen Personen dieser Zeit war Paulus, der auf seinen Reisen intensiv missionierte und versuchte, die Beeinflussung durch judenchristliche Missionare in dieser Region zu revidieren. In seinen Briefen betont er, dass die christliche Erlösung nur durch das Sühneopfer Jesu erlangt werden kann und stellte sich damit gegen anderslautenden Tendenzen in der frühen christlichen Gemeinde.

Man muss Petras’ professionellen Hintergrund zumindest in einigen Punkten andenken, wenn man begreifen will, was ihre Bestrebungen heute und für die Zukunft sind.

Seit 38 Jahren lebt sie mit ihrem Mann Malcom in Jerusalem. Das ist mehr als die Hälfte ihrer bisherigen Lebenszeit. Die beiden leben nicht in Ostjerusalem, so wie es vom Mainstream erwartet würde, sondern mitten im alten Jerusalem. Arnona, 1938 gegründet ist einer der südlichen Stadtteile. 1967 verlief die Kriegsfront mitten durch das Gebiet, das daraufhin kurzfristig aufgegeben werden musste. Das heutige Arnona ist auf dem besten Weg, einer der „gefragteren“ Vororte Jerusalems zu werden, die Luft ist hier, am höchsten Punkt der Stadt einfach ein bisschen besser, der Blick bis hinunter zum Toten Meer einfach unschlagbar. Irgendwo mittendrin wird immer noch ein grosser Bauplatz freigehalten, da soll einmal die US Amerikanische Botschaft entstehen, so ist es geplant.

Die Nachbarschaft ist gemischt, Orthodoxe und Säkulare leben in den klassischen 80er Jahre Gebäuden. Niemand stört sich, wenn Petra Klavier spielt oder „so laut singt, dass die Wände wackeln“. Die Wohnung ist der charmante Rückzugsort zweier liebenswerter Wissenschaftler. Überall stehen Bücher, die Regale sind oft von zwei Seiten begehbar. Erbauliche Literatur sucht man vergebens. Malcom sucht ein bestimmtes Buch und hat es mit einem Griff gefunden. Aber die Bücher erschlagen einen nicht, im Gegenteil, sie locken und laden ein zum Stöbern, wozu leider keine Zeit bleibt.

Petra will keinen Blick auf die Vergangenheit werfen, „die ist völlig unwichtig“. Ihr Blick geht nach vorne.

Sie sieht ihre Aufgabe darin, falsche Bilder von Israel, die in den Köpfen von jungen, noch leicht manipulierbaren Menschen ver-rückt, wurden, wieder gerade zu rücken. Die alten Verzahnungen zwischen der christlichen und der jüdischen Religionskultur wieder sichtbar zu machen. Diese werden auch dadurch aufgeweicht, dass offizielle christliche Besucher Israel gar nicht oder nur noch marginal auf ihrem Besuchsprogramm finden. Diese Besuche finden heute fast ausschliesslich in Yehuda und Samaria statt. Einer der gefährlichsten Brunnenvergifter ist der arabische Pastor Mitri Raheb, der die jüdischen Wurzeln Jesu’ verleugnet. Seine Aktivitäten sind strikt anti-israelisch und anti-jüdisch. Trotzdem gelingt es ihm immer wieder, Besucher jeglicher couleur von der Richtigkeit seiner Ansichten zu überzeugen. Auch hier bedarf es der korrigierenden Betreuung, sofern die Besucher ihren Weg doch noch nach Israel machen.

Petra ist unermüdlich unterwegs, bei Vortragsreisen, Schulungen, Diskussionen und natürlich mit ihren Publikationen. Israel darf, dass ist ihr Seelenwunsch, nie zu einem islamisch geprägten Terrorstaat werden. Die letzten Entscheidungen der UNESCO, Israel jeden Zusammenhang mit dem Tempelberg in Jerusalem abzusprechen sind ein Schritt in die falsche Richtung. Ebenso die Anerkennung historischer Orte der jüdischen Geschichte als „präpalästinensisch“ oder gar „palästinensisch“.

