Feiertage sind offensichtlich „gute“ Tage für Terroranschläge

B“H

Die arabischen Terroristen scheinen eine ganz besondere Vorliebe dafür zu haben, uns an den Feiertagen anzugreifen.
Am 6. Oktober 1973, also ziemlich genau vor 40 Jahren begann der Yom Kippur Krieg. Ägypten und Syrien griffen Israel mit dem Ziel an, die Golan Höhen und den Sinai zurück zu erobern. Während Israel nur von den USA unterstützt wurde, und dies auch nur finanziell, standen den Angreifern unterstützend zur Seite; Irak, Libyen, Jordanien, Kuwait, Saudi Arabien, Algerien, Marokko, Sowjetunion, Kuba und die DDR. Bis auf die Sowjetunion, die sich ebenfalls nur finanziell beteiligte, waren die anderen Länder mit militärischen Verbänden vor Ort. Der Krieg endete am 26.Oktober 1973 nach einer entsprechenden UN Resolution mit dem eindeutigen Sieg Israels.
Am 4. März 1996, knapp nach Beginn des Purim Festes, das besonders für Kinder der Tag ist, auf den sie sich schon lange freuen, weil sie sich verkleiden dürfen und es im ganzen Land tolle Purim Partys und teilweise auch Purim Umzüge gibt, sprengte sich in unmittelbarer Nähe des Dizengoff Centers in Tel Aviv ein Selbstmordattentäter in der Luft. Unter den 14 Toten befanden sich fünf Kinder und ein Soldat. Verletzt wurden weitere 130 Personen. Der Terrorist überlebte den Anschlag nicht.
Am 27. März 2002 dem ersten Abend von Pessach, an dem sich viele Familien und Freunde zum Seder (dem traditionellen Abendessen am ersten Abend des Pessach Festes, bei dem die Geschichte des Auszuges aus Ägypten erzählt wird) treffen. Wem die aufwendigen Vorbereitungen zu viel sind, oder wer keine Familie in Israel hat, kann in einem Hotel an einem solchen Anlass teilnehmen. An diesem Abend drang ein Selbstmordattentäter, als Frau verkleidet, in das Park Hotel in Netanya ein und ermordete mit seinen Anschlag 30, zumeist ältere Gäste, und verletzte weitere 140. Er überlebte den Anschlag nicht.
Zehn Jahre nach dem ersten verheerenden Anschlag an Purim verhinderte das Militär am 12.03.2006 einen weiteren Anschlag an diesem Feiertag, nachdem ein Verdächtiger mit 20 Kg Sprengstoff noch innerhalb des WJL verhaftet werden konnte.
Weitere fünf Jahre später, an Purim 2011 konnte die IDF gerade noch eine Messerattacke auf Juden verhindern, die am Grab der Patriarchen in Hebron (WJL) beteten.
Um auch die andere, beschämende Seite anzuführen: auch Baruch Goldstein, ein israelischer Terrorist, wählte 1994 das Purimfest, um seinen abscheulichen Anschlag auf betende Moslems in der Höhle der Patriarchen in Hebron auszuführen. Diesem Anschlag fielen 29 Palästinenser zum Opfer. Es gab 150 Verletzte. Goldstein entzog sich der Strafe, indem er sich selber umbrachte.
Gerade an Purim wird das Wesen des Terrors sichtbar: er macht vor Niemandem Halt, nicht vor Zivilisten, nicht vor Kindern. Die Opfer des Terrors tragen keine Schuld an irgendeiner Straftat. Sie sind einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.
Am Mittwoch beginnen bei uns die „Hohen Feiertage“. Rosh Hashana, das Jüdische Neujahr beginnt am Mittwochabend und dauert bist zum 13.09. Am Abend des 13.09. beginnt der Yom Kippur, der Versöhnungstag, der am Abend drauf endet. Am darauf folgenden Mittwoch, dem 18.09. beginnt Sukkot, das Laubhüttenfest, welches seinen Höhepunkt an Simchat Torah hat, dem Freudenfest der Tora. Am Abend des 26.09. ist der Reigen unserer Feiertage vorbei.
Danach beginnt sich das Leben hier wieder zu normalisieren. Ab Beginn der Sommerferien können Termine, ob mit Handwerkern, Banken, Ärzten, oder wem auch immer hier nur mehr nach Klärung der Frage: „Muss es noch vor den Feiertagen sein, oder hat es Zeit bis nach den Feiertagen?“ vereinbart werden. Ganz witzig ist die Ferienordnung der Schulen. Vor einer Woche hat der allgemeine Unterricht wieder begonnen. Ab morgen ist wieder Pause. Für drei Wochen. Bis nach den Feiertagen!
Und damit befinde ich mich wieder in der Realität des Jahres 2013.
Nur der außergewöhnlichen  Aufmerksamkeit der IDF und des Inlandsgeheimdienstes SHABAK ist es zu verdanken, dass es während der kommenden Feiertage nicht zu einem grossen Blutvergiessen mit zahlreichen Opfern im Zentrum von Jerusalem kommen wird. Bereits im August wurden Terroristen der HAMAS festgenommen, die zugaben, einen Anschlag im Mamilla Einkaufzentrum geplant zu haben. Bedingt durch die Nähe zur Altstadt hat sich die Mamilla in den letzten Jahren zu einem der am stärksten frequentierten Orte Jerusalems entwickelt. Die Terroristen arbeiteten als Instandhaltungsarbeiter in der Mamilla und konnten sich, dank ihres Arbeitsvisums, frei im Land bewegen. Der Sprengstoff sollte, als Geschenk getarnt, in einem Schliessfach deponiert werden.
Der Führer der Gruppe bestätigte, es seien in den kommenden Tagen noch weitere Anschläge durch die Gruppe geplant gewesen.
Nun, hoffen wir, dass die Feiertage ruhig verlaufen werden!
Ich wünsche allen Freunden im In- und Ausland Shana tova umetuka, Gesundheit und Frieden!

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Eine Antwort zu “Feiertage sind offensichtlich „gute“ Tage für Terroranschläge

  1. שנה טובה ומתוקה
    Shana tova umetuka, ein gutes und süßes neues Jahr! 🙂

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