Fels in der Brandung – Tag 29 bis 30 (05. bis 06.08.2014)

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Und wieder eine Feuerpause. Diesmal haben sowohl die Hamas, als auch Israel die von Ägypten ausgehandelte 72 Stunden dauernde Ruhe akzeptiert. Bisher (Mittwoch 23:00) hält sie auch. Es gab drei Alarme, aber es waren Fehlalarme. 
Vertreter der Hamas waren bereits gestern nach Kairo gereist, um die abgebrochenen Gespräche über einen langfristigen Waffenstillstand wieder aufzunehmen. Die israelische Delegation hat sich heute auf den Weg gemacht. 
Heute in der Früh haben die letzten Soldaten Gaza verlassen. Sie werden allerdings weiter im Gebiet um Gaza, in defensiven Positionen stationiert bleiben, bis wirklich klar ist, dass eine stabile Sicherheitslage für Israel gewährleistet ist.

Für die Soldaten ein Tag der gemischten Gefühle. Auf der einen Seite sind sie natürlich froh, heil aus dem Hexenkessel Gaza herausgekommen zu sein. Auf der anderen Seite aber haben einige von ihnen doch auch das Gefühl, dass sie die Arbeit nicht vollendet haben. 
„Wir haben in den 29 Tagen sehr viel erreicht,“ gibt einer der Soldaten zu, „wir wurden mit Panzerabwehrraketen beschossen und wir waren nur wenige Meter von den Terroristen entfernt, die uns verletzen wollten. Wir sind alle motiviert, den Bewohnern im Süden den Frieden zurück zu bringen, aber da ist auch ein Gefühl, eine Gelegenheit verpasst zu haben.“ …
„Wir wurden immer gelehrt zu kämpfen und die Bedrohungen für unseren Staat zu beseitigen. Auf der einen Seite wollen wir alle heim, aber auf der anderen Seite war das hier kein eindeutiger Sieg. Aber, solange die Ruhe anhält, könnten wir damit leben.“
In den New York Times  konnte täglich die Zahl der jeweiligen Angriffe und der Opfer beider Seiten verfolgt werden. Bis zum heutigem Tag hat Israel 3834 Ziele in Gaza beschossen, 2909 Raketen flogen auf Israel. 1834 Tote sind das traurige Ergebnis der Operation in Gaza, Israel trauert um 67 Menschen.
Aus dem Weißen Haus wird an beide Seiten appelliert, die Feuerpause zu nutzen und einen andauernden Waffenstillstand auszuhandeln.
Ein Regierungssprecher begrüßte die beiderseitige Zustimmung, machte aber klar, dass Washington das Gefühl hat, die Verantwortung, die Waffen ruhen zu lassen, läge auf den Schultern der Hamas Verwaltung von Gaza, nachdem die letzte Feuerpause gebrochen wurde.
„Israel hat seine zentralen Ziele in Gaza erreicht. Die Tunnel existieren nicht mehr. Falls notwendig, wird es von außerhalb mit den Raketen fertig werden. Die Verantwortung liegt nun bei Hamas, denke ich, zu zeigen, dass sie sich an die Feuerpause halten. Denn es  besteht eine Chance auf eine tragfähigere Waffenruhe und ein Abkommen mit den auszuhandelnden Themen. 
Die Feuerpause hat auch über Nacht gehalten!
Heute wurden von der IDF diese Zahlen veröffentlicht:
Tote:
253 Hamas
147 Islamischer Jihad
65 Militante von anderen Gruppen
605 Militante, deren Zugehörigkeit unbekannt ist
Gesamt: 1070
Die Palästinensergeben die Zahlen wie folgt an:
501 in Chan Yunis
421 in Gaza City
290 Beit Lahia
264 in Rafah
241 in Deir al-Balah
Gesamt:  1717
Mehr als 150 Militante wurden von Israel befragt, ein Teil von ihnen wurde nach Israel überstellt und wird dort angeklagt werden, ein Teil wurde nach der Befragung wieder auf freien Fuß gesetzt.
Von den 3360 Raketen, die von Gaza aus auf Israel flogen, wurden
597 aus Wohnhäusern
260 aus Schulen
160 aus Moscheen oder ähnlichen Gebäuden
127 von Friedhöfen
50 von  Krankenhäusern
abgeschossen. 
Dass die Versorgungssituation in Gaza von Tag zu Tag schlimmer wurde, ist unbestritten. Dies betrifft vor allem die Zivilbevölkerung. Vielleicht im weitaus geringeren Masse auch die Familien der Hamasschergen, ganz sicher nicht die der Terror-Polit-Prominenz. Je höher der durch Korruption und Verbrechen ergaunerte Wohlstand, desto weiter sind die Villen von Gaza City und dem dort herrschenden Chaos entfernt. Desto sicherer brummen dort starke Stromaggregate (die man via Schmuggeltunnel aus Ägypten problemlos importieren konnte, bis die bösen Ägypter die Tunnel dicht gemacht haben), und auch Wasseraufbereitungsanlagen dürften keine Mangelware sein. Von Lebensmitteln gar nicht zu reden… Und wenn alle Stricke reißen, dann reist die Familie eben nach Katar!
Bleibt also der nicht der Hamas oder dem Islamischen Jihad angehörende echte Zivilist.
Wie kommt der zu (über)lebensnotwendigen Gütern?
Via Keren ShalomÜbergang wurden an jedem Tag, auch unter schlimmsten Schwierigkeiten, Waren nach Gaza geliefert. Wasserleitungen, Stromleitungen und auch das Kraftwerk wurden von Israelis repariert. Wie dumm sind wir denn eigentlich?
Bereits vor drei Wochen festgenommen wurde der Drahtzieher, der hinter der Entführung der drei jungen Israelis stand, die Meldung wurde aber erst Gestern Abend zur Veröffentlichung freigegeben. Hussam al-Kawasmeh, ein bekannter Hamas Führer aus Hebron wurde in Jerusalem festgenommen, von wo aus er mit einem gefälschten Pass und verändertem Aussehen, d.h. ohne Bart, nach Jordanien fliehen wollte. Er ist geständig, die Entführung geplant und organisiert zu haben. Finanziert wurde das Verbrechen von der Hamas aus Gaza, so seine Aussage. 
Er ist ein enger Verwandter von Marwan Kawasmeh (30) der, gemeinsam mit Amar Abu-Eisha (32), die eigentlich Entführung durchführte. Die beiden sind nach wie vor flüchtig, während ein vierter Täter, Hussam Dufash ebenfalls vor einem Monat festgenommen worden war. 

