Nicht jede Drohne ist eine Kampfmaschine!

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Spricht man heute über Drohnen, so denkt man meist an jene fast lautlosen, computergesteuerten Kampfmaschinen, die ihre zerstörende Last zielgenau abwerfen können. Der Einsatzleiter der Drohne sitzt oft tausende von Kilometern entfernt, er „steuert“ sein Gerät über Koordinateneingaben, GPS, Einspeisen von Wetterdaten, auf der Basis von hochaktuellem Kartenmaterial. Jeder Einsatz, und das ist auch der große Vorwurf an den Einsatz von Kampfdrohnen, findet ohne direkte emotionale und physische Beteiligung statt und rückt damit mehr und mehr in die Nähe eines grausamen Alltags. Der Mensch wird reduziert auf die Bedienung einer Maschine. Schuldgefühle kommen kaum auf, der Soldat daheim im sicheren Hangar identifiziert sich nicht mit dem Geschehen im Kriegsgebiet. Auf der anderen Seite versprechen die modernen Kampfdrohnen, dass das Risiko von Verletzungen, oder gar Todesfällen bei Kampfpiloten auf Null gesunken ist. Gegner von Drohnen erheben hier den mahnenden Zeigefinger: die Zahl der Zivilopfer sei noch nicht signifikant erhoben worden, hier stehe eine Zahl noch aus. Allerdings, so ihre Meinung, dürfte sie deutlich höher liegen, als bei herkömmlichen Kampfeinsätzen.
Dass Drohnen auch für ganz andere Einsätze, im militärischen, aber auch im zivilen Bereich genutzt werden, beschreibt der nachfolgende Artikel aus dem Magazin der Israelischen Luftwaffe.

 

 Kein Stein bleibt auf dem anderen
Ein vermisster Israelischer Soldat, tot oder lebendig, rüttelt die gesamte Armee auf. Die EITAN (Einheit zum Auffinden vermisster Soldaten) überwacht sämtliche Bemühungen, vermisste Soldaten aufzufinden. Manchmal setzen sie auch UAVs (Unbemannte Luftfahrzeuge), auch bekannt als Drohnen, ein. Ein neuer Ausbildungslehrgang trainiert UAV Einsatzkräfte und schult sie darin, in solchen Situationen adäquat zu handeln.
Yoav, Major (Res.) der EITAN Einheit beklagt, dass „die Situation, so wie sie heute ist, schon viel zu lange andauert. Sie teilt die ganze Nation.“ Yoav, Major (Res.), ein bei der IDF angestellter Israeli sitzt in seinem kleinen Büro. „Gilad Shalit“ spukt in allen Köpfen herum und die Frage, um welchen Preis Israelische Soldaten aus der Gefangenschaft befreit werden sollen, ist heute aktueller denn je. Es war immer das Ziel terroristischer Organisationen, Israelische Soldaten, tot oder lebendig, zu kidnappen. Die Geschichte zeigt, dass Israel immer schon größtmögliche Anstrengungen unternommen hat, seine Soldaten zurück zu holen – und wenn es auch nur mehr um ihrer Beisetzung wegen war. Dutzende von Karten, Arbeitsplänen und Untersuchungsberichten liegen auf Yoavs Schreibtisch. Ein kleines Photo von Guy Hever, einem seit 1997 vermissten Soldaten  hängt an seiner Pinnwand.  „Es wird von uns erwartet, dass wir so schnell als möglich reagieren, wenn ein Soldat als vermisst gemeldet wird, sei es im Zuge einer Entführung oder im Zuge eines Einsatzes. Wir müssen ihn finden und zurückbringen.“ sagt er. „Ihn sofort ausfindig zu machen hilft, eine familiäre, nationale und internationale Krise zu verhindern.“
In einem Kurs, der vor wenigen Monaten gestartet wurde, lernen UAV Einsatzkräfte in der IDF, wie sie mit EITAN kooperieren können, und wie sie, quasi als deren Augen, im Himmel über dem Feindgebiet agieren können, um weitere Entführungsversuche zu verhindern. Alles begann mit zwei Forschungspapieren, die von Yoav, Major (Res.) gemeinsam mit Chen, Major (Res.), einem UAV Spezialisten bei der ersten UAV Staffel, ausgearbeitet worden waren. Im Laufe der Jahre war Chen zu einem Spezialisten geworden, wenn es darum ging, vermisste Personen aufzuspüren. Chen hat geholfen, viele Fälle zu lösen, und als er seinen Militärdienst beendete, erklärte der Kommandeur der Staffel, Zviki „dass eine der Hauptquellen des Fachwisssens damit verloren würde.“
Yoav und Chen wurden beim Verfassen von den zwei nachfolgenden Artikeln unterstützt von Polizei Superintendent Hagai Wax . “Datenanalyse von Kriminalfällen im Gelände, die auf charakteristische Begräbnisstätten hinweisen“, veröffentlicht 2004, und „Befunde von Kriminalfällen analysieren, die auf Begräbnisstätten hinweisen, mittels UAV’s und deren Spezialkameras, veröffentlicht 2006. Mit einfachen Worten: wie kann man neue Begräbnisstätten oder vermisste Menschen mit Hilfe von UAVs auffinden.
