Ägypten blockiert Gaza – wo sind die Flotillas?

B“H

Die Aktivisten sorgen sich um das Leiden der Palästinenser nicht im gleichen Umfang, wie sie daran interessiert sind, ihre anti-israelischen Machenschaften voranzutreiben. Nur sehr selten haben sie den Palästinensern etwas Positives anzubieten.
Die Hamas hat schlussendlich zugegeben, dass die Ägypter, und nicht Israel den Gaza Streifen zu einem „großen Gefängnis“ gemacht haben.
Ghazi Hamad, ein hoher Mitarbeiter des Hamas kontrollierten Außenministeriums, wurde diese Woche zitiert, als er sagte, „dass sich der Gaza Streifen als Resultat der anhaltenden Schließung des Grenzübergangs Rafah durch die ägyptischen Behörden seit dem 30. Juni zu einem großen Gefängnis gewandelt hat.“
Hamad sagte weiterhin, dass seither die Zahl der palästinensischen Reisenden am Rafah Grenzübergang von 1.200 auf 200 pro Tag gefallen sei.

Der Rafah Grenzübergang zwischen Ägypten und Gaza,
Januar 2009 (Quelle: International Transport Workers‘ Federation)


 Aber das ist eine Geschichte, die ihren Weg nicht in die westlichen Mainstream Zeitungen gemacht haben, weil Israel darin in keinster Weise verwickelt ist.
Um die ganze Lage noch zu verschlimmern, kündigten die ägyptischen Behörden an, dass der Rafah Übergang während des viertägigen muslimischen Feiertages Eid al-Fitr, der am 08. August begann, komplett geschlossen bleiben würde.
Bisher war nur Israel zur Verantwortung gezogen worden, wenn es darum ging, dass Gaza zu einem „großen Gefängnis“ geworden war, weil sich damit die Mainstream Medien und  Menschenrechtsorganisationen weltweit größter Aufmerksamkeit sicher sein durften.
Aber jetzt, da die Verantwortung eher in Ägypten gesucht wird, haben sich die meisten internationalen Journalisten, Menschenrechtsorganisationen und sogar „pro-Palästina“ Gruppen, ganz besonders an Universitäten in den USA, Canada und Australien entschlossen, doch einmal auch eine andere Betrachtungsweise in Erwägung zu ziehen.
Bewohner des Gaza Streifens fragen sich in diesen Tagen: wo sind alle die ausländischen Solidaritätsgruppen geblieben, die nach Gaza kamen, um der Hamas und dem Palästinensischen Volk ihre Unterstützung zu zeigen? Wo sind alle Presseleute, die Menschenrechtsgruppen, die Aktivisten?
Im Juli haben nur zwei ausländische Delegationen den Gaza Streifen besucht. Im Gegensatz dazu sind zwischen Januar und Juli ca. 180 Delegationen in den Gaza Streifen eingereist.
Die „pro-Palästina“ Aktivisten sagen, dass es ihnen auf Grund der strikten Sicherheitsmaßnahmen und Reisebeschränkungen durch die ägyptische  Behörden unmöglich ist, in den Gaza Streifen einzureisen.
Aber warum haben diese Aktivisten nicht versucht, eine neue Gaza Hilfs Flotilla zu organisieren, um die ägyptische Blockade zu brechen?
Warum sind die „pro-Palästina“ Aktivisten nicht auf die ägyptische Seite des Grenzüberganges Rafah geschickt worden,  um dort ihrer Solidarität mit den Bewohnern des „großen Gefängnisses“ Ausdruck zu verleihen?
Die Antwort liegt auf der Hand:
Erstens ist es das Hauptziel der Aktivisten, Israel zu verdammen und als alleinverantwortlich für die Leiden der Palästinenser hinzustellen. Die Aktivisten sorgen sich um das Leiden der Palästinenser nicht im gleichen Umfang, wie sie daran interessiert sind, ihre anti-israelischen Machenschaften voranzutreiben. Sie opfern einen großen Teil ihrer Energien dazu, gegen Israel aufzustacheln und haben dabei nur sehr selten etwas Positives zur Hand, was sie den Palästinensern anbieten könnten.
Zweitens, wissen die „pro-Palästina“ Aktivisten, dass es verrückt wäre, das ägyptischen Militär und die Sicherheitskräften nicht zu respektieren.  Das letzte Mal, als Ausländer versuchten, einen friedlichen Protest auf der ägyptischen Seiten des Rafah Grenzübergangs durchzuführen, zögerten die Ägyptischen Behörden nicht lange, gewaltsam gegen sie vorzugehen und zahlreiche  Demonstranten  aus dem Land auszuweisen.
Ähnlich liegt auch das Problem, wie die internationalen Medien mit der aktuelle Krise im Gaza Streifen umgehen.
Während die ägyptischen Behörden die Blocke um den Gaza Streifen mehr und mehr verschärfen, kommen Dutzende von LKWs mit allen möglichen Gütern und Baumaterial  durch den Erez Übergang von Israel aus in Gaza an.
In dieser Woche wurden mehr als 500 LKWs mit allen möglichen Gütern und 86 Tonnen Kochgas über den Erez Übergang an die Bevölkerung von Gaza ausgeliefert.
In der letzten Juli Woche kamen 1.378 LKWs mit 37.306 Tonnen nach Gaza und 2203 Personen nutzten den Grenzübergang.  Seit Beginn dieses Jahres wurden ca. 34.000 LKWs mit mehr als 950.000 Tonnen  an Waren nach Gaza geliefert.
Die Ägypter, wie die meisten Araber, sorgen sich nicht um die Palästinenser. Sie möchten, dass die Palästinenser das Problem Israels sind und weiterhin von den Spenden der westlichen Länder leben.
Die Araber kümmern sich nicht darum, falls die Bewohner des Gaza Streifens Hunger leiden sollten, solange Israel nur dafür zu Verantwortung gezogen wird.
Also warum sollte irgendein arabisches Land besorgt sein, solange die internationale  Gemeinschaft und die internationalen Medien in ihrer Vogel Strauß Mentalität verharren  und die ägyptische Verantwortung für die sich verschärfende humanitäre und wirtschaftliche Krise im Gaza Streifen ignorieren?
Die Originalversion des Artikels erschien am 09. August 2013 hier: http://www.gatestoneinstitute.org/3923/egypt-blockades-gaza

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s