Die manipulierende Macht der Worte

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Nichts ist manipulativer als ein geschickt bewusst geschriebenes oder gesprochenes Wort.
Vertraut dazu der Empfänger der Nachricht dem Sender, dann wird er auch die Botschaft glauben.
Am 04. August brachte ein Baufahrzeug einen Bus zum Umstürzen. Der Fahrer des Baufahrzeuges war  Muhammed Naif El-Ja’abis, 23 aus Ostjerusalem. Er brauchte mehrere Anläufe, bis es ihm gelang, den Bus zu kippen. Dabei überfuhr er Avraham Walz, 29, der in der Nähe liegende Ausgrabungen überwachte. Der Fahrer des Busses und fünf weitere Personen wurden verletzt. Avraham Walz überlebte den Terroranschlag nicht. Der Terrorist war amtsbekannt. Er wurde von einem anwesenden Polizeioffizier und einem Sicherheitsbeamten erschossen.
Am 22. Oktober, also vor zwei Tagen, raste ein Fahrzeug gezielt in eine Menschengruppe, die an einer Haltestelle des Lighttrains wartete. Eine Sicherheitskamera nahm die Szene auf. Abed a-Rahman a-Shaludi, 20, aus Ostjerusalem verletzte bei diesem Terrorakt 7 Menschen und tötet ein Baby. Er war amtsbekannt. Als er fliehen wollte, wurde er von einem Polizisten angeschossen und verstarb kurze Zeit darauf. Das ermordete Baby war US-amerikanische Staatsbürgerin. 
Beide Vorfälle sind Terroranschläge.
Beide Fahrer sindTerroristen.
Die Familie des Terroristen sieht das anders. Das ist verständlich. Sie gehen davon aus, dass Abed a-Rahman a-Shaludi einen tragischen Autounfall selbst verschuldet hat. 
Seine Mutter, Inas Sharif, gibt sich verwundert: „Wenn es wirklich ein Anschlag war, warum hatte er keinen Sprengstoff im Auto, oder zumindest Molotowcocktails?“
Von einer Mutter kann ich die Überzeugung, ihr Sohn sei unschuldig, gerade noch akzeptieren, aber die Frage nach dem fehlenden Sprengstoff……..
Erschüttert hat mich hingegen die, wenn auch nur intern verteilte Feststellung des US Konsulates in Jerusalem, die kleine Amerikanerin sei einem Autounfall zum Opfer gefallen.
Erst später gab es eine offizielle Stellungnahme: „Unser Standpunkt entspricht dem des US-amerikanischen Außenministers. Er verurteilt auf das Allerschärfste den Terrorakt in Jerusalem.“
Was in den Ohren der Empfänger hängen bleibt, kann nicht beurteilt werden. 
Ich hoffe nur, dass die, die die Wahrheit nicht so gerne haben, sich zumindest der Macht der Bilder, wenn schon nicht der der Worte beugen. 
P.S. Ismail Haniyeh, der Hamaschef, lobte die Terrorattacke noch am Mittwoch als natürliche Antwort auf den israelischen Terror und nannte den Terroristen einen Märtyerer. „Einen Mord für einen Mord, einen Konflikt für einen Konflikt, ein Angriff mit einem Auto für einen Angriff mit einem Auto.“
P.P.S. Am kommenden Montag werden die Waffenstillstandsverhandlungen in Kairo fortgesetzt. Haniyeh und seine Leute werden zwar nicht in einem Raum mit unsere Delegation sitzen, aber immerhin doch im gleichen Gebäude…..
 

3 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemein

3 Antworten zu “Die manipulierende Macht der Worte

  1. Anonym

    The only good terrorist is the dead terrorist.

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  2. Zur „Macht der Bilder“: Darum wissen die Palästinenser sehr genau und nutzen sie für eigene Propaganda in übelster Weise!

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  3. Was wir spätestens seit der letzten Gaza Operation gelernt haben!

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