„Antisemitismus als Antiisraelismus“, so Petras’ düstere Voraussicht „wächst derzeit krakenartig und, wie jede Generation, so muss auch diese dem antibiblischen Geist Einhalt gebieten.  Jüdische und christliche Stimmen warnen vor dem islamistischen Aufruf, Israel zu zerstören. Die Shoah ist die ultimative Verpflichtung, Leben zu schützen. Wo Kirchenleitungen versagen, müssen einzelne Christen in die Bresche springen.“

Eine Aufgabe die viel Kraft braucht. Vor allem, weil die offizielle Kirchenmeinung nicht allem zustimmen mag.

csm_78806_78824_01_58c49dfe49Freitag, 14. April 2017, 12 Uhr 45, Jerusalem. Die Juden feiern Pessach, die Christen begehen den Karfreitag. Jerusalem erwartet an diesem Wochenende mehr als 150.000 Besucher. Hannah Bladon, Austauschstudentin aus Birmingham, steht kurz vor dem Ende ihrer Zeit in Jerusalem. Sie überlässt im vollbesetzten Tram ihren Platz einer Schwangeren. Neben ihr steht ihr Mörder. Hannah überlebt den Terroranschlag nicht.

Der Anschlag auf das eigene Leben im Jahr 1997 löste in Petra kein Trauma aus. Der Anschlag vom Karfreitag jedoch hat sie zutiefst erschüttert: Hannah war ihre Studentin.

„Hannah war eine von den wenigen Studenten, zu denen ich ein ganz besonderes Verhältnis aufgebaut habe. Das, was sie am Ende ihres Lebens getan hat, indem sie den Platz mit einer schwangeren Frau getauscht hat, ja, das war sie, immer hilfsbereit. Ihr Tod trifft mich so sehr, ich kann es noch gar nicht richtig glauben.“

Und trotzdem, Petras’ Blick geht nicht nach hinten, er geht in die Zukunft. Dahin, wo sie ihre Aufgabe sieht.

 

Links:

https://de.gatestoneinstitute.org/author/Malcolm+Lowe

http://www.jweekly.com/2005/12/23/pastor-argues-for-separation-of-church-and-hate-in-israel/

http://www.berliner-zeitung.de/46jaehrige-berliner-pastorin-bei-bombenanschlag-in-jerusalem-verletzt–israel-war-ihr-lebenstraum–16286474

http://www.etrfi.org/about-us.html

http://donatus-brand.kibac.de/nachrichtenansicht?id=2546813c-2a27-49fe-ae9b-de49b338a57c&view=detail

http://www.kath.net/news/58134

http://www.kasseler-sonntagsblatt.de/index.php/aktuelles/400

http://www.jpost.com/Diaspora/German-state-head-gives-BDS-Bethlehem-hate-preacher-nearly-32000-488053

https://www.breakingisraelnews.com/86578/palestinian-terrorist-kills-british-christian-woman-jerusalem-video/#BH0uTDquEp7SO2dS.97

https://de.wikipedia.org/wiki/Befreiungstheologie

http://blog.camera.org/archives/2012/04/malcom_lowe_on_mitri_rahebs_tr_1.html

https://books.google.co.il/books?id=a_kKgpyzc8UC&pg=PA213&lpg=PA213&dq=david+flusser+%2B+malcom+lowe&source=bl&ots=LC65IzNdP9&sig=TKtuHn2_7EgbplSjwOCfmwLjfKw&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjKiPugqrjTAhUSJ1AKHaW0BjoQ6AEIIzAA#v=onepage&q=david%20flusser%20%2B%20malcom%20lowe&f=false

 

© esther scheiner, israel

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Mimouna – der Pessach Abschluss der anderen Art

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Während mindestens acht Tagen haben wir Mazzot gegessen und auf alles verzichtet, was auch nur im entferntesten den Verdacht auslösen könnte, gären zu können.