Der Hamas Chef Ismail Haniyehverkündete heute voller Stolz den Sieg der Hamas über Israel. Gleichzeitig verlieh er auch der Hoffnung Ausdruck, dass noch während der Verhandlungen in Kairo die Blockade aufgehoben würde. Für Israel hat er  nur Hohn und Spott übrig: „Was der Feind auf den physischen Schlachtfeld nicht erreicht hat, wird er auch nicht auf dem diplomatischen erreichen.“
Beide Parteien sind in Kairozu den Verhandlungen eingetroffen. Als erster Erfolg darf gewertet werden, dass beide Seiten einer Verlängerung der Feuerpause zugestimmt haben. Dass die Verhandlungen kein leichtes Unterfangen sein werden zeichnet sich jetzt schon ab. 
Israel beharrt darauf, dass, völlig zu Recht, die Hamasniks entwaffnet werden müssen, resp. sichergestellt ist, dass sie sich nicht erneut wiederbewaffnen können, bevor die Lockerung oder Aufhebung der Blockade gesprochen wird. Seitens der  Palästinenser war zu hören, dass die Entwaffnung kein Thema für sie ist.
Ägypten hat übrigens mitgeteilt, dass von seiner Seite aus die Grenzen nicht geöffnet würden, diese Verantwortung läge zu 100% bei Israel.
Mittlerweile ist ein wenig Normalität in das Leben von Gaza gekommen, die nachfolgenden Bilder, alle in maannews veröffentlicht, zeigen, dass die Märkte sich erstaunlich schnell gefüllt haben. Mich erstaunen die vielen Trauben, denn meines Wissens müssen diese importiert werden…


Mittlerweile melden sich immer mehr Journalisten zu Wort, die bestätigen, wie manipuliert die Pressemeldungen aus Gaza waren. Und trotz dieser immer erdrückender werdenden Beweislast ist es nach wie vor Israel, das verdammt wird. 
Ganz besonders eschreckend ist es, wie sich UN Generalsekretär Ban Ki-Moon vor den Hamas Karren spannen lässt. Dass er fordert, Gaza müsse wieder, und wie er sagt, zum letzten Mal wieder aufgebaut werden, ok, akzeptiert, die Spender haben die Geldtaschen schon geöffnet. Aber, dass er sagt: 
„UN shelters must be safe zones, not combat zones. Those who violate this sacred trust must be subject to accountability and justice, mere suspicion of militant activity does not justify jeopardizing the lives and safety of many thousands of innocent civilians.“  kann ich nur mit einer Gegenfrage beantworten: 
Und wer hat die UNO ermächtigt,  UN Schulen, Krankenhäuser, Lagerhallen, Lieferwagen, Minibusse etc. als Waffenarsenale zu nutzen? Aus ihnen heraus zu schießen? Sie zu verminen?  In ihnen Terroristen von A nach B zu transportieren?
Herr Ba Ki-Moon, ich habe kein Problem damit, wenn sie als völlig unwichtige Privatperson Israel hassen, wenn Sie ein Antisemit sind, oder islamophil, wenn Sie voreingenommen sind und blind auf einem Auge.
Aber als UNO Generalsekretär, als oberster Wächter über die Einhaltung der  Menschenrechte haben Sie versagt.
Sie sind eine Fehlbesetzung!
Sorry, da hatte sich ein echt sinentstellender Fehler eingeschlichen, Herr Ban Ki-Moon ist natürlich islamophil!

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