Der IDF Einsatz in Nepal in den Augen des Israelhassers Gideon Levy

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Gideon Levy betreibt mit krankhafter Besessenheit die Diffamierung seines Heimatlandes, Israel. Wo immer er einen Anlass wittert, sein journalistisches Gift zu verspucken, er tut es. Seine Bühne in Israel ist die, laut Selbstdefinition liberale Tageszeitung „Haaretz“, in der Schweiz ist er immer wieder gerne eingeladener Gastschreiber im Tachles.

Es ist mir unverständlich, wie sich ein im In- und Ausland etablierter Journalist absichtlich so in Lügen hineinsteigern kann und Parallelen zieht, wo keine Parallelen gezogen werden können und dürfen. Das Erdbeben in Nepal mit seinen mittlerweile mehr als 5.000 Toten, ist eine der grausamsten Naturkatastrophen der letzten Jahre. Die Opferzahlen können noch bis auf 10.000 ansteigen, mit jedem Tag sinkt die Hoffnung, noch Lebende unter der Trümmern und Geröllbergen zu finden. Israel war eines der ersten Länder, die Rettungsteams geschickt haben, es stellt mit mehr als 250 gut ausgebildeten Helfern auch eines der grössten Teams vor Ort. So, wie die IDF in Koordination mit dem Aussenministerium es immer wieder macht: schnell und effizient Hilfe dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird. Levy zieht eine Parallele zu Gaza. Vergleicht die Operation „Fels in der Brandung“ vom vergangenen Sommer mit einem Erdbeben. Wie menschenverachtend und israelfeindlich darf man als seriöser Journalist schreiben? Wenn dies seine ganz persönliche Meinung ist, dann wirft es einen dunklen Schatten auf seine Persönlichkeit, und dann muss er es zumindest als seine, eigene, nicht zur Veröffentlichung gedachte Meinung deklarieren. Und doch, es gibt eine Parallele: in beiden Fällen wurde sehr schnell ein hypermodernes Feldspital aufgebaut. Punkt. Aber, in Gaza wurden die hilfesuchenden Menschen von der Hamas daran gehindert, den Grenzübergang, der ununterbrochen aus humanitären Gründen geöffnet war, zu nutzen, um sich behandeln zu lassen. Die Toten, die auf Grund dieser nicht erfolgten medizinischen Hilfe starben, hat die Hamas zu verantworten. In Nepal werden die Menschen in das Spital gebracht. Dank der IDF haben sie eine reelle Überlebenschance. Das ist der Unterschied.

Gestern erschien im Haaretz unter dem Titel: „Morden in Gaza, retten in Nepal: Israels moralischen Scheinheiligkeit“ der von mir übersetzte Artikel von Gideon Levy.

Die Uniform ist dieselbe. Es ist die Uniform derer, die im vergangenen Sommer Hunderte von Häusern, Schulen und Krankenhäuser in Gaza in die Luft gesprengt haben. Es ist die Uniform derer, die regelmässig Steine werfende Teenager, Kinder und friedliche Demonstranten im WJL erschiessen. Es ist die Uniform derer, die jede Nacht in Häuser eindringen, die Bewohner brutal aus den Betten ziehen, oft genug nur, um sie grundlos, nur politisch motiviert festzunehmen. Es ist die Uniform derer, die die Bewegungsfreiheit der Bürger in ihrem eigenen Land verhindern. Es ist die Uniform derer, die ein gesamtes Volk seit Jahrzehnten missbrauchen. Die Teufelsarmee in Palästina wurde zu Heilsarmee in Nepal.

Die Israelischen Rettungsteams sind sicher voller guter Absichten. Die Reservisten unter ihnen haben alles stehen und liegen gelassen, um sich die Teams zu verstärken. Sie sind gute Menschen, die den Nepalesen und Israelis vor Ort helfen wollen. Es ist schon berührend, zu sehen, wie ein Frühchen von einem IDF Soldaten in Sicherheit gebracht wird.

Aber wir können es nicht vergessen, dass die IDF in der gleichen Uniform Dutzende Babys tötet; ein B’tselem Report hat in der vergangenen Woche einen Bericht veröffentlicht, der in 13 Fällen beschreibt, dass Häuser in Gaza in die Luft gesprengt wurden und dabei 31 Babys und 39 Kinder getötet wurden. Der, der das Dutzenden von Babys antat, muss über ein intolerables Mass an Chuzpa verfügen, dass er es jetzt wagt, sich so fotografieren zu lassen: mit dem aus den Trümmern geretteten Baby. So lässt es sich gut mit der eigenen Menschenfreundlichkeit prahlen.

Und nur das ist die Absicht, die hinter allem steht. Das Prahlen. Das ist Tatsache. Lasst es uns selbst und ganz besonders dem Rest der Welt zeigen, wie wunderbar wir sind. Und, dass die IDF wirklich die moralischste Armee der Welt ist.