Nichts was aus den Getreidearten Weizen, Gerste, Buchweizen, Hafer und Roggen hergestellt wird hat sich im Haus befunden. Dazu gehören natürlich auch Bier und Whisky. Des Weiteren haben wir auf Hülsenfrüchte verzichtet, also waren Bohnen, Erbsen, Reis, Mais, Kichererbsen, Linsen vom Speisezettel gestrichen. Über den Reis kann man streiten. Er ist kein Getreide, sondern eine Grassorte. Mais gehört im Prinzip auch nicht dazu. Ganz sicher aber gehören Erdnüsse zu den zu streichenden Lebensmitteln, sie gehören zu den Hülsenfrüchten.

An Pessach lesen wir am ersten Abend, dem Sederabend, die Geschichte des Exodus der Hebräer aus der Sklaverei in Ägypten. Wir sollen uns so kleiden, dass wir sofort nach dem Essen reisebereit sind.

Bereits während der Lesung wird Wein getrunken und Mazze gegessen, Höhepunkt ist dabei das „Hillel Sandwich“. Hierzu wird eine Mazza mit Charosset, einer Mischung aus Datteln, Aepfeln, Nüssen, Honig, Zimt bestrichen und zusammengeklappt. Das Rezept variiert von Familie zu Familie. Eines ist aber allen gemeinsam. Das Buch, die Haggada, aus dem gelesen wird, weist genau an dieser Stelle Gebrauchsspuren auf, Überreste des Hillel Sandwiches!

Und doch geniessen wir vorher ein aufwändiges Mahl. Der Klassiker besteht aus den Gängen: Gefillte Fisch und gehackte Leber, Hühnersuppe mit Mazzeknödel, Fleisch mit Beilagen und abschliessend ein Dessert.

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Am letzten Abend, nach sieben Tagen, beginnt nochmals ein Feiertag, ausserhalb von Israel sind es sogar zwei Tage.

Und dann ist auf einmal Schluss!

Richtig? Falsch!

 

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Bei den aus Afrika stammenden Juden beginnt unmittelbar nach dem Ende des letzten Tages, heuer also am Montag Abend, das Mimouna Fest. Bereits in den Tagen vorher wurde in den Küchen gebacken und gekocht, um vorbereitet zu sein, auf den Ansturm der Gäste.

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Mimouna wird überall gefeiert. Daheim, in Parkanlagen, in Gemeindezentren und Restaurants. Freunde und Familie besuchen sich gegenseitig, sogar die Politiker aller Parteien lassen sich gerne bei ihren Besuchen filmen und fotografieren. House-hopping ist angesagt. Die Stimmung ist fröhlich und locker.

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Es ist ein farbenfrohes Fest. Frauen und Männer tragen Kaftane, aufwändig gearbeitet, auch reichhaltig bestickte Hemden werden zu diesem Feiertag aus dem Schrank geholt.

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Mimouna ist auch, wenn im Freien gefeiert wird, Anlass für ein ausgiebiges Grillieren. Aber auch ohne das saftige Stück Fleisch auf dem Teller verhungert niemand. Süßigkeiten mit buntem Zuckerguss, getrocknete Früchte, und natürlich Mufletas werden serviert.

F160430HP41-635x357Im Prinzip ist es nicht schwierig, diese marokkanischen Crepes herzustellen. Aber, im Gegensatz zu den hauchdünnen Crepes der Bretonen fliesst dieser Teig nicht, sondern muss mit den Fingern vor dem Backen „ausgezogen“ werden. Serviert werden sie mit Butter, Honig, Schokolade, ganz nach dem eigenen Geschmack.

Wir würden nicht in Israel leben, wenn Mimouna nicht inzwischen ein nationaler Feiertag geworden wäre! In einigen Gemeinden mit überwiegend Nordafrika stammenden Juden ist Mimouna ein anerkannter arbeitsfreier Tag. So wie in Dimona wo seit 60 Jahren der Grossteil der Bevölkerung dieses Fest feiert.

Beni Bitton, Bürgermeister von Dimona ist überzeugt, dass das Bedeutsame dieses Festes der familiäre Aspekt und das Aufrechterhalten von jüdischen Traditionen ist.

 

© esther scheiner, israel

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