Barbra Streisand tritt erstmals in Israel auf – und tritt dabei den Orthodoxen auf die Füsse!

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Barbra Streisand, Jahrgang 1942, brilliert seit fast 50 Jahren in Filmen, die jeder für sich, einzigartig waren. „ Funny Girl“, „An einem Sonntag ohne Wolken“, „Yentl“, „Herr der Gezeiten“, „Is was Doc?“ waren auch im deutschsprachigen Europa Kassenschlager.

Mit einem Oscar für die beste Hauptdarstellerin in Funny Girl (1969) und vier weiteren Oscar Nominierungen würdigte die Filmwelt ihre Leistungen.

Mit 64 veröffentlichten Alben ist sie eine der produktivsten Künstlerinnen. Produktivität auf hohem Niveau! Den zweiten Oscar, diesmal für den besten Filmsong erhielt sie wohlverdient 1977 für den Song „Evergreen“ im Film „A Star is born“.

Morgen und übermorgen gibt sie erstmals in ihrer Karriere zwei Konzerte in Tel Aviv. Anlass dieses Doppelkonzertes ist der 90. Geburtstag unseres Präsidenten, Shimon Peres, im August.

Gestern ist ihr die Ehrendoktorwürde der Hebräischen Universität Jerusalem für „ihre beruflichen Erfolge, ihre außergewöhnliche humanitäre Einstellung, ihre Vorreiterrolle im Bereich der Menschen- und Bürgerrechte, sowie ihren Einsatz für Israel und das jüdische Volk“ verliehen worden, so die Universität.

Streisand wäre nicht Streisand, wenn sie nicht die Dankesrede auch für kritische Anmerkungen genutzt hätte.

Es sei furchtbar, so sagte sie, lesen zu müssen, wie mancherorts Frauen in Israel gezwungen werden, im hinteren Bereich von öffentlichen Bussen Platz zu nehmen, oder hören zu müssen, dass an der Klagemauer Metallstühle auf Frauen geworfen würden, weil sie, ebenso wie Männer bei ihren Gebeten einen Tallit tragen und laut beten wollten. Beides, das Tragen des Gebetsschals und das laute Beten sind bei den Orthodoxen nur den Männern vorbehalten.

„Women of the wall“,  eine höchst aktive Gruppe liberaler Jüdinnen hat es mittlerweile, nach vielen Anfeindungen und Schmähungen immerhin geschafft, dass eine Lösung gesucht und auch bereits ins Auge gefasst wird. Es ist geplant, im Anschluss an den bestehenden Platz vor der Klagemauer einen weiteren Ort neben der jetzigen Frauensektion einzubinden, wo jene Frauen, die von den Orthodoxen permanent behindert werden, ungehindert beten können.  Allerdings haben die Palästinenser diese Lösung weit von sich gewiesen, weil sie befürchten, dass damit ihre Zugänge zum Tempelberg eingeschränkt würden. Was nicht stimmt!

Streisand  richtete sich mit ihrer Anklage klar gegen die demütigende Haltung, die, vor allem in von Orthodoxen bewohnten Gebieten, aber eben auch an der Klagemauer Frauen entgegengebracht wird.

Das nicht orthodoxe Israel erlebt sie ganz anders und beschreibt ihre Empfindungen dazu am Mikrokosmos der Universität:

„Eines der Dinge, die ich immer an dieser Universität bewundert habe, ist die Tatsache, dass hier Frauen und Männer, Juden und Araber, Christen und Muslime, in Israel Geborene und Immigranten gemeinsam in den Seminaren sitzen, dieselben Cafeterien teilen, von denselben Professoren lernen und zusammen von einem guten und erfüllten Leben träumen. Ich wünschte, die Welt wäre ein bisschen mehr wie die Hebräische Universität.“

Ihre Markenzeichen sind seit jeher: der leichte Silberblick und die große Nase. Die Nase hat sie nie korrigieren lassen, weil sie befürchtete, eine Korrektur könne ihre Stimme verändern.

Und das wäre wirklich sehr schade gewesen!



2 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemein

2 Antworten zu “Barbra Streisand tritt erstmals in Israel auf – und tritt dabei den Orthodoxen auf die Füsse!

  1. Schönheit liegt im Auge des Betrachters! …

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  2. Stimmt, faehrtensuche, sie ist in den Augen der Barbie Verehrer sicher nicht schön, aber sie hat Präsenz und Charisma! Und das macht sie im Wortsinn sehr attraktiv!

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