Fels in der Brandung – Tag 48+49, 24./25.08.2014

ב“ה
Es ist einfach falsch! Es ist falsch, dass Eltern am Grab ihres Kindes stehen müssen. Das tot ist, nicht weil es unheilbar krank war, nicht weil es einem furchtbaren Unfall zum Opfer fiel. Eines Kindes, das tot ist, weil seine Mörder nicht das Leben lieben, sondern den Tod. Weil ihnen ihre Kinder nichts wert sind, und sie sie sogar als menschliche Schutzschilde vor sich stellen. Diesen Mördern ist es gleichgültig, wer von ihren Waffen getroffen wird. 
Hauptsache, es ist einer der von ihnen so gehassten Juden. Wir lieben unsere Kinder, und beschützen sie, wann und wo immer es möglich ist.
„Wir wollten dich beschützen, aber sogar die „Zewa adom“ Sirene (rote Farbe) hat diesmal versagt. Du warst immer der erste, der losgelaufen ist und hast jedes Mal deinen kleinen Bruder in den Bunker gerufen. Und dann, auf einmal war es vorbei.“ Gila, Daniels Mutter konnte das Unfassbare immer noch nicht fassen. „Daniel, wir hätten uns schon gestern von dir verabschieden sollen, aber wir haben uns entschlossen, einen Tag zu warten – um dich im hellen Tageslicht und nicht in der Dunkelheit der Nacht zu verabschieden. Ich wünschte, du könntest immer hier sein, bei uns, mit deinem fröhlichen Lächeln. Wir lieben dich so sehr, wir möchten uns nicht von dir trennen müssen.“
Präsident Reuven Rivlin sagte bei der Beisetzung:Solche Momente fürchten wir mehr als alles andere. Wir haben  Vorschulen  gesehen, die durch direkten Beschuss  stark beschädigt wurden, überall stehen verlassene Fahrräder und wir wissen, dass die Terroristen keinen Respekt vor dem Blut ihrer Kinder haben, wie sollen sie dann das der unseren schonen?“ Der Präsident, selbst ein stolzer Grossvater, der sich noch nicht einmal stören lässt, als sein Enkel zusammen mit dem offiziellen Fotografen das “präsidentiale” Foto macht, weiß wovon er spricht, wenn er fortfährt: „Er war zu jung, um alleine über die Straße zu gehen, weil das gefährlich für ihn war, aber er war alt genug, zu verstehen, was „zewa adom“ bedeutet, weil das sehr gefährlich ist; er lernte noch das Alphabet, aber kannte den Unterschied zwischen Bunker und Mörsergranate; zwischen einer abgefangenen Rakete und einem Treffer, zwischen dem Zwitschern der Vögel und dem Kreischen einer Rakete.“

Weltweit freuen sich Schüler, wenn der Unterricht ausfällt, ich glaube im Süden des Landes wären die kids mehr als glücklich, wenn sie, wie geplant, am 01. September wieder ihren regulären Unterricht aufnehmen könnten. Das Sicherheitskabinett hat heute beschlossen, dass jene Schulen im Süden, die über keinen ausreichenden Schutz verfügen, bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Na ja, das ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist, dass jeder, der es irgendwie ermöglichen kann, wieder in den Norden abgereist ist, ergo, dass keine oder nur wenige Schüler da sind, um den Unterricht zu besuchen. Derzeit werden vorfabrizierte Bunker sowohl für Schulen, als auch für die Landwirtschaft ausgeliefert.

Auch die ca. 500.000 Schüler im Gaza Streifen müssen sich auf ein verspätet beginnendes Schuljahr einstellen. Laut Maan News werden ca. 1/3 der Schulen im gesamten Gaza Streifen als Notunterkünfte für ca. 500.000 aus ihren Häusern geflüchteten Gazaener gebraucht.  Für die Schüler im WJL beginnt der Unterricht planmäßig am kommenden Samstag.
Der am Freitag schwer verletzte IDF Soldat, Netanel Maman (21) schwebt nach einer Operation, bei der das Schrapnell aus seinem Gehirn entfernt wurde, immer noch in Lebensgefahr. Laut seinen behandelnden Ärzten sind die nächsten 24 Stunden entscheidend. Sein Bruder, der nur leicht verletzt wurde, wurde aus dem Krankenhaus entlassen.
Heute Abend versammelten sich Tausende, um am 30. Tag nach seinem Tod und der wahrscheinlichen Entführung des Leichnams durch die Hamas, Oron Shaulszu gedenken. An der Gedenkfeier nahmen seine Familie und Freunde, seine Kameraden von den Golanis, die Familien der anderen, bei diesem tragischen Vorfall getöteten Soldaten, Rafi Peretz (Oberrabiner der IDF), Sarah Netanyahu und Familienangehörige von Ehud Goldwasser teil. 
Ehud Goldwasser war gemeinsam mit seinem Kameraden Eldad Regev im Südlibanon von Hitzbollah Terroristen entführt worden. Ihre Entführung löste den zweiten Libanonkrieg aus. Im Juli 2008 wurden die sterblichen Überreste der beiden Soldaten gegen Samir Kuntar ausgetauscht. Israel hatte vermutet, dass es so kommen würde, aber das Versprechen, jeden Soldaten, tot oder lebendig heimzuholen galt auch hier.
Orons Vater, Peretz Shaul bat darum, weiter im Gedenken seines Sohnes im Gebet zu gedenken, und hofft, dass der Leichnam seines Sohnes möglichst bald nach Israel überführt werden kann. 

