Der verlogene Pazifismus des Jürgen Todenhöfers (JT)

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Den nachfolgenden Text veröffentliche Jürgen Hodentöter auf seiner Facebook Seite  am Sonntag 23. Juli 2017 gegen 20 Uhr. Der gleiche Text erschien auch auf seiner Homepage  in etwa zeitgleich.

Liebe Freunde, keine Regierung der Welt hat das Recht, den muslimischen Palästinensern den freien Zugang zur Al Aqsa Moschee und zum Felsendom zu nehmen. Zum „haram asch-scharif“, ihrem „Edlen Heiligtum“. Dem Symbol ihrer nationalen und religiösen Würde. Alles hat man den Palästinensern genommen: Heimat, Freiheit, Menschenrechte. Demnächst auch ihre historische Begegnungsstätte mit Gott?

Am Jerusalemer Ölberg, im Garten Gethsemane, habe ich große Teile meines Buches „Du sollst nicht töten“ geschrieben. Ein Aufruf, der sich an alle richtete. Durch die schattenspendenden Zweige der jahrtausendealten Olivenbäume ging mein Blick hoch zum blauen Himmel über dem Felsendom und der Al Aqsa Moschee – Wahrzeichen des Islam, vergleichbar nur mit Mekka und Medina. Auf jenem heiligen Hügel, den der Westen und Israel „Tempelberg“ nennen. Jetzt ziehen dort dunkle Wolken auf. Weil Israel nicht aufhört, immer systematischer, immer provokativer nach den heiligen Stätten der Muslime zu greifen.

Sieht Netanjahu das aufziehende Gewitter nicht? Sieht er nicht, dass er gerade ein gedemütigtes Volk noch tiefer in den Staub der Hoffnungslosigkeit tritt? Dass die eskalierende Gewalt eine Folge der völligen Entrechtung und Erniedrigung der Palästinenser ist? Frieden wird es in Israel und in den besetzten Gebieten nur geben, wenn Netanjahu die völkerrechtswidrige Besatzungspolitik Israels beendet. Wenn er das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat respektiert. Und ihr Recht auf freien Zugang zum „haram asch-scharif“.

Völker der Welt schaut auf diese Stadt! Helft mit, die Rechte der Palästinenser zu verteidigen. Euer JT

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Das anschliessende Bild mit der Überschrift „An unsere Politiker: Lasst die Palästinenser nicht schon wieder allein”, zeigt Bilder von Tausenden Muslims, die ausserhalb des Tempelberges beten. Sie haben die Kontrolle durch die Sicherheitsschleusen verweigert. Am Flughafen, an den Bahnhöfen, in grossen Einkaufszentren, aber auch in Mekka und Medina nehmen sie diese ohne Diskussion in Kauf. Nur in Israel nicht.

Das zweite Bild zeigt den leeren Tempelberg. Niemandem wurde nach einer knapp zweitägigen Sperre den Zugang verwehrt, aber der Grossmufti, die Büttel des Waqf und andere Aufwiegler haben zum Boykott aufgerufen. Und natürlich sind die Muslims dem kritiklos gefolgt. Das dritte Bild zeigt Demonstranten, die von der Polizei verstreut werden. Schaut man das Bild an, so weiss man sofort, dass Fotoshop geholfen hat, es dramatischer aussehen zu lassen. Ist doch irgendwie legitim, nicht wahr?

Die Kontrollen wurden installiert, nachdem am 14. Juli drei muslimische Terroristen zwei drusische Grenzpolizisten heimtückisch überfielen und ermordeten. Ihre Waffen hatten sie zuvor, wie ein Überwachungsvideo der Polizei belegt, durch einen Komplizen in der al-Aksa Mosche deponieren lassen. Sie kamen, um zu töten, um Juden zu töten.

