Tag der Masken – Gaza IV

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Guy Fawkes, der einzige Mann, der jemals mit ehrlichen Absichten in das britische Parlament hineinging.

 

 

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Am 5. November 1605 plante Fawkes einen Sprengstoffanschlag auf den englischen König Jakob I. und das gesamte Parlament. Der Anschlag misslang. Fawkes entzog sich der Urteilsvollstreckung, indem er selber vom Galgen-Podest heruntersprang und sich das Genick brach.

Im Jahr 2002 wählten ihn die Briten auf Platz 30 der hundert bedeutendsten Landsleute.

1982 erschien ein Comic mit dem Titel „V for Vendetta“, der im Jahr 2005 verfilmt wurde. Er spielt im fiktionalen London um 2030. V, ein maskierter Freiheitskämpfer verfolgt den autoritären Staat mit zwei Zielen: er möchte einen gesellschaftlich-politischen Umsturz herbeiführen und eine persönliche Rache ausüben.

Die Maske, die V im Comic und auch im Film trägt, erinnert an Gay Fawkes, dessen Image sich im Laufe der Zeit änderte. Zu Lebzeiten wurde er als Terrorist gesehen, der er nach heutigem Rechtsempfinden auch war. Später wurde ihm das Etikett „libertärer Anarchist“ angeheftet. Heute sehen ihn die Kreise, die sich der Maske als Symbol und Tarnung zugleich bedienen als Freiheitskämpfer, der sich für die Freiheit des Einzelnen einsetzt.

 

Nun sind die Masken auch in Gaza angekommen.  Sie werden im Gesicht getragen oder auch auf dem Hinterkopf. Irgendwer hat offensichtlich eine Massenlieferung bestellt. Bei Amazon gibt es die hochweissen, nachgemachten Masken schon für weniger als € 5,– zu kaufen. Für die leicht gelblichen Originale, muss man entweder tiefer in die Tasche greifen, oder einen 3-D-Drucker haben. Beides sollte im wirtschaftlich gut vernetzten Gaza Streifen für Hamasterroristen kein Problem sein.

Nur mehr etwa 3.000 protestbewegte Gazaner kamen am vierten Freitag (20.4.) an den Grenzzaun. In den Tagen vorher hatten sie ihre Zelte, in denen sie bis zum 15. Mai ausharren wollen, um etwa 50 Meter in Richtung Grenze bewegt.

Die oberste palästinensische Behörde des Protestes liess am Mittwoch in der arabischen Zeitung al-Resalah verlautbaren: „Die Verlegung der Zeltstadt dient als Fortsetzung des nationalen Programmes „Marsch der Rückkehr“ und der Beendigung der Besatzung. Es ist eine starke Nachricht unseres Volkes an die Welt um uns herum, dass wir weitermachen mit dem Ziel, unsere legitimen und andauernden Ziele zu erreichen. Die Verlegung des Lagers ist ein erster Schritt.“

1.6013130.1477578184Am Freitagvormittag waren von der IDF Flugzettel über Gaza abgeworfen worden. Neben Piktogrammen mit verbotenen Waffen und Sprengkörpern, die auf keinen Fall in die Nähe der Grenze gebracht werden durften, enthielten sie scharfe Warnungen an die Bevölkerung von Gaza. “Ihr nehmt an gewaltsamen Störattacken teil. Hamas nutzt euch aus, um terroristische Attacken auszuüben. Die IDF ist für jedes Szenario gerüstet. Nähert euch nicht dem Zaun und versucht nicht, ihn zu beschädigen. Vermeidet es, Waffen zu tragen und gewaltsame Angriffe gegen israelische Sicherheitskräfte und Zivilisten auszuüben. Bleibt terroristischen Gruppen ebenso fern, wie jenen, die gewaltbereit sind. Die IDF wird gegen jeden Versuch, den Zaun und Teile davon zu beschädigen vorgehen. Das gilt auch für das Beschädigen von militärischer Ausstattung. Hamas missbraucht euch, um ihre Interessen voranzutreiben. Folgt ihren Anweisungen nicht, sie gefährden euer Leben. Es ist möglich, sich anders zu verhalten. Eure Zukunft liegt in euren Händen.“

Die IDF tut wirklich alles, um „nützliche Opfer“ der Hamas zu vermeiden!