„Die Botschaft dieser Artikel ist einfach: lasst uns bereits vorhandene Technologien in der bestmöglichen Art nutzen, um vermisste Menschen aufzuspüren und zu lokalisieren.“ Erklärt Yoav. „EITANS Aufgabe ist klar umrissen: 12stellige Koordinaten anzugeben und zu zeigen, wo die vermisste Person sich befindet, tot oder lebendig. Oder zumindest sollten wir in der Lage sein, das Gebiet, das wir absuchen, deutlich einzuschränken. Wir erreichen dieses Ziel, indem wir das Gebiet genau analysieren, mit den Soldaten sprechen und auch mit Hilfe anderer Mittel. Die UAVs ermöglichen uns, feindliche Gebiete zu erforschen. Es ist eine online Suche nach vermissten Personen. Es erlaubt uns, Gebiete zu erforschen, die wir ohne UAV nicht erforschen könnten.“ Major (Res.) Yoav beschreibt eine bedeutende Kleinigkeit, die sich aus diesen beiden Artikeln ergab: „Wenn man eine Person vergräbt, ergibt sich ein kleiner Hügel über der Person. Später verwandelt sich dieser kleine Hügel in eine kleine Absenkung in einer ganz speziellen Form, die man gut erkennen kann. Zusätzlich haben wir gelernt, dass, wenn jemand ein Grab aushebt, die Erdschichten durcheinander geraten und auch die Samen, die sich darin befinden, gemischt werden. Der Hügel ist feuchter, als das ursprüngliche Gebiet. Beides, die Feuchtigkeit und die gemischten Samen haben eine spezielle Folge: die Vegetation der Beisetzungsstelle unterscheidet sich von ihrer natürlichen Umgebung. Diese Ergebnisse halfen uns, Dana Benet aufzufinden.“ Dana Benet wurde 2003 ermordet, aber erst 2009, nach jahrelanger Suche gefunden. Chen bestätigt, dass die Polizei und EITAN spezielle Techniken, die auf den neuesten Forschungsergebnissen basierten einsetzten. Obwohl keine UAVs eingesetzt wurden, hätte Danas Leichnam nie ohne diese Technologien gefunden werden können. „Die UAV ist an und für sich nicht das Maßgebliche. Was wir brauchen, ist die Wärme Kamera, die sie an Bord hat (eine Kamera, die die Wärmeabstrahlung des menschlichen Körpers „sieht“), ihre überwältigende Auflösung und Qualität.“ sagt Chen. „Wärmetechniken erlauben eine weitgehendere Analyse des Geländes. Wir können so auch auffallende Gebiete für eine ausführlichere Analyse markieren.“
„Das ist eine ganze Wissenschaft, mit einer Menge kleiner Details, die sich innerhalb von Sekundenbruchteilen ändern können“, sagt Major Oz, ein Einsatzleiter der ersten UAV Staffel. „Man muss genau wissen, wie etwas durch eine Wärmekamera betrachtet aussieht, wie die Tageszeit und die Jahreszeit das Bild beeinflussen, was sich schneller erwärmt. Alles das zusammen ermöglicht es dir, das Gebiet sauber aufzuzeichnen und die vermisste Personen zu lokalisieren.