So wie am vergangenen Freitag, eine Woche nach dem Terrorakt in Jerusalem der knapp 20 jährige Omar al-Abed in ein Haus in Halamish eindrang und drei Menschen tötete. Eine Frau überlebte und ist auf dem Weg der Besserung. Ihre Tochter konnte sich mit ihren Kindern in Sicherheit bringen. Auch er kam, um Juden zu töten. Im Facebook schrieb er kurz zuvor: „Ich habe viele Träume und Hoffnungen. Ich hoffe, dass mit Allahs Hilfe meine Träume wahr werden, ich habe das Leben geliebt, habe es geliebt, Menschen zum lächeln zu bringen. Aber was für ein Leben ist das? Sie (die Juden) töten unsere Frauen und jungen Menschen. Sie besudeln die Al-Aqsa, während wir schlafen.“  (Vorsicht, verstörende Bilder!)

Oder so wie heute, als ein 21 Jähriger, der illegal in Israel lebt, einen Mann mit Messerstichen mittelschwer verletzte. Er gab bei einer ersten Befragung durch die Polizei an: „Ich habe es für die Al-Aqsa getan.” Auch er kam, um Juden zu töten.

Wie schreibt JT in seinem Post? Weil Israel nicht aufhört, immer systematischer, immer provokativer nach den heiligen Stätten der Muslime zu greifen. Er vergisst, so wie es die Muslims vergessen, dass Israel im Jahr 1967 nach der Rückeroberung von Jerusalem die Oberaufsicht über den Tempelberg freiwillig und als Zeichen des guten Willens an Jordanien und den Waqf gegeben hat. Verträge sind einzuhalten. Das weiss PM Netanyahu, das weiss die gesamte Regierung und das wissen, wenn auch manchmal zähneknirschend, auch alle Israelis. Wir werden uns also hüten, den Status quo zu ändern.

Sollten die Zahlen stimmen, so verzeichnete der Beitrag von JT in den ersten drei Stunden 9.854 Likes, wurde 3.596 mal geteilt und bekam 514 Kommentare. Und die Kommentare sind eine Mischung aus nacktem Antisemitismus, strikt rechter Propaganda, linker Konkordanz und ganz, ganz selten, auch Verteidigung von Israel.

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JT inszenierte sich in den letzten Jahren immer wieder als perfekter Feind Israels. Immer wieder besuchte er, mal allein, mal mit seinem Sohn, mal mit seiner Tochter und meist mit seiner Assistentin Gaza. Als ihn angeblich weder Ägypten, noch Israel dorthin einreisen lassen, wählt er von Ägypten aus einen Tunnel, um nach Gaza zu gelangen. Selbstverständlich mediengerecht gefilmt und gepostet.

Eines der bekanntesten Bilder aus der Zeit kurz nach der letzten Gaza Operation zeigt ihn inmitten von zerbombten Häusern. Das Gesicht ist sicher in trauernde Falten gelegt, man kann es aber nicht erkennen. Vielleicht grinst er auch. Über den gelungenen Coup. Einer perfekten Bildregie folgend hat jemand Kinderspielzeug fein säuberlich ausgelegt. Blitzblank, wie frisch gereinigt und völlig unversehrt.

Beim nachfolgenden Video bitte ab 3:57 genau auf den Text achten.

Das ist die todenhöfer’sche Art, seine Wahrheit als die Wahrheit zu präsentieren.

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Am 12. März 2016 schreibt er im Facebook: „Die Gazaner leben im weltgrößten Konzentrationslager. Wer sie besucht, muss fest auf die Zähne beißen. Um nicht los zu weinen. Über soviel Not, Leid und Aussichtslosigkeit. Verdammte, verlogene Welt! Die von Menschenrechten redet, aber die Menschen von Gaza wie Tiere behandelt. Deren Politiker zu feige sind, die Käfighaltung eines ganzen Volkes ein Verbrechen zu nennen.“

Ursprünglich war seine politische Heimat der Rechtsaussen Flügel der CSU, als Hardliner mit einer erzkonservativen Einstellung sass er von 1972 – 1990 im Bundestag. Von 1987 – 2008 war er Vorstandsmitglied des rechts-konservativen Burda Verlages. Seit Anfang dieses Jahres ist er Herausgeber der linken Wochenzeitung „Der Freitag“ (Verleger Jakob Augstein). Dieser politische Spagat drückt sich in der Unverbindlichkeit aus, in der tiefen Sehnsucht, alle Anhänger bedienen zu wollen, die rechten wie die linken.

