„Denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll…“

B“H


Mit diesen Worten wendet sich im Lukasevangelium der Engel an die Hirten auf den Feldern um Bethlehem, um die Geburt Jesu anzukündigen. Dies geschah gestern vor 2013 Jahren.
Es ist für mich nach wie vor verwunderlich, warum sich Maria und Josef von Nazareth aus auf den beschwerlichen Weg gemacht haben sollen, um sich im weit entfernten Bethlehem registrieren zu lassen. Sich an einer Volkszählung zu beteiligen, die dann erst sieben Jahren später stattfand. Aber gut, es soll so gewesen sein, schließlich sind im Laufe der Jahrhunderte immer mal die Jahreszahlen verrutscht.
Und so rüstet sich heute wieder die ansonsten eher ruhige Stadt Bethlehem, um sich auf den Ansturm von Zigtausenden Besuchern einzustellen. Auf dem Platz vor der Geburtskirche findet seit Tagen ein Weihnachtsmarkt statt, sehr arabisch-bunt, sehr orientalisch-laut.
Nicht nur, dass Josef und Maria die Ohren gedröhnt hätten bei diesen Klängen, nein, auch Ochs und Esel wären erschrocken, und Baby-Jesus hätte wohl in den ersten Minuten seines irdischen Lebens unter dem hohen Lärmpegel ernsthaft gelitten.
Weihnachten ist einer der Tage, an denen die Nachrichten, wenn sie denn von hochrangigen Politikern ausgesprochen werden, ganz besonders intensiv gehört und verinnerlicht werden. Dies weiß auch Präsident Mahmud Abbas und hat in seiner Weihnachtsbotschaft Jesusals Vorbild für die palästinensischen Araber beschrieben. „Jesus sei ein „palästinensischer Botschafter“, sagte er, „Wir tun unser Bestes, seinem Beispiel zu folgen, während wir zwei Jahrtausende später nach unserer Freiheit streben.“ Abbas äußerte Hoffnung auf Frieden in Nahost. „Wir feiern Weihnachten in Bethlehem unter Besatzung.“ 
Die Christen seien ein „fester Bestandteil des palästinensischen Volkes“, betonte er. Er hoffe, dass der für kommendes Jahr erwartete Besuch von Papst Franziskus im Heiligen Land „eine gute Gelegenheit für Christen aus aller Welt zur Annäherung an ihre Brüder und Schwestern in Palästina“ sein werde. Für den Papst könne es auch ein Anlass sein, „die Botschaft der Gerechtigkeit und des Friedens für die Palästinenser wie für alle Völker der Welt zu verbreiten“, sagte Abbas. 
Abbas geschichtsklittert nicht zum ersten Mal!
Bereits in den Jahren 2012 und 2009 stimmten nicht nur er, sondern zahlreiche andere, die sich berufen fühlten, für die Korrektur der Geschichte im Sinne der palästinensischen Araber zuständig zu sein, in den à capella Chor ein.
http://faehrtensuche.wordpress.com/2012/12/27/jesus-arafat-abbas/ hat sorgsam recherchiert (Danke!!) ich empfehle diesen Beitrag dringend. Wenn es nicht so tragisch wäre, könne man glauben, mitten in einer Neuauflage von Märchen aus tausendundeiner Nacht zu sein.
Nur dieses eine Zitat muss ich hier bringen, es stammt aus dem offiziellen Manipulationsblatt der PA:
Jesus ist ein Palästinenser; der aufopferungsvolle Yasser Arafat ist ein Palästinenser; Mahmoud Abbas, der Botschafter des Friedens auf Erden, ist ein Palästinenser. Wie groß ist diese Nation der heiligen Trinität!“
[Al-Hayat Al Jadida, 30.11.2012]
