Ein Nachtrag zu den Taliban Frauen…….die deutlich hübschere Variante

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Leider sind am Montag in Israel die Feiertage für diesen Herbst vorbei. Bracha  Benhaim aus dem Jerusalemer Ortsteil Bayit veGan (Haus und Garten) muss sich vielleicht jetzt ein paar Monate gedulden,  bis sie die ganz grossen Verkaufserfolge haben wird. Nachdem sie vor wenigen Monaten, knapp vor ihrem 18. Geburtstag, ein ultra orthodoxes Seminar abgeschlossen hat, ist sie Heute bereits auf dem besten Weg, sich einen Namen im Bereich Modedesign zu machen.

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Schon als Schülerin hat sie mit dem Entwerfen und Schneidern von Kleidern begonnen. Sie hält sich dabei, so erzählt sie, strikt an die Vorgaben der Jüdischen Gesetze. Aber, und das ist ihr mindestens ebenso wichtig, entsprechen alle Entwürfe ihrem Geschmack und ihren Vorstellungen. Und damit weitgehend dem Geschmack der Jugend.

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Der erste Durchbruch kam, als ihre Schwester einen „Haus Verkauf“ organisierte. Der Erfolg war durchschlagend, die junge und frische Mode, mit leichten, teils farbenfrohen Stoffen und luftigen Schnitten entsprach ganz und gar dem Geschmack von jungen und nicht mehr so jungen orthodoxen Frauen, die sich nicht mehr mit den (Un)Farben Blau, Grau und Schwarz mit weissen und pastellfarbenen Einsprenkelungen und den immer gleichen Schnitten zufriedengeben wollten.

Die Nachfrage stieg, aus dem Hobby wurde ein Beruf. Heute arbeitet Bracha mit erfahrenen Näherinnen zusammen. Zeit, sich selber an die Nähmaschine zu setzen, hat sie schon lange nicht mehr. Sie zeichnet die Entwürfe, sucht die Stoffe aus, und sorgt, gemeinsam mit ihrer Schwester, für den Verkauf.

Längst kommen ihre Kundinnen nicht mehr ausschliesslich aus dem orthodoxen Milieu. Ihre Mode kommt bei den jungen Damen an, die mit dem modischen Angebot in Israel bisher nicht zufrieden waren. Wenn möglich passt sie die Schnitte an die zukünftige Trägerin des Kleides an. Massenware lehnt sie ab.

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Ihr religiöses Umfeld hat, nach anfänglichem Misstrauen, akzeptiert, dass Bracha in der Modebranche tätig ist, die Familie unterstützt sie, wo immer es möglich ist. Geholfen hat ihr dabei, dass sie bei allen Modellen den Bogen von modernen, tragbaren und interessanten Designs zu den traditionellen Gepflogenheiten schlägt.

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Von den marktführenden Designern gefallen ihr Valentino, Dolce&Gabbana und Chanel. Deren Modelle empfindet sie als klassisch und in ihrer Unaufdringlichkeit auch durchaus mit der bescheidenen Mode im Sinne der Halacha vereinbar. Aber es sind nicht diese Klassiker, die sie unmittelbar inspirieren. Bracha verrät ihr Geheimnis und erzählt, dass es der Stoff selbst ist, seine Textur, seine Farben und Muster, seine Dichte, der in ihr ein Bild entstehen lässt, was daraus entstehen könnte. So entwirft sie die individuellen Modelle ihrer Kollektion.

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Ihr Traum? Eines Tages eine Boutique in Paris zu besitzen, an der Champs-Élysées…

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Israel

Eine Antwort zu “Ein Nachtrag zu den Taliban Frauen…….die deutlich hübschere Variante

  1. Sandra

    Nicht nur ist Brache viel Erfolg zu wünschen. Vielmehr ist den vielen Frauen in den furchbar hässlichen Kleidern, die man mit der ultra-orthodoxen/orthodoxen Welt in Verbindung bringt, zu wünschen, dass diese Kleider den Weg zu ihnen finden! Es gibt keinen Grund auf Farbe und Schönheit zu verzichten – eine gute Waffe, dem Grau des Lebens die Stirn zu bieten.

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