Verwaiste Eltern treffen Jungen, der dank Organspende des Sohnes überlebte

ב“ה

Am Donnerstag fand im Schneider Medical Center für Pädiatrie eine bewegende Begegnung statt: Die Eltern des israelischen Jungen Noam, der vor etwa zwei Wochen bei einem Sturz aus dem Fenster zu Tode gekommen war, trafen auf den zehnjährigen palästinensischen Jungen Yaakub, dem durch die Nierentransplantation nach einer Organspende von Noam das Leben gerettet worden war (wir berichteten).


v.l.n.r. Yaakub, der Vater von Yaakub, die Mutter von Noam, der Vater von Noam, Prof. Yosef Peres, Leiter des Schneider Medical Center (Foto: Schneider Medical Center)

Sarit, Noams Mutter, erklärte: „Yaakub heute zu sehen, ist ein großes Glück. Ich wünsche ihm nur Gesundheit, dass er von hier gesund wieder aufsteht und all das genießen kann, was ihm sechs Jahre lang versagt wurde. Für mich ist es ein riesiges Glück, und ich habe das Gefühl, ein Teil von Noam sei noch am Leben. Das ist für mich ein großer Trost.“

Souhaila, die Mutter Yaakubs, sagte unter Tränen: „Ich danke der Familie von ganzem Herzen.“


v.l.n.r. Yaakub, der Vater von Yaakub, der Vater von Noam (Foto: Schneider Medical Center)

Für die Eltern von Noam war die Entscheidung, seine Niere für eine Spende zur Verfügung zu stellen, nicht selbstverständlich: Da Organspenden im Judentum umstritten und die Eltern Sarit und Avi religiös sind, berieten sie sich in dieser schweren Stunde mit einem Rabbiner, ob er unter religiösen Aspekten eine Organspende für erlaubt halten würde.

Die Transplantation wurde im Schneider Medical Center durchgeführt, dem Krankenhaus, das landesweit mit Abstand die meisten Organtransplantationen an Kindern durchführt. Seit ihrer Gründung hat die Kinderklinik über 400 Herz-, Lungen-, Leber- und Nierentransplantationen bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen vorgenommen.

(Schneider Medical Center, 12.06.13)

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Eine Antwort zu “Verwaiste Eltern treffen Jungen, der dank Organspende des Sohnes überlebte

  1. Das ist eine Geschichte, die nicht oder kaum Eingang in der Mainstream-Presse findet! Leider! Wie gut, dass es andere Infoquellen gibt! 🙂

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s