2014 reist er nach Afghanistan, lebt 10 Tage in Mosul und kehrt, eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, unbeschadet nach Deutschland zurück. Von der IS-Führung hat er eine Sicherheitsgarantie erhalten, ungewöhnlich für diese Mördertruppe. In Mosul interviewt er einen der IS-Extremisten Abu Qatadah. Der ist Deutscher und wurde als Christian Emde in Solingen geboren. Dort lebte er, geriet in das Umfeld des extremistischen Hasspredigers Pierre Vogel und verliess Deutschland in Richtung Syrien im Jahr 2012. Das Interview gerät zur Farce, JT überlässt dem IS-Propagandisten bereitwillig die Bühne. Man erfährt nicht viel Neues. Trotzdem beschreibt JT ihn im Video: „Das ist ein hochintelligenter Dogmatiker, Ideologe, sehr belesen, total brutal, völlig unbelehrbar, und 100 % davon überzeugt, dass er das Richtige tut.“ Wie der das in dem kurzen Interview erkannt haben will, keine Ahnung. Das ist eben wieder die Wahrheit des JT. „Für mich hat das, was Abu Qatadah vertritt, nichts mit dem barmherzigen Islam zu tun, den 99,9 Prozent unserer muslimischen Mitbürger vertreten.“ Steht auf seiner Facebook Seite.

JT ist ein Gehetzter zwischen den Kriegsschauplätzen des Nahen und Mittleren Ostens. Mal spendet er hier den Erlös aus dem Verkauf eines seiner Bücher, mal dort. Immer sind Kameras dabei.

Der Blick, den er auf das Geschehen wirft, wird immer verschwommener. Während die Hamas immer wieder Tiere mit Sprengkörpern belädt und sie als Kriegswaffe einsetzt, spinnt JT daraus die Mähr, Israel kämpfe disproportional gegen arme wehrlose Menschen.

Grosszügig gesteht er Israel das Recht auf Selbstverteidigung zu „gegen die sinnlose Ballerei der Hamas und anderer Widerstandgruppen“ und er bedient damit das alte Stereotyp, dass die Waffen der Hamas nicht mehr wert sind, als Silvesterknaller. Immerhin haben diese „Knaller“ mittlerweile Reichweiten von mehr als 100 Km! Und dass die Hamas keine Widerstandsgruppe ist, hat sich mittlerweile doch schon ziemlich weit rumgesprochen. Hamas ist eine Terrororganisation, deren Ziel es ist, Israel zu zerstören.

Wie zynisch ist es, wenn JT rät, wir sollen uns doch bitte auf unseren Iron Dome und die 15 Sekunden entfernten Schutzräume verlassen. Es sei nicht notwendig, andere Massnahmen zu ergreifen.

Solltet ihr jemals überlegt haben, wozu die Tunnel in Gaza dienen, hier kommt sie die Wahrheit des JT!

„Die Menschen von Gaza haben begonnen, wie Maulwürfe Tunnel in Nachbarländer zu graben, um manchmal für ein paar Tage oder Stunden Freiheit zu schnuppern”, schreibt er. „Um nicht immer wie Untermenschen zu leben, gingen sie unter die Erde.“

 JT sollte nicht nur ein Verbot bekommen, von Ägypten oder Israel aus nach Gaza einreisen zu dürfen. Er sollte ein lebenslanges Einreise- und Aufenthaltsverbot bekommen. Menschen wir ihn brauchen wir hier ganz sicher nicht.

Hier noch ein sehr lesenswerter Artikel von heute:

Muslim self-racism: The ‘low expectations syndrome’
Op-ed: Why do Muslims insist on being inferior? Why are they refusing to see themselves as equals? They’re allowed to call for the destruction of others, publish anti-Semitic cartoons and attach electronic bracelets to every Mecca pilgrim, but when others do so, it’s ‘an offense to Muslim honor.’

©esther scheiner, israel

 

 

 

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Eine Antwort zu “Der verlogene Pazifismus des Jürgen Todenhöfers (JT)

  1. Dr. Wolfgang Stegemann

    Danke Frau Scheiner für den Artikel
    Dr. Wolfgang Stegemann

    Gefällt mir

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