Der Zynismus der Haredim lässt sich nicht mehr überbieten

Der Anteil der Haredim in Israel ist klein. Er liegt bei ca. 10% der Gesamtbevölkerung. Dennoch nehmen sie das Recht für sich in Anspruch, die israelische Gesellschaft zu terrorisieren.
Sie verbannen Frauen von Plakatwänden bis hin zu „frauenlosen“ Ikea Plakaten.
Sie spucken kleine Mädchen an, wenn deren Kleidung ihnen zu unkeusch erscheint.
Sie weigern sich, an offiziellen Zeremonien teilzunehmen, wenn dort auch Frauen singen.
Sie verlangen Busse, die nach Geschlechtern getrennt sind.
Sie verlangen geschlechtergetrennte Kassen in den Supermärkten.

Die Liste des „ganz normalen Alltagswahnsinns“ entsprechend der haredischen Vorstellung lässt sich beliebig lange fortsetzen.
Wir haben uns daran gewöhnt.
Schon weniger gut gelingt der Gewöhnungs Prozess, betrachtet man die Berichterstattung der haredischen Zeitschrift „Bakehila“.
„… We wanted to emphasize the story of the helpless boy. At the same time, we respect the memory of the Holocaust victims and… also respect our readers, bringing them only what they need and want to see“
Mit diesen Worten rechtfertigt der Herausgeber das Wegretuschieren aller Frauengesichter auf dem wohl bekanntesten Foto aus dem Warschauer Ghetto.





Gänzlich unbegreiflich ist das zynische, diesmal nicht gegen Frauen gerichtete Verhalten einer Gruppe von ca. 200 Jeshiwa Studenten.
Gestern, am Vorabend des Holocaust Gedenktages trafen sie sich in einem Park in der Nähe von Yad Vashem, um ein Barbecue zu veranstalten.  Während dort die alljährliche Gedenkveranstaltung durchgeführt wurde, stieg vom Grillplatz Rauch auf.
„In Erinnerung an die Opfer des Holocaust“ liess einer der Teilnehmer verlautbaren, und „Heute ist ein freier Tag, wir sind hergekommen, um uns zu entspannen.“
Zu dieser abscheulichen Party waren auch Frauen eingeladen…..

3 Kommentare

Eingeordnet unter Allgemein

3 Antworten zu “Der Zynismus der Haredim lässt sich nicht mehr überbieten

  1. Anonym

    Meschuggene, besser in diesem Fall: Bekloppte, gibts überall.
    Rudi

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  2. Daniel

    Ob sich die männlichen Haredim wohl bewusst sind, dass sie allesamt von Frauen geboren wurden?

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  3. Tarahu

    Shalom Esther

    Leider gibt es immer solche Menschen, sie sind in allen Gruppierungen vertreten. Auch bei religiösen oder auch ethnischen Minderheiten. Warum das so ist, darüber gibt es nur Spekulationen und Vermutungen.

    Ich vermute mal das es hier um eine narzisstische Überbewertung des Egos geht: „Seht her, ich bin was Besonderes!“ Diese Art von Protest hatten wir doch in den 70er Jahren auch mit den Hippies etc.

    Auch unter den Vertretern der „Möchtegern Minderheitszugehörigen“
    ist dies sehr verbreitet.

    Besonders in IL sehen wir die unterschiedlichsten Reaktionen auf die Vergangenheit. So las ich, dass einige Nachkommen von KZ Häftlingen sich die Nummern ihrer Vorfahren auf den Unterarm tätowieren ließen da frage ich mich was haben die damit zu tun.

    Liebe zu den Verstorbenen? Oder frönen sie nur das eigene Ego? Ja, da gibt es schon die seltsamsten Blüten.

    All das Gedenken wird es irgendwann nicht mehr geben. Irgendwann wird die Meinung vorherrschen: “Was habe ich damit zu tun?“

    Wichtig ist eigentlich dabei, dass alle wissen, das ist der Tag des Gedenkens an unsere Opfer. Wir gedenken ihrer und jeder tut dies auf seine eigene Art und Weise.

    Das Speisen an oder auf Friedhöfen/oder Gedenkstätten ist bei vielen Ethnien verbreitet.

    Ja so ist es heute, Dinge die vor 30 Jahren einfach nicht möglich waren sind heute eben üblich.

    Denkt aber nicht, dass ich ein großer Fan von solchen Dingen bin ich nehme es einfach hin und freue mich, dass auch mal etwas anders der Opfer gedacht wird.

    Hier in D gerade hier fand kaum etwas statt, nur eine kurze Bemerkung der Ansager im Fernsehen.

    Das war’s. Ach ja es wurde hervorgehoben, dass die wichtigen Feiern in Polen sind, denn dort, in Auschwitz wurden sie ja vergast, also großes Gedenken und Feiern in Polen.

    Eigentlich hätten hier die Räder für 6 Stunden stillstehen müssen, aber was ist eine Stunde schon für eine Million umgebrachter Juden.

    Von kleinen ortsbedingten Gedenken ohne Trara war hier wenig bis kaum etwas zu sehen oder hören

    Tarahu

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