Wasser ist bei uns immer wieder ein Thema! Ein Thema, über das schon die Bibel sprach und das auch in den High Tech Bereich Eingang fand.

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Der Winter
Derzeit erhalten wir von diesem wertvollen Nass dank der Ausläufer des Orkantiefs  „Xaver“ eine recht grosszügige Portion! Seit einer Woche ist Winter in Israel. Er kam etwas früher als sonst,  hatte deutlich tiefere Temperaturen im Gepäck als sonst, was dazu führte, dass es mehr Schnee gibt, als sonst.
Also wieder einmal: in Israel ist meist alles ein bisschen anders!
Heute Morgen zeigte das Thermometer an meinem Fenster unglaubliche 4°C, mittlerweile ist es auf 9,1° angestiegen. Die Wellen, die ich von hier aus am Strand sehen kann, sind zwischen 4 und 5 Meter hoch, wenn der Wind nicht so laut wäre, könnte ich das Meer sogar hören.
Der Wasserstand vom See Genezareth ist seit Mitte der Woche um erfreuliche 5 cm angestiegen.
Jerusalem erlebt den strengsten Wintereinbruch seit 60 Jahren, seit Mittwochabend hat es mehr als 50 cm Neuschnee gegeben. Bis zu einem Meter dick soll die Schneedecke am Sonntag sein, bevor es zu tauen beginnt. Die Zufahrtsstrassen aus Richtung Tel Aviv sind gesperrt. Seit gestern Abend wurden schon mehr als 2000 Menschen aus stecken gebliebenen Fahrzeugen gerettet und in Notunterkünfte gebracht. Die Schulen sind seit zwei Tagen geschlossen, ebenso wie in anderen, vom Schnee  betroffenen Gebieten.
Am Sonntag soll die erste Kältewelle vorbei sein.
Hier einige Impressionen:



Platz vor der Al Aksa Moschee



Altstadtdächer im Muslimischen Viertel

 
Schneefrauen mit Talit sind erlaubt


Platz vor der Kotel


Blick vom Ölberg auf die Altstadt
Und umgekehrt, von der Altstadt auf den Ölberg
Das einzige Transportmittel, das noch funktioniert

Der Schneemann von Lilach in Rehavia



Knapp vor der Einfahrt nach Jerusalem

Schnellstrasse 1, von der Polizei gesperrt

Das war erst der Anfang!
 
Beersheba, die Hauptstadt der Negev Wüste

Überflutetes Flüchtlingslager in Tripolis

Es gibt imer ganz besonders schlaue Menschen. Hier mussten
Personen gerettet werden

Regenbogen in der Negev Wüste

Regenbogen in Tel Aviv
 
Rückkehr von den Philippinen
Vor einigen Tagen kamen die 150 Soldaten der IDF zurück, die sich seit dem 13. November zu Rettungs- und Aufräumarbeiten auf den Philippinen befunden hatten. In Zusammenarbeit mit dem Shaare Zedek Medical Center in Jerusalem wurden mehr als 3000 Verletzte in einem Feldlazarett behandelt. Der prominenteste Patient war dabei „Israel“, das erste neugeborene Baby, welches dort zur Welt kam. Insgesamt waren es mehr als zwanzig Babys, für deren Pflege extra einige Inkubatoren aus Israel eingeflogen wurden.
 
Das zweite, mindestens ebenso wichtige Projekt neben der medizinischen Versorgung war die Sicherung der Trinkwasserversorgung.Hier profitiert die Bevölkerung von der jahrelangen Erfahrung im Bereich der Wasseraufbereitung. Das von der israelischen Firma Watergen neu entwickelte mobile Gerät namens „Spring“ bestand bei diesem Dauereinsatz seine Feuerprobe. Spring macht aus jedem zur Verfügung stehenden Wasser, sogar, wenn es kontaminiert oder stark verschmutzt ist, reines  und geschmacklich einwandfreies Trinkwasser, bis zu 540 L pro Tag. Damit kann nicht nur die Trinkwasserversorgung sichergestellt werden, sondern auch dem Ausbruch von Seuchen in Katastrophengebieten vorgebeugt werden.
 
Multilaterale Zusammenarbeit
Ein historisches Ereignis fand­ vor wenigen Tagen in Washington statt: Israel, Jordanien und die Palästinensische Autonomiebehörde unterschrieben einen Vertrag über den Bau einer Wasserpipeline, die das Rote Meer mit dem Toten Meer verbinden wird.
Über diese neue, 180 km lange Anlage sollen jährlich 200 Millionen Kubikmeter aus dem Roten Meer nach Norden gepumpt werden. Ca.80 Millionen davon werden in einer neu zu erbauenden Entsalzungsanlage aufbereitet werden. Diese Anlage, sowie der gesamte Verlauf der Pipeline befinden sich auf jordanischem Staatsgebiet.
Die Verteilung und Nutzung des Wassers durch die drei Länder ist vertraglich geregelt, und ersetzt nicht die bestehenden Verträge aus dem Oslo-Abkommen.
Der grösste Nutzen dieses Wasserprojektes ist es, die Landwirtschaft in diesen trockenen Regionendurch regelmässige Bewässerung zu stützen, und so ertragreichere Ernten zu ermöglichen.
Der zweite Nutzen liegt darin, einer weiteren Austrocknung des Toten Meeres vorzubeugen, resp. den Austrocknungsprozess deutlich zu verlangsamen.
Nicht unterschätzt werden darf der dritte, indirekte Nutzen: dieses gemeinsame Projekt wird die Kooperation der drei beteiligten Ländern miteinander fördern.
Anlässlich der Vertragsunterzeichnung sagte der palästinensische Minister für Wasserwirtschaft Schaddat Attili „Wir haben bewiesen, dass wir zusammenarbeiten können!“
Ich möchte hinzufügen, dass es zahlreiche Beispiele für hervorragende Zusammenarbeit zwischen  der PA und Israel gibt. Leider findet man davon kaum etwas in der Presse. Diese oft sehr unbürokratische Zusammenarbeit funktioniert dann besonders gut, wenn sie unabhängig von politischen Einflüssen passieren kann.
 
NL – Leider Nein
Leider hat sich die Niederländische Wassergesellschaft Vitens von den Aktivitäten der BDS-Bewegung einseifen lassen. Nachdem erst vor wenigen Monaten einige gemeinsame Projekte zwischen Vitens und der israelischen Wassergesellschaft Mekorot vertraglich beschlossen worden waren, kündigte nun Vitens die Zusammenarbeit auf.
Grund für den plötzlichen Meinungswechsel ist die Verurteilung Israels in den niederländischen Medien und durch die niederländische Regierung. Die Kritik richtete sich gegen die Bohrung nach Wasser durch Mekorot im WJL. Die holländische Regierung und die Medien des Landes, bezeichnen dies als Diskriminierung der palästinensischen Autonomiebehörde in der Wasserversorgung.

Ein Nachtrag

Die IDF haben heute zusätzliches Gas zum Heizen nach Gaza und in das WJL geliefert. Um den drohenden, oder bereits erfolgten Überflutungen effektiv entgegen zu treten, wurden vier Wasserpumpen in die bedrohten Gebiete geliefert.


 


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