Während Präsident Abbas von einem „judenreinen“ Palästina träumt und auch daran festhält, dass sich kein Mitglied der IDF in seinem zukünftigen Staat wird aufhalten dürfen, während der US Außenminister John Kerry unermüdlich zwischen den USA und dem Nahen Osten hin- und herfliegt und sowohl Präsident Abbas, als auch Premierminister Netanyahu eindringlich auf das gemeinsame Ziel, das Friedensabkommen (von dort bis zum Friedensvertrag ist es dann noch ein langer Weg) einzuschwören, gehen die Hamasterroristen in Gaza ganz eigene Wege.
Wenige Minuten, nachdem PMNetanyahu sich positiv über die derzeitige Sicherheitslage im Süden des Landes geäußert hatte, wurde ein israelischer Zivilist, der in der Nähe des Grenzzaunes zu Gaza arbeitete, erschossen. 
Dies ist die dritte Attacke, die in den letzten Tagen von Gaza aus gegen Israel gerichtet wurde. Gestern schlug eine Rakete in der Nähe von Ashkelon ein, vor wenigen Tagen landete eine weitere Rakete auf dem Gebiet in Gaza. Den Terroranschlag gegen einen Bus südlich von Tel Aviv lobte die Hamas zwar, übernahm aber dafür keine Verantwortung. Die IDF reagierte auf die Vorfälle mit gezieltem Beschuss.
Im Laufe des Tages sind 610 Gazaener ausgestattet mit einem 14 Tage Visum von Gaza aus in das WJL gereist, um dort an den Weihnachtsfeierlichkeiten teilzunehmen.
Ca. 1500 Bürger der 1.7 Millionen Gazaener sind Christen. Von der gesamten palästinensischen Bevölkerung weltweit sind ca. 10% Christen. Kamil Ayyad, der PR Beauftragte der St. Porphyrius Kirche in Gaza berichtet, dass die Weihnachtsfeierlichkeiten in Gaza auf religiöse Riten beschränkt seien. Früher sei regelmässig abends ein Weihnachtsbaum auf dem Platz des unbekannten Soldaten in Gaza Stadt beleuchtet worden. „Heutzutage feiern wir aufgrund der Besatzung und den harschen wirtschaftlichen und politischen Bedingungen nur mehr innerhalb der Kirche.” 
Auch in Bethlehem leben die Christen unter gefährlichen Bedingungen. Einst lag ihr Anteil bei der Bevölkerung bei 80%,  im Jahr 1990 lag er bei 60%. Im Jahr 2008 berichtet „Die Welt“, er sei auf 15% geschrumpft.
Das offizielle Bethlehem gibt natürlich den Israelis daran schuld: die Besetzung, die Mauer, die Schikanen. Ebenso, wie dies in Gaza als Grund vorgeschoben wird. Ueber die wahren Gründe wird hier wie dort nur hinter vorgehaltener Hand berichtet:
H.hat Angst. „Schreibe meinen richtigen Namen und ich bin ein toter Mann“, sagt er. „Entweder jagen sie mir eine Kugel durch den Kopf oder sie beschuldigen mich der Kollaboration mit Israel. Dann werde ich vorher noch gefoltert.“ 
In Bethlehem sind sie gestern Abend auf weit offene Ohren gestossen. Ihre Botschaften werden in den kommenden Tagen in den Medien begeistert verbreitet werden. Über die Feiertage werden mehr als 300.000 Besucher in Bethlehem erwartet. Diejenigen, die es schaffen, in der Geburtskirche an der Mitternachtsmesse teilzunehmen, tun dies in prominenter Gesellschaft.
In der ersten Reihe nahmen neben Präsident Mahmud Abbas die Außenbeauftragte der Europäischen Union Catherine Ashton und ihr Mann Platz. Das Ehepaar Ashton hält sich über die Feiertage in der Region auf. 
Das Büro von Madame Bashton liess wissen, dass keinerlei diplomatischen Gespräche während ihres rein privaten Aufenthaltes stattfinden würden.

P.S. Palästinenser gibt es erst seit 1964, das sollte auch Präsident Mahmud Abbas klar sein.

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