Nur ein toter Palästinenser ist ein guter Palästinenser!

Ein Gastkommentar von: David Klein

Was für eine Schlagzeile, Sie sind zurecht empört. Aber es kommt noch schlimmer: “Neger, Neger, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!”, “Wir müssen die Muslime ausrotten!” oder “Die Schwulen brauchen einen Hitler!”.
Mittlerweile ist Ihr Puls auf Hundert, aber keine Bange, Abhilfe naht. Ersetzen Sie einfach Palästinenser, Neger, Muslime und Schwule durch Juden und Sie lesen die Beschimpfungen und Parolen, die im Rahmen der pro-palästinensischen Aktivitäten anlässlich des aktuellen Gaza-Konflikts im Netz gepostet und weltweit an antiisraelischen Demonstrationen skandiert werden.
Sogleich werden Sie Erstaunliches beobachten: Ihr Puls wird ruhiger, die Empörung ebbt ab und macht einer heiteren Gelassenheit Platz: Das sind ja bloss Juden, die hier beleidigt, verhöhnt und mit dem Tod bedroht werden, deren Geschäfte, wie in der Pariser Vorstadt Sarcelles, niedergebrannt und deren Synagogen und Gemeindezentren attackiert werden. Und die sind schliesslich selbst schuld, so wie diese zionistischen Kriegstreiber mit den Palästinensern umspringen.
Lehnen Sie sich also ruhigen Gewissens zurück und ergreifen Sie als Mitglied der westlich-demokratischen “Wertegemeinschaft”, weiterhin Partei für die mörderische islamistische Hamas, in deren Charta die Vernichtung der Juden festgeschrieben steht. Verteidigen Sie störrisch das “Recht auf legitimen Widerstand” einer theokratischen Terrororganisation, die seit Jahren in flagranter Verletzung des humanitären Völkerrechts Raketen auf unschuldige israelische Zivilisten regnen lässt. Raketen, die sie nachweislich in denselben Schulen versteckt, in denen sie bereits die Kleinsten zum antisemitischen Jihad erzieht.
Lauschen Sie verzückt den Medien, von denen die meisten in trautem Einklang Israel als Schuldigen der jüngsten “Eskalation” ausgemacht haben. Lassen Sie sich anhand der unausgewogenen Berichterstattung über die selbst gebastelten “Kleinraketen” und “Feuerwerkskörper” der “Freiheitskämpfer” der Hamas und die “unverhältnismässige” Reaktion Israels, in Ihrem friedensbewegten Mitgefühl bestärken.
Saugen Sie begierig die antiisraelischen Voten der sogenannten Alibi-Juden auf, vorzugsweise Holocaust-Überlebende wie Reuven Moskovitz, Moshe Zuckermann (immerhin Sohn von Holocaust-Überlebenden) oder Avraham Burg, die in den gleichgeschalteten Medien als “authentische Stimmen Israels” feilgeboten werden. Juden, die sich nicht zu schade sind, sich als sogenannte “Kronzeugen” dem Entschuldungsbedürfnis jener anzudienen, die den Massenmord an den europäischen Juden betrieben und zugelassen haben. Und wenn Ihre, als Palästina-Solidarität getarnte Abneigung gegen Juden, quasi von höchster Instanz legitimiert wurde, ist es Zeit für die nächste pro-palästinensische Veranstaltung.
Aber wo waren Sie, als König Hussein von Jordanien 1970 während des “Schwarzen September” in einem Monat mehr Palästinenser umbringen liess, als in Jahrzehnten im Konflikt mit Israel umkamen? Wo demonstrierten Sie, als 1991 in Kuwait Tausende Palästinenser abgeschlachtet und fast 400’000 vertrieben wurden? Wo bleibt Ihre Empathie mit den unzähligen palästinensischen Todesopfern im Bürgerkrieg, der hier und heute in Syrien tobt?
Und wie steht es mit anderen gewaltsamen Konflikten? Der Genozid in Darfur, mit geschätzten 300’000 Toten und mindestens 2.5 Millionen Flüchtlingen, der blutige Krieg im Congo, in dem vier Millionen Menschen starben und vertrieben wurden oder Tschetschenien, wo das russische Militär an die 160’000 Menschen umbrachte. Haben Sie damals auch Ihre “Stimme erhoben”?
Nein, für Ihre selbstgerechte Empörung sind ausschliesslich die von der Weltgemeinschaft mit Milliarden alimentierten Palästinenser gut genug, aber eben nur dann, wenn sich diese in einer Auseinandersetzung mit Israel befinden.
Sie können trotzdem stolz auf sich sein: Ihre Entrüstung ist die beste Garantie, dass die menschenverachtende Taktik der Hamas aufgeht, die Zivilbevölkerung zu opfern, indem Männer, Frauen und Kinder als menschliche Schutzschilde missbraucht werden, um Israel für diese Toten verantwortlich machen zu können.
Denn für die Hamas, die Israelkollaborateure auf offener Strasse erschiesst, Frauen steinigt, Homosexuelle lyncht, Christen verfolgt und ermordet und die Bevölkerung im Gazastreifen im islamistisch-totalitären Würgegriff hat, während ihr Führer Khaled Meshaal in Qatar im Luxus schwelgt, ist ein toter Palästinenser tatsächlich ein guter Palästinenser.
Vorausgesetzt, er wurde von einem Juden umgebracht.

2 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemein

2 Antworten zu “Nur ein toter Palästinenser ist ein guter Palästinenser!

  1. Anonym

    Das liest nur niemand von den deutschen friedliebenden Palästinenser -Sympatisanten, und mich betrifft es nicht …

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  2. Anonym

    …möchte das ausdrucken und an jeden verteilen, befürchte nur, ich überlebe das nicht.

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