“ Es muss angemerkt werden, dass UAVs bis heute nur eingesetzt wurden, um Soldaten aufzuspüren, die auf feindlichem Gebiet getötet wurden, aber nicht, um vermisste, noch lebende Personen aufzufinden. „Wir gehen davon aus, dass ein Soldat, der noch lebt, innerhalb von einem Gebäude festgehalten wird. Das ist dann die Aufgabe der Aufklärungseinheiten, ein völlig anderer Einsatz, der wesentlich länger dauert“, erklärt Chen. „Unser Fokus richtet sich darauf, den Soldaten zu retten, bevor die Terroristen ihn in die Hände bekommen.“
Ein Trainingskurs, um vermisste Personen zu lokalisieren
Chens Ausscheiden aus dem Militär erforderte die Weitergabe des bisherigen Wissensstandes an andere Einsatzleiter der Staffel. „Das ist nicht die Art von Job, die wir täglich machen, ganz anders als das übliche „macht die Raketen Abschussstelle ausfindig Szenario“, sagt Major (Res.) Meir. “Gottseidank passiert das nicht so häufig, aber wenn, sind wir glücklich, helfen zu können. Der Gedanke, einen kompletten Trainingskurs einzurichten, entstand aus der Erkenntnis, dass es ziemliche Wissenslücken auf diesem Gebiet gibt.“ Major (Res.) Meir und Major Oz wurde aufgetragen, diesen zweieinhalb Tage Kurs zu organisieren. Teilnehmer waren zahlreiche Mitglieder der Staffel, aber auch Mitglieder von EITAN. Am Ende des Kurses wurde ein Einsatz simuliert. Dazu wurde ein Gebiet in Israel ausgewählt, das als Einsatzfeld diente. Tierkadaver wurden vergraben und die Einsatzkräfte wurden aufgefordert, sie aufzuspüren.
„Es gibt verschiedene Szenarien: Wanderer, die in der Wüste verschollen sind, ein Pilot, der sich aus dem Flugzeug geschleudert hat, Entführungen durch Terroristen, Verletzte bei Kampfeinsätzen“, beschreibt Major Oz. „Eines der Ziele dieses Kurses ist es, einen Leitfaden zu entwickeln, der im Ernstfall für jedes dieser Szenarien anwendbar ist. Natürlich kann nichts die jahrlange Erfahrung ersetzen, aber zumindest haben wir so etwas in der Hand, mit dem wir sofort mit unserer Arbeit beginnen können.“
Eine Nadel im Heuhaufen
„Wir sind die Augen von EITAN“, sagt Major (Res.) Meir. „Im feindlichen Gebiet nach einer vermissten Person zu suchen, ist wie die Suche einer Nadel in einem Heuhaufen. Das Suchgebiet muss so weit wie möglich eingeschränkt werden, sonst ist es unmöglich, es sauber abzusuchen. Wenn z.B. ein Panzerfahrzeug bei einem Bodeneinsatz getroffen wird, und man muss die Verletzten lokalisieren, kann man feststellen, wo sich der „Hot spot“ vor und nach der Explosion befand. Dann kann man die Sektoren abgrenzen, zu denen die Bodentruppen vordringen müssen, um nach Verletzten zu suchen“. Dieses Beispiel beruht auf einem tatsächlichen Vorfall. Am 11. Mai 2004 wurde ein Panzerfahrzeug von einer Mine auf einer Straße im Gaza Streifen getroffen.
