Vollmundige Worte

B“H

Am vergangenen Donnerstagabend, am geschichtsträchtigen 29. November 2012 hätte Präsident Dr. Mahmud Abbas fast den wichtigsten Termin seiner schon lange offiziell beendetet Amtszeit verpasst, schenkt man SPON und Marc Pitzke Glauben.
Knapp gelang es ihm, gerade noch pünktlich zur Abstimmung über sein Projekt beim Hauptquartier der UNO in New York anzukommen: die Anerkennung Palästinas als beobachtendes Nichtmitglied. Endlich hat Palästina den Status, den derzeit nur noch der Vatikan innehat. Und vormals auch schon die Schweiz, Deutschland, die DDR, Österreich, Finnland, Italien, Japan. Und immer war dieser Status das Sprungbrett zu einer Vollmitgliedschaft.
Erwartungsgemäß verlief die Abstimmung im Sinne des Antragstellers: von 193 Staaten stimmten 138 für und 9 gegen die Aufwertung, 41 Staaten enthielten sich der Stimme. Die relativ hohe Zahl an Enthaltungen mag teilweise weniger einer echten Unentschlossenheit geschuldet gewesen sein, als wirtschaftspolitischem Kalkül, keinen der andersdenkenden Staaten vor den Kopf zu stoßen. Schlussendlich geht es neben politischen auch immer um wirtschaftliche Entscheidungen.
Gratulation!

Kann sich Abbas nun endlich dem lange schon überfälligen Ruhestand widmen? Mit seinen Enkelkindern – so er denn welche hat – in der hübschen und aufstrebenden Stadt Ramallah das Leben einfach genießen?
Weit gefehlt! Er scheint nun erst recht ein Getriebener zu sein, der es sich nicht nehmen lässt, die Sache „seines Volkes“ solange weiter voran zu treiben, bis das wahr wird, was ein offiziöser UN Zwitscherer von sich gab:

Auch wenn die Aussagen recht schnell aus dem Netz genommen wurde, g’seit isch g’seit, Sigmund Freud hin oder her!
Darum prangt auf der offiziellen UN Seite Palästinas noch das PLO Wappen mit dem gesamten, israelischen Staatsgebiet, inklusive Gaza und dem WJL – eben vom Jordan bis ans Mittelmeer!
Und das ist es ja, was der alles bestimmende Gedanke ist: die Einstaatenlösung, aber ohne Juden! Im Vorfeld des ersten Antrages bei der UN im September 2011 gab der PLO Botschafter in Amerika, Maen Areikat  ein aufschlussreiches Interview, in dem er betont: „… that any future Palestinian state it seeks with help from the United Nations and the United States should be free of Jews.“ und After the experience of the last 44 years of military occupation and all the conflict and friction, I think it would be in the best interest of the two people to be separated.“
Da half es auch nicht, dass sich „USA today“ genötigt sah, erklärend darauf hinzuweisen, dass Areikat im Interview die Israelis und nicht die Juden gemeint hätte. Aber, der Diplomat Areikat wusste genau was er sagte.
Ebenso wenig, wie die redundanten Beteuerungen hilfreich sind im Versuch der Hamas, darüber hinwegzutäuschen, dass die Vernichtung Israels immer noch in der Charta der Hamas vom 18.08.1988 verankert ist (Bei den nachfolgenden kursiv geschriebenen Texten handelt es sich ausschließlich um Zitate aus der Charta)
“Israel wird entstehen und solange bestehen bleiben, bis der Islam es abschafft, so wie er das, was vor ihm war, abgeschafft hat.“
Wie anders kann das zu verstehen sein, denn als klare  Absage auch an andere Religionen. Mit genau diesen selbstherrlichen Ansprüchen rechtfertigen die Palästinenser vor der UNESCO die Anerkennung jüdischer Kulturgüter als sogenanntes „präislamischesErbe“. für sich! Sogar, wenn diese bereits vor 2000 Jahren im Alten Testament beschrieben werden und auf Grund archäologischer Gutachten eindeutig zugeordnet werden können. Was hinderlich ist im Prozess der „Geburt eines Volkes und eines Staates“ wird zerstört, und wo das nicht geht, wir es einfach als prä-palästinensisch vereinnahmt.
„Sie strebt danach, das Banner Gottes über ganz Palästina, jeder Handbreit davon, aufzupflanzen. Unter dem Islam können die Anhänger aller Religionen in Sicherheit für sich, ihren Besitz und ihre Rechte zusammenleben.“
Und wie lässt sich das damit vereinbaren, dass das islamische  Recht, die Sharia überall dort eingeführt werden soll, wo eine islamistische Regierung an der Macht ist? Diese dramatische Entwicklung, die den Grausamkeiten der Islamisten Tür und Tor öffnet, wird sichtbar für die Welt gerade in Ägypten angestrebt. In London  gibt es bereits Bezirke, in denen die Sharia gilt. 


