Eurovision Song Contest als Bühne für Antisemitismus?

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Können Sie sich vorstellen, was passiert, wenn man einen Piranha mit einem Goldfisch zusammen in ein Aquarium setzt? Richtig, der Goldfisch ist zumindest stark gefährdet! Wahrscheinlich wird er das Treffen gar nicht überleben.

Wenn am 12. Mai das zweite Halbfinale des Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm zwei Teilnehmer aufeinandertreffen, da es kann sein, dass einer der beiden ebenfalls gefährdet ist.

Israel wird vertreten durch Hovi Star, der mit dem, für meinen Geschmack nicht sehr ausdrucksstarken Song „We are made of Stars“ die Herzen des israelischen Publikums gewann.  Der 29 Jahre alte Sänger beeindruckt besonders durch sein auffallendes Styling.

Für Rumänien geht Ovidiu Anton, 33, mit seinem Gothic-Rockwalzer „Moment Of Silence“ an den Start.  Hier in der offiziellen ESC Version scheint das Lied recht harmlos und ohne besondere Tiefe zu sein. Auf der Facebook-Seite des Sängers ist es überladen mit einer ungeheuer geballten Aggression. Blutrünstig, martialisch. Und schockierend.

 

 

Unmittelbar im Anschluss an das Video war dieses Bild zu sehen: Ein Stiefel, der fliehenden Kakerlaken zertritt. Auf dem Rücken der Kakerlaken ist die Fahne Israels zu erkennen.  Die Botschaft ist klar: „Keep our world clean, fight Zionism“.

 

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Geschenkt, gepostet hat das ein anderer. Aber er hat es geduldet und nicht gelöscht. Und damit hat er die Verantwortung übernommen. Wie das so ist bei Facebook und überall, wo man im Netz seine Spuren hinterlässt.

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Und damit ist er untragbar geworden für den ESC. Das Gesamtbild, dass er von sich und seiner Gesinnung geschaffen hat, disqualifiziert ihn von dieser und allen zukünftigen Teilnahmen.

Screenshot 2016-03-30 19.20.15Es ist dem israelischen Sänger nicht zuzumuten, die Bühne mit ihm zu teilen. Es ist ihm nicht zuzumuten, seine Gefühle so gut im Griff zu haben, dass er ihm nicht vor die Füsse spuckt. Und sollte der Rumäne tatsächlich ins Finale kommen, so ist es auch Amir, dem bereits für das Finale qualifizierten französischen Teilnehmer nicht zuzumuten, auf der gleichen Bühne aufzutreten, wie einer, für den Juden offensichtlich Kakerlaken sind, die er zertreten möchte.

Die Bilder sind Screenshots von der Seite des Sängers Ovidio Anton und wurden gestern (30. März 2016) von mir gespeichert. Nach offensichtlich zahlreichen Beschwerden (Hatespeech) wurden die Beiträge bereits gegen 16:00 von Facebook gelöscht.  Die Seite an sich ist weiterhin offen.

Ob sich die Veranstalter vom ESC zu einer ähnlich schnellen Reaktion durchringen kann?

© esther scheiner

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