Sechs Soldaten wurden getötet. „Ich flog über das Gebiet“, erinnert sich Major Chen, „als ich plötzlich eine starke Explosion wahrnahm. Ich war mir nicht sicher, um was es sich handelte, und zunächst gab es auch keine Informationen über den Funk. Trotzdem habe ich sofort damit begonnen, die „Hot spots“ auf der Karte zu markieren. Es gab sehr viele, aber ich konnte nicht sagen, von was sie ausgelöst worden waren.  Ich hatte keine Ahnung, dass ein Panzerfahrzeug explodiert war. Erst Stunden später rief mich Major Yoav an und sagte mir, was geschehen war. Als dann Berichte über vermisste Soldaten herein kamen, haben wir die von mir markierten Karten überprüft, um festzustellen, wo die Vermissten sein könnten.“ Ein anderer Vorfall, bei dem Chen „Hot spots“ ausmachte und verzeichnete, war der, in den Majdi Halabi verwickelt war. Halabi ist ein Israelischer Soldat, der zuletzt im Jahr 2005 in der Gegend von Dalyat-El-Carmel gesichtet worden war. „Einige Wochen, nachdem er verschwunden war, erhielten wir einige Hinweise zu seinem möglichen Verbleib“, berichtet Chen sehr vorsichtig, wohl wissend, wie sensibel man im Umgang mit Berichten über vermisste Soldaten sein muss. „Wir führten eine sehr umfangreiche Suchaktion auf israelischem Gebiet durch. Wir konnten zwölf verdächtige Lokalitäten definieren. Am nächsten Tag wurden sie samt und sonders von Infanteristen durchsucht. Wir fanden Tierkadaver aber nicht den vermissten Soldaten.“
In einem anderen Fall unterstützten Chen und Yoav die Suche nach Master SergeantKeren Tendler,  die bei einem Helikopterabschuss während des Zweiten Libanon Krieges getötet wurde. Keren war Flugzeugmechanikerin. Ihr Helikopter wurde von einer Rakete der Hisbollah getroffen. Ihr Leichnam konnte in den ersten Stunden nach dem Absturz nicht lokalisiert werden. In diesem Fall führte die Tatsache, dass das UAV nichts fand, schließlich zum Auffinden des Leichnams. Mitten in der Nacht stießen Cehn und Yoav zu ihren Leuten, um die Suchaktion zu leiten. Stundenlang durchkämmten sie das Gebiet, analysierten die Flugroute des Helikopters und führten komplexe Berechnungen durch, wo sie den Leichnam finden könnten. „Zentimeter um Zentimeter haben wir das ganze Gebiet durchkämmt“, sagt Chen. „Wir machten sechs mögliche Plätze aus. In anderen Worten, wir schlossen alle anderen Orte aus, und fanden – nichts! Das war der Augenblick, an dem wir uns sicher waren, dass sich der Leichnam im Helikopter befinden müsse. Und dort fanden wir ihn. Einsatztechnisch gesehen, ein schneller Erfolg.“
„Ich brach in Tränen aus“



Der Kontrollraum von UAVs ist wie eine Blase. In dem Moment, in dem ihn die Eisatzkräfte betreten, klinken sie sich von der Außenwelt ab. Dann gibt es nur mehr sie, die UAVs und die Bodentruppen. Man darf sich nicht von Gefühlen überrollen lassen, die die Arbeit beeinflussen könnten, insbesondere nicht, wenn es darum geht, Vermisste zu finden. Das ist leichter gesagt, als getan. Es ist die eine Sache, eine Raketenabschussbasis zu finden, aber es ist eine ganz andere Sache, nach dem Leichnam eines vermissten Soldaten zu suchen.
 „Während des Zweiten Libanon Krieges wurden Yoav und ich gerufen, um nach dem Leichnam eines Soldaten zu suchen“, erinnert sich Chen. „Es war eine schwierige Aufgabe, und wir waren nach einer Woche harter Arbeit völlig erschöpft. In der Basis spürten wir, dass wir auch emotional völlig ausgelaugt waren. Nachdem wir ihn gefunden hatten, ging ich heim, um ein paar Stunden Schlaf zu bekommen, bevor ich am nächsten Morgen wieder los musste. Als ich zurückkam, brach ich in Tränen aus, es gab keinen speziellen Anlass, aber ich erkannte, was sich alles in mir aufgestaut hatte. Erst Monate später erkannte ich, welche innere Leere sich an diesem Tag in mir ausgebreitet hatte.“ Major (Res.) Meir: „Als wir nach Keren Tendler suchten, saß ich mit Yoav und Chen im Kontrollraum. Ich wusste bereits, dass einer der getöteten Soldaten Daniel Gomes war, er kam aus meiner Stadt, ich kannte ihn. Das war für mich sehr belastend.“
