Lügen als Straftat und als Mittel zum Zweck?

B“H

Wir kennen das Gebot nicht zu lügen, oder wie es auch formuliert wird, „falsches Zeugnis abzulegen“ aus den zehn Geboten der Thora und aus dem Neuen Testament. Lügen gehören im Judentum und im Christentum zu den verwerflichen, strafbaren Handlungen. Auch der Buddhismus fordert, „nur die Wahrheit zu sprechen“, räumt aber ein, dass unangenehme Wahrheiten nicht unbedingt ausgesprochen werden müssen.
Ganz anders der Islam. Einem der bedeutendsten Theologen, Abu Hamid al-Ghazali (1059 – 1111),  wird die nachfolgende Aussage zugeordnet: Wisse, dass die Lüge in sich nicht falsch ist. Wenn eine Lüge der einzige Weg ist, ein gutes Ergebnis zu erzielen, ist sie erlaubt. Daher müssen wir lügen, wenn die Wahrheit zu einem unangenehmen Ergebnis führt“.
Napoleon sah das ähnlich: „Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt!“ Der größte Kriegsherr seiner Zeit wollte gewinnen, immer und überall, bei seinen politischen und amourösen Eroberungen.
Heinrich Heine hat es ganz trefflich formuliert:
Gott gab uns nur einen Mund, 

Weil zwei Mäuler ungesund.

Mit dem einen Maule schon

Schwätzt zu viel der Erdensohn.

Wenn er doppelmäulig wär, 

Fräß und lög er auch noch mehr.

Hat er jetzt das Maul voll Brei, 

Muß er schweigen unterdessen, 
.
Hätt er aber Mäuler zwei, 
.
Löge er sogar beim Fressen.
Er hat es erkannt, das Lügen liegt in der Natur des Menschen. Man lügt, um besser dazustehen, um anzugeben, um sich selbst oder andere zu schützen, um die Wahrheit zu vertuschen, um andere zu manipulieren, um sich einen Vorteil oder Gewinn zu verschaffen, aus Angst vor Strafe … die Liste ließe sich nahezu beliebig fortsetzen.
Die Lüge an und für sich ist kein Problem, solange durch sie niemand geschädigt wird. Da vereinfacht sie vielleicht unter bestimmten Voraussetzungen sogar die zwischenmenschliche Kommunikation. Wie würden Sie z. B. reagieren, wenn Ihnen jemand auf die meist inhaltslose Frage „Wie geht es dir?“ erzählen würde, welche Probleme und Sorgen ihn gerade plagen? Ihr Zeitplan käme ganz schön durcheinander!
Ich komme zurück zur Aussage von Abu Hamid al-Ghazali.
Der Begriff der Propagandalüge ist nicht erst seit den Nationalsozialisten bekannt, schon im alten Rom wurden sie erfolgreich eingesetzt, um das Volk in Unwissenheit zu halten, auch die katholische Kirche setzte sie schon früh ein, um andere, nicht erwünschte Religionen und Gruppen zu diffamieren und zu unterdrücken. Um also ein unangenehmes Ergebnis, meist Freiheitsbestrebungen zu vermeiden.
Seit Jahren betreibt die israelische NGO Breaking the silcence gezielte Desinformation. Eine Gruppe von Veteranen der kämpfenden Truppen sammelt sogenannte „Augenzeugenberichte“ von jungen Soldaten, die im WJL, Gaza und Ostjerusalem eingesetzt waren (Gaza von 2000 bis 2005), archiviert sie akribisch und organisiert Vorträge und Informationsveranstaltungen im WJL und im Ausland. Vermittelt werden soll das, in ihren Augen ausschliesslich hässliche Gesicht der IDF.
Zielgruppe sind Menschen, die sich selber kein Bild über die Arbeit und den Alltag der IDF machen wollen oder können. Die das, was sie hören in sich aufsaugen und unreflektiert weitergeben, als angebliche Wahrheit.
Finanziert wird diese Gruppe unter anderem von:
AECID,eine spanische Regierungsstelle, die im Jahr 2012 „Breaking the Silence“ als „palästinensische NGO (!)“ bezeichnet, mit 855.000 NIS (ca. € 150.000) gesponsert hat.

