Wir müssen uns erinnern!

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In wenigen Tagen jährt sich der Tag, an dem das grösste Vernichtungslager der Nationalsozialisten, das KZ Auschwitz von der Roten Armee befreit wurde. In den Jahren 1940 bis 1945 wurden im Vernichtungslager Birkenau (Auschwitz II) zwischen 1 Million und 1.5 Millionen Menschen ermordet.

Der Name Auschwitz wurde mehr und mehr zum Synonym für den Holocaust. Seit 1996 wird der 27. Januar in Deutschland, seit 2005 auch international als “Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ begangen.

Zeitzeugen, Menschen, die das Grauen überlebten finden wir heute kaum noch. Fast alle sind verstorben.

Mein Freund Max Mannheimer erinnerte sich.

Auschwitz! Die neun Buchstaben klangen für den Teenager Max einst nach Urlaub, Sonne und großer Liebe. Im Jahr 1936 reiste er in den Sommerferien zu Freunden der Eltern in die polnische Kleinstadt. Gemeinsam mit Gleichaltrigen vergnügte sich der damals 16-Jährige eine Woche lang beim Baden, in der Eisdiele, im Jugendklub. Dort, in Auschwitz verliebte er sich unsterblich in die Schneidertochter Sala Bachner.

„Rote Bäckchen, schwarze Haare, ein wunderschönes Mädchen. An Mitternacht lief ich für sie über den jüdischen Friedhof, zum Lohn für die Mutprobe bekam ich zwei Küsschen: einen auf die linke, einen auf die rechte Wange.“ Bei dem Gedanken an die schöne Sala lächelt der Mann mit dem schlohweißen Haar. Versonnen blickt er in den Innenhof seines kleinen Bungalows, der in einem Vorort von München steht – mitten im Land der Täter. Dort, wohin Max Mannheimer niemals wieder zurückkehren wollte. http://www.spiegel.de/einestages/auschwitz-holocaust-ueberlebender-max-mannheimer-erinnert-sich-a-1015193.html

Auschwitz steht aber auch für die dunkelste Seite seines Lebens. Bereits bei der Ankunft wurde er von seiner Ehefrau, seinen Eltern, und seiner Schwester getrennt, die noch in der ersten Nacht ermordet wurden. Einer seiner Brüder wurde kurz darauf ermordet, sein Bruder Edgar und er überlebten den Holocaust.

Max war unermüdlich unterwegs, um in Schulen und Bildungseinrichtungen für Erwachsene seine Geschichte zu erzählen. Mit ihm verstarb am 23. September 2016 einer der letzten Zeitzeugen.

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Luftaufnahme Birkenau

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Kinder nach der Befreiung

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Rampe und Eingang 1945 und heute

 

 

 

 

 

 

©esther scheiner, israel

Nur gelegentlich, an solchen Jahrestagen, halten wir inne, und der eine oder andere fragt sich, wie Erinnerung inskünftig vermittelt werden kann. (cit)

Aus rechtlichen Gründen kann der gesamte Artikel, geschrieben von Tamas Morvay  am 21. Januar 2017 unter dem Titel:

Wider das Vergessen – Gedenken an die Opfer des Holocaust bei der European News Agency

hier leider nicht veröffentlicht werden. Den vollständigen Text gibt es in der Online Ausgabe unter dem nachfolgenden Link:

http://israel.en-a.ch/politik/wider_das_vergessen_gedenken_an_die_opfer_des_holocaust-66777/

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