Die Kooperation verstärken
Es scheint, als ob die Zusammenarbeit zwischen der Staffel und EITAN sehr eng ist, mit klaren Richtlinien, wer was in welcher Situation zu tun hat.  Aber, die Realität ist ein wenig anders. Bis heute basierte die gesamte Zusammenarbeit auf der persönlichen Beziehung, die Chen und Yoav aufgebaut haben.  „Eines der Dinge, an deren wir gerade jetzt arbeiten, ist das Formulieren klarer Richtlinien, um die Kooperation von der persönlichen Ebene auf eine allgemeingültige zu bringen“, sagt Major Oz. „Wir stellen uns eine andauernde Kommunikationsschiene vor, die zwischen uns und den Leuten von EITAN eingerichtet werden muss. Der Kurs skizzierte diese Leitlinie. Jeder weiß jetzt, was von ihm im Notfall erwartet wird und wie die Vorgangsweise ist. Wir wollen die Kooperation zwischen unseren Einheiten verstärken.“ „Heute gibt es tatsächlich diese Kommunikation zwischen Chen und mir“, sagt Yoav. „Wir möchten wirklich, dass mehr Mitglieder der Staffel ein tieferes Verständnis für diese Sache entwickeln, daher auch der Trainingskurs. Grundsätzlich ist es unser Ziel, so was wie einen Notfall Knopf zu entwickeln. Wenn der gedrückt wird, wird die Staffel alarmiert und sie kommen zur Hilfe, auch ohne persönliche Verbindungen.“



Vor Kurzem wären die UAVs der ersten UAV Staffel fast zum Einsatz bei der Suche nach einer vermissten Person auf Israelischem Gebiet hinzugezogen worden. Die Polizei verfügt über eigene Helikopter mit nahezu gleichwertigen Kameras, aber in diesem Fall gab es Umstände, die einen Einsatz der UAVs notwendig machte. Im Dezember 2009 wurde ein acht Jahre altes Kind, Nizan Cohen, in den Hügeln um Jerusalem gesucht. „Wir hatten Angst, dass der Lärm der Helikopter ihn erschrecken könnte, und er sich verstecken würde. Daher beschlossen wir, dass der Einsatz der lautlosen UAVs besser sei“, erinnert sich Chen. „Aber unmittelbar vor Beginn des Einsatzes wurde der Junge gefunden.“ Chen fügt hinzu, dass ein UAV, der sich in Privatbesitz befindet, der Polizei bei der Suche nach Vermissten auf Israelischem Territorium behilflich war.  „Die Zusammenarbeit mit der Polizei ist auch etwas, an dem wir ständig arbeiten“, sagt Major Oz. „Wir arbeiten daran, einen permanenten Kommunikationskanal aufzubauen, der die zukünftige Zusammenarbeit erleichtern und sicherstellen soll.
Die Kooperation zwischen EITAN und der Staffel auf Basis der neuen Richtlinien wurden erst vor einem Monat erstmals getestet, als ein Soldat während einer Trainingseinheit seiner Elitetruppe als vermisst gemeldet wurde. Der Soldat wurde gefunden und das neue Einsatzmodel hatte seine Feuerprobe bestanden.
Aus einem anderen Blickwinkel
Der Einsatzleiter berichtet, dass neben dem verbesserten Wissen, wie man in einer solchen Situation, wenn eine Person vermisst wird, vorzugehen hat, auch das Niveau der Professionalität angestiegen ist, z.B. in der Auswertung von Luftbildern mit neuen, speziellen Geräten. „Es ist irgendwie, wie diese 3-D Bilder, die man in einer ganz besonderen Art betrachten muss, um zu erkennen, was abgebildet ist“, erklärt Chen. „Stell dir vor, du starrst sie immer und immer wieder an, ohne zu wissen, wie du schauen musst. Und dann, eines Tages, kommt jemand und entdeckt das „magische Bild“, das sich im ganzen Bild verborgen hat. Dann wird dir auf einmal klar, dass es eine neue Information gibt, von der du nicht wusstest, dass sie existiert. Das ist hier der Fall. Wir haben den Soldaten beigebracht, wie man mehr Informationen aus dem vordergründig sichtbaren Bild herausholen kann. Das ist ein dramatischer Schub für ihre Fähigkeiten, für ihre Professionalität.„
Der Kurs wurde sehr ernst genommen und wird in Zukunft zweimal jährlich stattfinden. Aber trotzdem, jeder der daran teilnimmt hofft, dass das neu erworbene Wissen nie angewendet werden muss.

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