Dan Church Aid, unterstützte die „palästinensische NGO“ (=Breaking the Silence) mit € 27.000.

Delegation of the EU to Israel, ein offizielles Gremium der EU, war mit € 112.000 dabei.

Foundation for Middle East Peace, eine private US amerikanische Organisation, die für Promoting a just solution to the Israeli-Palestinian conflict, peace and security to both peoples Foundationsteht, auf ihrer Webseite aber nur über Siedlungen spricht, ließ sich ihr Mitdabeisein immerhin noch ca. € 5.000 kosten.

Open Society Institute, federführend ist der jüdisch stämmige Georges Soros, der sich neben seinen weltweiten Finanzmanipulationen besonders für Palästina einsetzt. Sein Einsatz war ihm € 16.000 wert. Peanuts, gemessen an dem, was er sonst noch so finanziert.

ICCO, eine niederländische NGO, ein Konglomerat christlicher Kirchen, die sich den landwirtschaftlichen Problemen in Krisengebieten dieser Welt, ergo auch in Palästina, verschrieben hat. Im Jahr 2012 betrug die Summe der Unterstützungsgelder € 30.000.
Insgesamt wurden in der Bilanz 2012 der NGO „Breaking the Silence“ mehr als ½ Million € als Spenden ausgewiesen, wobei, macht man sich die Mühe, die Zahlen genauer anzuschauen, es schon zweifelhafte Unregelmäßigkeiten gibt. Aber dafür sind die Finanzämter zuständig.
Auf einen Spender möchte ich noch besonders hinweisen. Es handelt sich um den NIF, den New Israel Fund. Auf der Homepage geben sich eine strahlende Muslima und eine etwas verkniffen dreinschauende religiöse Jüdin die Hand, darüber kann man lesen: „Sag Ja zu einem besseren Israel.“ New Israel Fund, das klingt gut, das klingt nach einem neuen starken Israel, so wird es auch auf der Webseite angepriesen. In Tat und Wahrheit werden jedoch soziale und politische Spendenempfänger finanziert. Insbesonders auch Gegner Israels. Die erkennbare Spendenhöhe lag nur bei € 16.000, jedoch muss daran gedacht werden, dass der NIF wiederum ein Finanzgeber an die anderen Spenderorganisationen ist. 
Tatsächlich liegt die Absicht des NIF ganz woanders: in einer finanziell gut abgesicherten, auf lange Zeit ausgerichteten Aktion, um Israel, ganz besonders aber die IDF zu diffamieren und zu delegitimieren. Edwin Black legt in seinem neuen Buch „Financing the flames“ die Zusammenhänge zwischen den aktivistischen NGOs im In- und Ausland und ihren Finanzgebern offen. Und wieder, erwartungsgemäß, stößt man auf den Namen Georges Soros mit seiner „Open Society Foundation“. Organisationen, die alles dransetzen, den Frieden zwischen Israel und der PLO zu torpedieren. Man trifft auf Mitgliedsstaaten der EU, die Spendengelder via ihren Botschaften sozusagen unter dem Tisch durch direkt an die Empfänger weiterleiten. Ganz ohne Bankbeleg, ohne nachzufragen, in welche Kanäle das Geld eingespeist wird. Es sind Gelder im zweistelligen Millionenbereich, die so Jahr für Jahr an den Aufsichtsbehörden vorbeigeschleust werden.
Vielleicht durchaus in guter Absicht, vielleicht stehen dahinter auch ganze andere, gar nicht mehr philanthropische Ziele. Nein, es sind knallharte wirtschaftliche und politische Interessen, die sich dahinter verbergen.
Der NIF unterstützt unter anderem nicht nur die NGO „Breaking the silcence“, sondern auch „B’tselem“, eine Gruppe von sogenannten Friedensaktivisten, die vor allem im WJL agiert. Die 1.500 Videokameras, die Woche für Woche zum Einsatz kommen, wenn es in den Dörfern im WJL wieder zu geplanten Demonstrationen kommt, sind kleine Geschenke von B’tselem, gezahlt vom NIF.