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Tage zuvor hatte der Islamische Jihad ein Video veröffentlicht, das israelische Soldaten im Fadenkreuz von palästinensischen Scharfschützen zeigt. Es war das zweite Video dieser Art. Mit dem Unterschied, dass diesmal COGAT Chef Major General Yoav Mordechai und der Chef des Südkommandos, Major General Eyal Zamir zu erkennen waren. Das Video wurde aus einem Haus in Gaza aus aufgenommen wurde. Die Nachricht am Ende des Films lautete „Ihr ermordet unsere Leute kalten Blutes und fühlt euch sicher dabei. Aber die Zielfernrohre unserer Scharfschützen sind schon auf eure Kommandanten gerichtet.“ 

Leider kam es am Freitag zu einem dramatischen Todesfall, der nun intensiv von der IDF untersucht wird.

Wenn die Bilder und Videos der palästinensischen Journalisten sich als echt erweisen, wurde ein 15-jähriger Jugendlicher mit einem Kopfschuss getötet. Bisher galt es als gesichert, dass der Einsatz von scharfer Munition nur und ausschliesslich nach einer entsprechenden Befehlsfreigabe von direkten Vorgesetzten erfolgen darf. Der Schuss darf maximal bis in Kniehöhe abgegeben werden, so dass der Getroffenen zwar ausser Gefecht gesetzt wird, aber keinesfalls getötet werden darf.

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Die bisher einzige glaubhafte Aussage stammt von der Mutter von Mohammad Ayoub, die ihm verboten hatte, zu den Demonstranten zu gehen. Kurz nachdem die Flugzettel abgeworfen worden seien, sei er einfach davongelaufen. Seiner Tante hatte er noch gesagt, er würde in einer Stunde wieder daheim sein.

In einem israelischen TV Sender wurde berichtet, er hätte versucht, den Grenzzaun zu beschädigen und dazu bereits die erste Stacheldrahtsperre überwunden. Ein palästinensischer Journalist beschrieb gegenüber APA, dass der Junge 150 m hinter dem Zaun gestanden und Schutz gesucht habe.

Lassen wir es hier undiskutiert, dass das militärische Sperrgebiet bei 300m liegt und dies den Gazanern auch kommuniziert wurde.

Lassen wir es hier auch undiskutiert, was ein 15-jähriger Junge dort zu suchen hat.

Lassen wir es hier auch undiskutiert, wer seine Kinder so wenig liebt, dass er sie in diesen Krieg ziehen lässt.

 

Verteidigungsminister Avigdor Liberman  machte Hamas für den Tod des Jungen verantwortlich:  „Die Hamasführer sind die einzig Schuldigen am Tod des Jungen, die feigen Anführer, die sich hinter Frauen und Kindern verstecken und diese dann als menschliche Schilde vorschicken. Sie können in der Zwischenzeit in Seelenruhe weiter ihre Tunnel graben und Terrorattacken gegen Israel unternehmen.“Der Zusammenhang wird erst auf den zweiten Blick klar. Während die Weltöffentlichkeit mantramässig Israel beschuldigt, sieht keiner, was sonst noch in Gaza geschieht. Aus dem eigentlichen Hauptschauplatz wird ein Nebenschauplatz.

Der Koordinator für den Friedensprozess im Mittleren Osten, Nickolay Mladenov, kommentierte: „Es ist unerhört, Kinder zu erschiessen! Wie kann das Töten eines Kindes in Gaza heute dem Friedensprozess helfen? Es hilft nicht! ….Es löst nur Wut aus und führt zu weiterem Töten. Kinder müssen vor Gewalt geschützt und ihr nicht ausgesetzt werden. Und dürfen nicht getötet werden! Dieser tragische Vorfall muss genauestens untersucht werden.“

 

Ja, stimmt, es hilft nicht! Wie kann man Kinder erschiessen? Es ist ein Verbrechen, unschuldige Kinder zu erschiessen. Aber wenn das Kind zu Waffe gemacht wird, missbraucht wird von Fanatikern und Terroristen? Wie kann man erkennen, wie alt diese Waffe ist? Der einzige Schutz ist, Kinder aus diesem miesen Spiel herauszuhalten. Und dieser Schutz wird ihnen nicht gewährt.

Der israelische UN Botschafter Danny Danon rief die UNO dazu auf, endlich die Hamas zu verurteilen, weil sie immer noch und immer wieder Kinder als Schutzschild für ihre Terroraktivitäten missbraucht. „Hamas fördert die Gewalt gegen Israel mit allen Mitteln, wie Molotow-Cocktails und andere Schaden anrichtende Dinge, um die Grenze zu beschädigen und nach Israel zu infiltrieren. Ich fordere die UNO Repräsentanten auf, die Hamas ebenso für ihre Aufrufe zur Gewalt zu verurteilen wie für ihren gewissenlosen Missbrauch von Frauen und Kindern, die sie der Gewalt aussetzen.“ 

 

 

© esther scheiner, israel

 

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