Ist Aufhetzung zum Mord, im Alltag strafbar, auf Facebook erwünscht?

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Ich liebe Facebook. Wo sonst hätte ich die Möglichkeit, mich mit alten Freunden und Bekannten unabhängig von der Tageszeit und dann noch zum Nulltarif auszutauschen? Wo sonst könnte ich meine Neugierde befriedigen, wer wann was wo und vor allem mit wem gemacht hat? Mich belustigen an manchen, zumeist ungewollt komischen, manchmal auch tragikomischen Beiträgen? Und, der Gipfel der Duldsamkeit, auch noch die zumeist idiotische Werbung ertragen, die sich zwischen die einzelnen Beiträge schmuggelt!

Facebook ist kostenlos und bleibt es auch! So in etwa heisst es auf der Begrüssungsseite. Dass es sich als Eigentümer von 60,1% dieses Netzwerk Molochs sehr gut leben lässt, kann jeder aus diesen Zahlen ableiten.

Heute kommt Zuckerberg nach Europa, um sich zunächst in Barcelona und später dann auch in Berlin den Fragen seiner Nutzer zu stellen. Ob wohl eine einzige Frage zum Thema: „Facebook und Aufhetzung zum palästinensischen Terror“ gestellt wird?

Shurat HaDin hat es sich zur Aufgabe gemacht, nicht zum ersten Mal, Facebook zu entlarven und die Aufhetzung zu stoppen, die sich seit Oktober des vergangenen Jahres, als  die neue Terrorwelle über Israel hereinbrach, wie eine Flutwelle über die terrorfreundlichen Konten ergoss und von dort aus ihren Weg durch das Netz fand.

Zuckerberg ist einen Schritt  zu weit gegangen. Kurz nach den grauenhaften Anschlägen in Paris, bei denen 130 Menschen ermordet und 352 teils schwer verletzt wurden, und von denen wir bereits kurz nach den Terrorschlägen wussten, dass sie von Islamisten ausgeführt worden waren schreibt er auf seiner eigenen, privaten Seite:

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Kein Wort des Bedauerns für die Opfer, keine klare Abgrenzung von den Tätern, keine Verdammen der Tat, nein, nur Verständnis, Unterstützung und  naive Hoffnungen. Entweder Zuckerberg ist einfach dumm und blind, was ich nicht glaube, oder er ist nicht (mehr) in der Lage, ihn umgebende Realitäten korrekt einzustufen.

Wir Israelis haben die Nase voll. Wir schaffen es offensichtlich nicht, die UN davon abzuhalten, den Terror weiter zu unterstützen. Wir können auch Katar nicht davon abhalten, die Hamas weiterhin zu nähren, ebensowenig, wie es uns gelingt, Europa und andere Ländern dazu zu bringen, den Geldhahn zu schliessen, der den Terror erst ermöglicht. Und so wehren wir uns hier, auf der Ebene der Sozialen Medien.

Nachfolgend der Projektbericht von Shurat HaDin.

 

Zuckerberg bring uns nicht um!

 Der Aufhetzung gegen Juden in Facebook muss ein Ende gesetzt werden –  ein crowd funding Projekt von Shurat HaDin soll nun entsprechende grossflächige Plakate in der Nachbarschaft von Mark Zuckerberg, CEO von Facebook, in Kalifornien ermöglichen.

Was ist die effektivste Methode, um Juden umzubringen?  Die Antwort auf diese schockierende Frage kann man auf vielen arabischen Facebook Seiten finden: „Sprüht das Messer mit Insektenvernichter ein, bevor ihr zustecht!“ und andere anatomische Anweisungen für erfolgreicheres Stechen werden tagtäglich gepostet.  

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Auf zahllosen anderen Seiten findet man sehr einfach Aufhetzung zum Mord an Israelis und Lobpreisungen für Judenmörder, die zu Helden werden. Zum Beispiel teilte ein 19 jähriger palästinenischer Terrorist, Muhand Halabi, einen Beitrag auf seiner Facebook Seite, dass die dritte Intifada gerade begonnnen habe, und dass der derzeitige Krieg ein Kampf um die Al-Aqsa Moschee sei. Einen Tag später erstach Halabi die beiden Israelis Aharon Benita und Rabbi Nehemya Lavi s.l.. Das sind nur einige der vielen Beispiele, dass Facebook sich weigert, seine Plattform zu moderieren und solche gefährlichen und aufhetzenden Inhalte ungefiltert zulässt.

Wir von Shurat HaDin kämpfen schon lange gegen die Aufhetzung in Facebook. Gerade erst haben wir Facebook im Namen von 20.000 Israelis verklagt, weil es Aufhetzung zur Gewalt auf seiner Plattform zulässt. Heute hat sich Facebook zum zentralen Online Treffpunkt zur Aufhetzung gegen Juden entwickelt. Zehntausende von Anfragen, palästinensische Posts, die zu Mord und Terror gegen Juden aufrufen zu entfernen, wurden von Facebook mit dem nachfolgenden Text beantwortet: „Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, etwas zu melden,  von dem Sie denken, dass es nicht den Standards unserer Gemeinschaft entspricht…. wir haben die Seite, die Sie als eine genannt haben, die einen nennenswerten Beitrag zu Gewalt enthält, überprüft und haben dies nicht als solches empfunden.“

Wir können das Vorgehen einfach nicht länger erlauben. Jüdisches und Isarelisches Blut darf nicht länger als Ergebnis der terroristischen Aufhetzung  auf der Social Media Plattform Facebook vergossen werden. Wir möchten sicher stellen, dass die Oeffentlichkeit darauf aufmerksam wird, dass Facebook Aufrufe zur Gewalt fördert. Wir brauchen Ihre Hilfe, um Plakatwände in der Nähe von Mark Zuckerbergs Nachbaschaft aufzustellen – die es ihm unmöglich machen, die Aufhetzung zu ignorieren, die auf seiner Plattform möglich ist. Diese Kampagne wird Zuckerberg und die Oeffentlichkeit auch darauf hinweisen, dass Jüdisches Blut nicht billig ist, und dass kriminelle Aufhetzung zum Mord auf Facebook nicht weiter erlaubt sein wird.

Die Kosten für eine Plakatwand betragen US$ 30.000. Gemeinsam werden wir die Aufhetzung in Facebook stoppen. Im Falle einer Weigerung der Werbeagenturen, unsere Botschaft zu veröffentlichen, werden wir sie alternativ in kalifornischen Zeitungen publizieren.

 

©esther scheiner, israel

 

 

 

 

 

 

 

 

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