Israel hat heute zunächst ein zwölfstöckiges und später am Tag noch ein sieben stöckiges Gebäude in Gaza zum Einsturz gebracht. Nachdem vorher die Bewohner über den bevorstehenden Beschuss informiert worden waren, kamen nur relativ wenige Menschen zu Schaden. Himmel, wie zynisch das schon wieder klingt, aber anders kann man es kaum noch formulieren. In den Häusern befanden sich zahlreiche Hamas Büros, darunter auch das des Innenministeriums. Unter den durch gezielte Angriffe der IAF getöteten Terroristen befindet sich auch der Geldwäscher der Hamas.
Gestern flogen mehr als 140 Geschosse aus Gaza nach Israel.
Amal Alamuddin, die Frau die Clooney vor den Altar, oder doch zumindest vor den Standesbeamten in Como/CH schleppen wird, zeichnet sich durch eine interessante Vita aus. Sie wurde als Drusinin Beirut geboren und lebt heute, als Rechtsanwältin, spezialisiert auf Menschenrechte und internationales Recht in London. Zwei ihrer prominentesten Klienten waren Julian Assange, und Yulia Tymoshenko.

Bereits Anfang August wurde sie eingeladen, gemeinsam mit Doudou Diene (Senegal), und William Schabas (Kanada), die UNHRC Untersuchung gegen Israel durchzuführen. Sie hat die Einladung in die Kommission abgelehnt, weil sie derzeit mit Arbeit überlastet sei. Weiterhin führte sie aus:

“I am horrified by the situation in the occupied Gaza Strip, particularly the civilian casualties that have been caused, and strongly believe that there should be an independent investigation and accountability for crimes that have been committed.” 
Statt ihrer wird nun die US amerikanische Mary McGowan Davis wieder in der Kommission sein, die bereits 2009 nach der Operation „Vergossenes Blei“, die im des Goldstone Reports endete, dabei war. Damit sind zumindest zwei der drei Untersuchenden a priori anti-israelisch. Das Ergebnis der Untersuchung dürfte damit bereits heute feststehen und man könnte bei der UNO viel Geld einsparen, wenn man gleich den Bericht veröffentlichte, ohne vorher Untersuchungen anzustellen. 
Der Beschuss geht ungebrochen weiter, ich habe mein Handy mittlerweile auf „Leise“ gestellt, nach jeder Massensalve kommt eine Pause von ca. ½ Stunde und dann geht es weiter. Die Tonbandstimme kommt schon gar nicht mehr nach. Und bei jeder einzelnen Salve werden bis zu zehn, zwanzig Raketen und Granaten losgeschossen. In der Zeit zwischen den Salven wechseln die Terroristen den Abschussort, manchmal nur um wenige Meter, manchmal auch um einige Kilometer.
Gegen 20 Uhr musste ein im Landeanflug befindliches Flugzeug der ELAL, das von Rhodos kam, unmittelbar vor der definitiven Landung auf den Flughafen durchstarten und wieder Richtung Meer davonfliegen. Nachdem  die Rakete kurz darauf vom Iron Dome abgefangen wurde, landete die Maschine sicher in Ben Gurion.
Im Laufe des Tages gelang es wieder, durch gezielte Angriffe, Terroristen zu töten. Kämpfer der „Armee des Islam“ waren im Auto unterwegs. Sie waren dabei einen Terror Anschlag gegen Israel vorzubereiten.
Bereits heute am Morgen hatte Präs. Abbas verkündet, er habe eine „unkonventionelle“ Lösung des israelisch-palästinensischen Konfliktes parat. Bevor er ihn aber John Kerry vorlegen wird, möchte er ihn mit seinen Brüdern in Ramallah diskutieren. Und, er geht nicht davon aus, dass Amerika diese Vorschläge akzeptieren wird. (Hm, Frage, warum macht er sie denn dann????)
Oops, nun kommt gerade ein Alarm in Kiriyat Shmona und Metula, das dürfte wieder ein Beschuss aus dem südlichen Libanon sein, auf den wir bisher nicht geantwortet haben, oder aus Syrien.
Die Rakete kam aus dem Libanon, ob es Verletzte oder Sachbeschädigung gab, ist noch nicht bekannt.
Vor kurzem wurde gemeldet, dass Hamas und alle ihr angegliederten Organisationen einer Feuerpause von sieben Wochen zustimmen würden. Sie soll, so die  Pläne, am kommenden Montag beginnen. Und bis dahin???
Weitere sechs Tage Terror gegen Zivilisten! Das kann und darf es nicht sein.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s