„Hast du irgendein Iranisches Hilfsflugzeug gesehen?“ fragte ein sich gut verstellender Propagandist gestern. „Ein Vorzeigestaat.“ „Das wunderbare Israel.“ „Die Israelische Flagge inmitten der Ruinen.“ „Der Stolz.“ „ Unsere Hilfsteams der guten Engel repräsentieren die umfassenden Werte unsers Volkes und unseres Landes.“ Das waren Worte, die der Präsident fand. „Das sind die waren Gesichter von Israel – ein Land, das immer bereit ist, zu helfen, egal an welchem Ort auf dieser Welt.“, waren die Worte des PM.

Gute Engel? Die wahren Gesichter des Landes? Vielleicht. Aber das Engelsgesicht hat auch eine dunkle, satanische Seite, eine die Babys tötet und sie nicht nur rettet. Wenn das so ist, kann man nicht über umfassende Werte sprechen. Man kann dann überhaupt nicht über irgendwelche Werte sprechen. Es ist einfach nicht richtig, das zu tun. Ertragen zu müssen, dass Avigdor Liebermann, der Rabauke, der bei jeder passenden Gelegenheit Bombardements, Granatenbeschuss und Zerstörungen hochjubelt, von Menschenliebe spricht.

Es gibt Länder, die nicht so zahlreiche und grosszügige Hilfe wie Israel leisten, aber es gibt kein einziges Land, das so scheinheilig ist – Morden in Gaza, Retten in Nepal und sich selbst als Mutter Theresa präsentieren. Es gibt kein anderes Land, das jede sich bietenden Gelegenheit ausnutzt, sich selbst bis zum Abwinken mit klebriger Selbstbeweihräucherung zu überschütten.

Babys in den „Kinderlagern“(*) im Zentralen Busbahnhof in Tel Aviv sterben nicht auf Grund von höherer Gewalt, sie sterben auf Grund der grausamen Immigrationspolitik. Die IDF rettet diese Babys nicht. Während der Operation „Fels in der Brandung“ gab es ein Erdbeben in Gaza, das Geröll ist bis heute noch nicht weggeräumt, die meisten Menschen, die damals ihre Häuser verloren, sind bis heute obdachlos. Jeder, der vor Kurzem Gaza besucht hat, war bis ins Innerste erschüttert. Das Erdbeben war von Menschenhand gemacht, es war die Arbeit der IDF, derselben IDF, die in Nepal ist.

Israel muss nicht den ganzen Weg nach Katmandu gehen, um Leben zu retten; es wäre schon genug, die Blockade gegen das, nur eine Stunde entfernte Gaza aufzuheben, und den Wiederaufbau zuzulassen. Es wäre schon genug, den zwei Millionen Menschen, die dort leben, ein wenig Freiheit zu geben. Es wäre schon genug, wenn die IDF sich in der nächsten Operation – und die ist unausweichlich – anders verhalten würde. Dass dieselbe IDF, die jetzt Leben rettet, dann keine weiteren Kriegsverbrechen mehr begeht. Dass sie das Internationale Recht befolgen wird und vielleicht, mehr als das, auch die „umfassenden Werte“, von denen es jetzt träumt. Dass dieselbe IDF, die jetzt Babys hätschelt, keine Häuser mehr bombardieren wird, in denen Babys leben.

Aber all das ist natürlich viel schwerer, als eine 747 nach Katmandu zu schicken, dort das grösstmögliche, bestausgerüstete Feldspital vor den Augen der sie begleitenden Reporter aufzubauen und dem wunderbaren, genialen und moralischen Israel zu applaudieren.

 

(*) Der Busbahnhof in Tel Aviv gehört zu den sozial problematischsten Orten der Stadt. Hier leben zahlreiche Asylanten und Flüchtlinge. Den tristen Zustand, den Levy mit seiner Wortwahl „Kinderlager“ impliziert, gibt es seit 2012 nicht mehr. http://www.haaretz.com/news/features/making-tel-aviv-s-central-bus-station-child-friendly-1.429342

Kindertagesstätte in Tel Aviv

Kindertagesstätte in Tel Aviv

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Eine Antwort zu “Der IDF Einsatz in Nepal in den Augen des Israelhassers Gideon Levy

  1. Vor wenigen Tagen habe ich Haaretz abbestellt. Doch nicht deswegen schreibe ich hier, sondern um zu bemerken, dass der Redaktor (?), der mir danach anrief auf meine Bemerkung, das Gideon Levy den Mist den er schreibt vielleicht selbst nicht glauben könne, sagte: „das glaube er schon lange“.
    Levy ist für uns Israelis eine Tragödie, denn vor allem er wird im Ausland von Journalisten und Gutschmenschen gelesen und zitiert, die dann sagen: „Ja, dieser Jude sagt das doch auch“. Das gilt für Leute der NZZ (nicht alle) wie auch linksextremer und rechtsextremer Seite, ist das heute doch keine Unterschied mehr.

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