Wie weit kann der Hass auf Israel denn noch gehen?

B“H


Auf dem Gelände der St. James Kirche in Piccadilly (London) findet seit dem 23. Dezember bis zum 5. Januar das „Bethlehem unwrapped festival“  statt.
Es lohnt sich, einen Blick auf die beiden Höhepunkte zu werfen. Zum einen auf das veritable Schlemmermahl, welches am 3. Januar als Abendveranstaltung geplant ist. Für 125 £ (€ 150) kann man ein „Bethlehem Weihnachtsessen“, kreiert von Yotam Ottolenghi and Sami Tamimi genießen. Beide sind in Jerusalem im selben Jahr (1968) geboren, Yotam in Westjerusalem, Sami im Osten der Stadt. Kennengelernt haben sich die beiden Spitzenköche in London, wo sie 2002 in Notting Hill ihr erstes gemeinsames Restaurant gründeten. Ihre Philosophie war, ihren gemeinsamen Kochstil des Mittleren Ostens zu verfeinern und bekannt zu machen. 
Leider hat Yotam seinen eigenen jüdischen Hintergrund völlig aufgegeben und stellt sich in den Dienst antiisraelischer Kampagnen. Die Einnahmen dieses Abends gehen an den „HolylandTrust“  wobei, nota bene, „Holyland“ sich nur und ausschließlich auf die arabisch-palästinensischen Gebiete bezieht. Das ehemalige „Hl. Land“ in dem Galiläa eine Große Bedeutung hatte, gibt es im Sprachgebrauch dieser Aktivisten gar nicht mehr.
Das zweite Augenmerk muss man auf etwas richten, was man in Neudeutsch wohl als „Dauerinstallation“ bezeichnen kann.


Auf dem Grundstück der St. James Kirche entstand in den letzten Wochen etwas, was an Zynismus seinesgleichen sucht:  eine 30 Meter lange und 8 Meter hohe detailgenaue Nachbildung der Mauer, die tatsächlich einen sehr geringen Teil, nämlich 3% des Terrorabwehrzaunes zwischen Israel und dem WJL bildet. Nur in einigen Gebieten um Jerusalem und Qualqiliya wurde der Zaun durch eine Mauer ersetzt. In diesen Gebieten bestand einerseits eine hohe Gefahr von Anschlägen und zudem war es nicht möglich, die vorgesehenen 70 Meter einzuhalten, die auf beiden Seiten als militärisches Sperrgebiet vorgesehen sind.
Doch um es einmal ganz klar zu formulieren: ohne die anhaltenden Terroranschläge aus dem WJL gegen Israel wäre die Grenze nicht notwendig gewesen. Nachdem es nun  keine Anschläge aus dem WJL heraus gegen Israel mehr gibt, ist die Sinnhaftigkeit dieser Terrorabwehranlage gerechtfertigt.
Ich bin im mauerzerteilten Deutschland aufgewachsen, ich kenne das Gefühl, wie es ist, „davor“ oder „dahinter“ leben zu müssen, ich weiß auch, was es bedeutet, die Seiten wechseln zu wollen.  Und ich wünschte mir, wir könnten sie wieder abreißen, aber die Erfahrung zeigt uns, dass das noch sehr, sehr lange nicht der Fall sein wird!
Und nun steht sie dort, fast in Sichtweite von Her Majesty the Queen, die sicher „not amused“ sein wird. Ein Bekenntnis zu blankem Juden- und Israelhass.
Nachts wird sie angeleuchtet, Bilder und Texte werden pausenlos auf die Installation projiziert. Bilder aus dem WJL, Bilder aus Gaza. Was fehlen wird, werden die Bilder sein, die aufgenommen, aber nie veröffentlicht wurden.  Bilder nach Anschlägen in Israel. Bilder aus dem Dolphinarium in Tel Aviv, wo am 1. Juni 2001 insgesamt 21 Teenager getötet und 132 verletzt wurden. Bilder nach dem Anschlag in Netanya an Pessach 2002, bei dem 30 Zivilisten getötet und 140 verletzt wurden. 

Die Bilder der zahlreichen Opfer von arabisch-palästinensischem Terror werden keine Erwähnung finden.  Warum auch. Es waren ja nur Juden.
Acht Monate hat es gebraucht, um diese monumentale Lüge zu kreieren. Acht Monate, an deren Ende die Aussage steht: „Die Mauer schließt Bethlehem ein.“

Diese Karte zeigt den Verlauf des Trennzaunes. Sie wurde von B’Tselem erstellt und zeigt, dass der Verlauf des Zaunes (dicke rote Linie) nur an wenigen Stellen unmittelbar an das Gebiet von Bethlehem anstößt. Während der letzten Tage und Wochen war immer wieder zu hören, dass Bethlehem von „der Mauer“ völlig eingeschlossen wäre. Und dass die ankommenden Touristen zwischen Mauern durchfahren müssten. Das stimmt nicht, es ist eine Lüge.

(Die Karte ist interaktiv, wenn auch ein wenig schwerfällig zu bedienen, aber immerhin, sehr informativ. Ich bin B’stelem dankbar, dass sie sich selber so nachhaltig widerlegen!)
Auf der Karte erkennt man links die Straße 60 von Har Gilo und Giv’at Hatamar. Entlang dieser Straße sind frei Zufahrtstoren in die Stadt eingezeichnet. Wer die beiden nördlichen Zufahrten nimmt, wird die Mauer möglicherweise gar nicht wahrnehmen. Nur wer die alte, südlichste Zufahrt nimmt, muss sie passieren.
Es ist schlimm genug, dass wir zu solch drastischen Mitteln greifen müssen, um uns gegen den Terror der palästinensischen Araber zu schützen. Wie schön wäre es, wenn einst die „Mauerspechte“ sich daran machen würden, die Betonwälle zu zerstören. Bis dahin wird es aber wohl leider noch ein langer Weg sein. 

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