„Liyla und die Schatten des Krieges“

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Krieg ist schlimm. Für jeden. Krieg traumatisiert. Raketen- und Bombenhagel ist furchtbar. Er kann jeden treffen, vom Baby bis zum Greis. Er trifft vor allem Unschuldige. Opfer, die sich nicht wehren können, denen oft nur 15 Sekunden bleiben, um sich in einen schützenden Raum zu retten.

Wer versucht, daraus ein Spiel zu machen, hat nicht nur die Grenzen des guten Geschmacks überschritten, sondern übernimmt in meinen Augen selbst die Rolle eines Kriegers.

Oder, besser gesagt, in diesem Fall, die Rolle des Terroristen. Rasheed Abueideh, Vater zweier Kinder, hat ein App entwickelt, das im App Store angeboten wurde. Ich kann es nicht Spiel nennen, denn es verfolgt keinen pädagogischen Zweck, sondern ist pure palästinensische Propaganda. Er sieht das Kind stellvertretend für alle als Opfer eines Krieges, den Hamas begonnen hat. Die App zeigt nur, wie bei perfider Propaganda üblich, nur die eine Seite des Geschehens, in diesem Fall nur die israelische Reaktion auf den zuvor erfolgten Beschuss aus Gaza nach Israel.

 

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Screenshot „Lyila und die Schatten des Krieges“

In der dramatisch grau-grauen Landschaft von Gaza bedrohen die Rakete und Bomben aus Israel kommend ein kleines Mädchen, das verzweifelt versucht, Schutz zu finden. Das ist auch das Ziel der App, das Mädchen im sicheren Raum ankommen zu lassen. „In Gaza ist niemand sicher. Es ist nicht nur ein Spiel, sondern eine Tatsache und ein Ruf nach Hilfe.“ So die Beschreibung des Entwicklers.

Apple reagiert mit leichter Verspätung und nimmt die App aus der Kategorie „Spiele“ heraus. Allerdings wird die App nicht komplett gesperrt. Man ist bereit, es in den Bereich „Nachrichten und Nachschlagwerke“ zu verschieben, sofern im Begleittext jeder Hinweis auf ein „Spiel“ entfernt wird.

Im Google Play ist man nicht so schüchtern, dort kann die App ab 18 Jahren heruntergeladen werden.

Bei Twitter findet sich auch rasch der advocatus diaboli. Naomi Clark schreibt:

 

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Wenn man sich die App „Israeli Heroes“ anschaut, dann erkennt man schnell, dass hier eine ganz andere Absicht verfolgt wird. Hier soll Kindern erklärt werden, warum der „Iron Dome“ uns hilft, zu überleben. Die Abwehrraketen haben nur eine Aufgabe: Feindliche Raketen abzufangen, bevor sie bei uns Schaden anrichten können.

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Der virtuelle Schaden ist aber schon wieder einmal angerichtet, die palästinensische PR-Maschine hat, nicht zum ersten Mal, gepunktet und Aufmerksamkeit erhalten. Israel wird wieder einmal fälschlicherweise als Aggressor dargestellt.

© esther scheiner, israel

 

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Eine Antwort zu “„Liyla und die Schatten des Krieges“

  1. „Liyla and the Shadows of War“ habe ich einmal „durchgespielt“. Als Spiel taugt das Ding nichts, weil es viel zu kurz ist und irgendwie keine Herausforderung, zumal man gar nicht gewinnen kann.

    Hat man den Spielteil in 5 Minuten absolviert, darf man eine gefühlte Ewigkeit lang einen Bodycount vom letzten Gaza-Krieg lesen, eine langweilige „Belohnung“ für die Mühen im „Spielteil“.

    Ich glaube, das „Spiel“ ist selbst als Propaganda grottenschlecht, da es nichts gibt, was zum zweiten, dritten, vierten Durchspielen anregt, es gibt nichts mehr zu entdecken. Wie soll es da wirken?

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