Auffallend ist, dass sich in der Liste der Spender keine einzige israelische Organisation findet! 
„Breaking the silence“ ist für mich das abscheulichste Sammelwerk, das nur einen einzigen Zweck hat: die IDF zu diskreditieren. Ich werde hier kein Beispiel der verlogenen Zeugnisse einstellen.
Am 31. März dieses Jahres fand an der Washington University in St. Louis (USA) eine Veranstaltung statt, an der ein ehemaliger Soldat der IDF, Hen Mazzig, der ebenfalls im WJL gedient hatte, als Zuhörer teilnahm.
Der von „Breaking the silence“ ausgewählte ehemalige Soldat, Oded Na’aman berichtete, wie Israelische Soldaten dazu ausgebildet werden, Palästinenser, einzeln und kollektiv als Volk zu unterdrücken. Wie sie Palästinenser im WJL systematisch misshandeln. Und wie sie es gelernt hätten, den Palästinensern Angst vor unseren Soldaten beizubringen. Er argumentierte damit, dass die Palästinenser keine zivilen Rechte hätten, und dass das Jüdische Volk, das jetzt einen eigenen Staat hat, diese Macht missbraucht, um die Palästinenser zu unterdrücken.
Hen Mazzig, der bei StandWithUs aktiv ist, hat ganz andere Eindrücke während seinem Dienst in der IDF gewonnen. Er diente während der Zeit der Zweiten Intifada in Hebron (2000 bis 2005). Sogar während dieser Zeit stand die Beachtung der Rechte der Palästinenser, die sich doch selber, durch die gewaltsamen Angriffe gegen Zivilisten, zu Feinden Israels gemacht hatten, im Fokus aller IDF Aktivitäten.

Der BtS Aktivist vergaß bei seinem Bericht ganz und gar, dass es besonders zu dieser Zeit wichtig war, unsere eigene Bevölkerung zu schützen. Und dass es dabei leider auch immer wieder zu teils auch gewaltsamen Festnahmen von Terrorverdächtigen oder Terroristen kam.
War bekannt geworden, dass ein neuer Anschlag unmittelbar bevorstand, und war es gelungen, einen Mittäter festzunehmen, so musste er schnell befragt werden. Der oft kritisierte Film: „The Gatekeepers – töte zuerst“ dokumentiert eine solche Szene. Natürlich werden in einem solchen Fall keine Samthandschuhe angezogen. Und trotzdem, so erklärte Hen Mazzig, mussten die Genfer Konventionen beachtet werden. Andernfalls wurden die Soldaten für ihr Fehlverhalten von der IDF bestraft.
Warum agiert ein ehemaliger Soldat im Ausland gegen das Militär und gegen die Sicherheitskräfte seines Heimatlandes? Wenn er Kritik zu äußern hat, was legitim ist, Israel ist eine Demokratie, warum tut er das dann nicht in Israel?
Hen Mazzig sieht dafür nur einen Grund: Er wird von Gruppen wie BtS, hinter denen der mächtige NIF steht, wie ein Tanzbär am Nasenring vorgeführt. Das einzige Ziel ist es, Israel in den Augen der Welt als Übeltäter dastehen zu lassen!
Direkte Fragen waren an diesem Abend in St. Louis nicht gestattet. Diese mussten auf einen Zettel geschrieben werden und wurden je nach Gutdünken der Veranstalter freigegeben.
Oder auch nicht.

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