Die Spende an die anti-israelische NGO Caritas war ein Missgriff der österreichischen Juden

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Die Jüdische Gemeinde Österreichs hat sich selber mit einer Spende in Höhe von € 14.000 an die Caritas zum Gegenstand von kritischen Äußerungen gemacht. Caritas ist eine katholische Hilfsorganisation, der nachgesagt wird, Feindseligkeiten gegenüber Israel zu schüren. Die Spende, die den Syrischen Flüchtlingen zugedacht war, hat einen Sturm der Kritik ausgelöst.

„Simon Wiesenthal würde sich im Grab umdrehen, wenn er wüsste, was geschehen ist“, sagte der Direktor des Simon Wiesenthal Zentrums für internationale Beziehungen, Dr. Shimon Samuels am Mittwoch zur Jerusalem Post.

Wiesenthal, Überlebender einiger Konzentrationslager und Nazi Jäger, lebte in Wien.

„Was hier geschehen ist, zeigt, wie sehr einer wie Wiesenthal fehlt, man spürt, dass das Gespür für die Shoah nicht mehr da ist“, sagte Samuels.

Prof. Gerald Steinberg, Vorsitzender von NGO Monitor, die in Jerusalem sitzt, sagte am Donnerstag, dass die Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Wien das Geld entweder gespendet haben, ohne die Hintergründe der Caritas überprüft zu haben, oder dass sie diese radikale und anti-israelischen NGO in voller Absicht unterstützt haben.

„Im Gegensatz zur offiziellen Politik des Vatikans ist die Caritas sehr aktiv in der Verbreitung von palästinensischen Narrativen und in Angriffen auf Israel“, sagte er.

„Die Gazapropaganda verheimlicht die Raketen, die vieltausendfach gegen Israel geschossen wurden, die Terrortunnel der Hamas und die Vernachlässigung der Menschenrechte der israelischen Opfer, während sie behaupten, das einzige Ziel Israels sei es, die Palästinenser dazu zu bringen, unter Zwang ihre Landansprüche aufzugeben.“

Dieses Vorurteil zu stärken hat in den Aktivitäten des Caritas Büros in Jerusalem einen besonderen Stellenwert, ebenso wie bei den Kollegen in Jordanien und bei den Repräsentanten dieser NGO bei der UNO, die das Heimkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge in die Häuser ihrer Vorfahren vehement unterstützen, was gleichbedeutend mit der Auslöschung Israels ist.

Alle Caritas Berichte aus Gaza wiederholen immer und immer wieder diese palästinensischen Ansprüche und greifen Israel an. Oftmals in absurder Form, wie dankenswerterweise von NGO Monitor dokumentiert wird.

Vielleicht wird die Jüdische Gemeinde von Wien ihre vielleicht gut gemeinte, aber mehr als negativ behaftete Entscheidung zurücknehmen, wenn ihr diese Hintergründe bekannt werden.

NGO Monitor veröffentlichte bereits 2014 in einem neunseitigen Bericht unter dem Titel „Katholische Hilfsorganisationen und gegen Israel gerichtete politische Kampagnen: Caritas International“, in dem auch der Vorstand von Caritas Österreich zitiert wird.

Oskar Deutsch, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien, sagte am Donnerstag, dass die Gemeine in Wien sich sehr bewusst ist, dass „eine Unterstützung der Migration von Syrien nach Europa politische und sicherheitstechnische Herausforderungen für alle jüdischen Gemeinden darstellen. Gleichzeitig sieht es die IKG aber als Pflicht an, humanitäre Hilfe für jene Menschen zu geben, die vor dem Terror der IS oder dem syrischen Regime fliehen.“

Deutsch betonte, dass „Caritas Österreich nicht politisch agiert und dass im Zusammenhang mit dieser Organisation keine anti-semitischen oder anti-israelischen Aussagen bekannt seien. Die österreichische Organisation dürfe deshalb auf keinen Fall mit Caritas International oder Pax Christi in eine Schublade gelegt werden.“

Auf die Frage, warum die jüdische Gemeinde nicht an IsraAid gespendet hätte, antwortete Deutsch, die Gemeinde hätte beschlossen, eine österreichische NGO zu unterstützen.

Er fuhr fort, dass „die IKG den Staat Israel und Organisationen in diesem Zusammenhang weiter unterstützen wird.“

Entsprechende den Informationen, die auf der Webseite der Gemeinde bereitgestellt werden, leben in Österreich ca. 15.000 Juden, die meisten von in Wien. Etwa 7.000 sind Mitglieder der IKG. In den Bundesländern leben etwa 300 Juden.

Samuels warnte, dass, „falls die österreichisch-jüdische Gemeinde, eine Gemeinde von Shoah Überlebenden sich mit einer Gruppe verbindet, die Israel dämonisiert, kann das einen Domino Effekt haben.“

Er beschwor Deutsch, Caritas unnachgiebig aufzufordern, sich klar von allen BDS-Maßnahmen gegen Israel zu distanzieren und wies dessen Aussage, dass Caritas Österreich nicht anti-israelisch sei, deutlich zurück.

Samuels hielt dazu fest, dass im Jahr 2010 Mitglieder von Caritas Österreich eine Resolution unterschrieben hätten, die für eine „Ein-Staaten-Lösung“ geworben hätten. Diese würde klar das Ende von Israel propagieren. Darüber hinaus hätte Caritas International auch seine bedingungslose Unterstützung der Gaza Flotilla von 2010 ausgesprochen.

Deutsch hat sich zu den von Samuel erhobenen Anschuldigungen nicht weiter geäußert. Die Webseite der Gemeinde „Die Jüdische“, die von vielen Mitgliedern gelesen wird, setzte sich mit der Diskussion auseinander. Die Autoren Alexandra Hahlweg und

Samuel Lester listeten die anti-israelische Aktivitäten von Caritas auf und ergänzten sie um die Kriegsverbrechen von Milivoj Ašner, der in seinem Seniorenheim von der Caritas bestens betreut wird.

Deutsch bezeichnete die Reportage in der „Jüdischen“  als polemisch und diskeditierte die genannten Fakten als „unausgewogen“.

Der Artikel ist im englischen Original hier erschienen und wurde von mir übersetzt.

© esther scheiner, israel

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