„Die Islamische Widerstandsbewegung glaubt, dass Palästina allen Generationen der Muslime bis zum Tag des Jüngsten Gerichts als islamisches Waqf-Land vermacht ist. Palästina darf weder als Ganzes noch in Teilen aufgegeben werden. ……denn Palästina ist den Generationen der Muslime bis zum Tag des Jüngsten Gerichts gegeben.“
Diesem Umstand verdanken wir es, dass aus den seinerzeit von den UN geschätzten ca. 1.000.000 arabischen Flüchtlingen mittlerweile mehr als 5.000.000 geworden sind, die auf ihr Rückkehrrecht pochen. Die UNWRA hat das Erbrecht des Flüchtlingsstatus nur bei Palästinensern anerkannt und sichert so sich selbst und den Palästinensern noch auf Jahre hinaus erkleckliche Fördergelder und Gehaltszahlungen. Ein starker Anreiz, am Status quo nichts zu ändern! Der Waqf, einer Art muslimisch religiöser Autorität wurde nach der Rückeroberung der Altstadt 1967 durch Moshe Dayan die Verantwortung über den Tempelberg übergeben, freiwillig als Geste des guten Willens. Ein großer Fehler, wie wir heute wissen! 
„So sieht es das islamische Recht für Palästina wie für alle anderen Gebiete vor, die die Muslime einst gewaltsam erobert und anschließend allen künftigen Generationen von Muslimen bis zum Tag des Jüngsten Gerichts als Waqf-Schenkung vermacht haben.“
Israel hat das WJL Land von Jordanien in einem Verteidigungskrieg erobert, ebenso wie Gaza, den Sinai und die Golanhöhen. Der Sinai wurde als Gegenleistung für den Friedensvertrag mit Ägypten zurückgegeben, der Dank ist, dass der Sinai heute wieder Schauplatz für gewaltsame Auseinandersetzungen ist. Gaza wurde 2005 bedingungslos geräumt, die Folgen haben wir gerade erst wieder erlebt. Jordanien hat 1981 auf das WJL verzichtet. Alle Gebietseroberungen waren Folgen von den Verteidigungs- oder Präventivkriegen. Aber: Israel wird als Besatzer dargestellt. Jedoch für sich reklamiert die Hamas, alle Gebiete, die jemals vom Islam seit dem 7. Jahrhundert „gewaltsam erobert“ wurden, seien nun rechtmäßige islamische Territorien. Hakt da nicht was ganz gewaltig?
„Derartige Initiativen, sogenannte friedliche Lösungen und internationale Konferenzen zur Lösung der Palästina-Frage stehen im Widerspruch zur Ideologie der Islamischen Widerstandsbewegung. Denn der Verzicht auf auch nur einen Teil Palästinas ist ein Verzicht auf einen Teil des Glaubens.“
„Bei diesen Konferenzen wird nämlich den Ungläubigen Schiedsgewalt über muslimisches Land eingeräumt – und wann haben schon jemals Ungläubige den Gläubigen Recht widerfahren lassen und gerecht gehandelt?“
„Die Palästina-Frage kann nur durch den Dschihad gelöst werden. Initiativen, Vorschläge und internationalen Konferenzen sind sinnlose Zeitvergeudung, frevelhaftes Spiel,…“
Mit wem und warum sollen wir denn dann noch verhandeln? Es erübrigt sich doch jeglicher weiterer Kommentar!
„Die Islamische Widerstandsbewegung ist eine humane Organisation, die die Menschenrechte achtet und der Toleranz des Islams gegenüber Anhängern anderer Religionen verpflichtet ist.“
Wie ist es dann zu bewerten, dass in Gaza vor weniger als zwei Wochen mutmaßliche Kollaborateure mit den Israelis willkürlich grausam umgebracht worden sind? Menschen, die sich wahrscheinlich keines Vergehens schuldig gemacht hatten. Sie waren einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.  Ähnlich wie die beiden israelischen Soldaten vor einigen Jahren, sie wurden Opfer eines aufgeheizten Mobs und gelyncht. Humanität sieht anders aus! Ich verzichte hier ganz bewusst auf die Bilder! 
„Der Prophet – Gott segne ihn und schenke ihm Heil-, sprach: „Die Stunde wird kommen, da die Muslime gegen die Juden solange kämpfen und sie töten, bis sich die Juden hinter Steinen und Bäumen verstecken. Doch die Bäume und Steine werden sprechen: „Oh Muslim, oh Diener Allahs, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt. Komm und töte ihn!“
Dieser Generalaufruf, alle Juden, gleich ob in Israel oder sonst wo auf der Welt zu töten wurde bis heute nie von der Hamas und von der PLO, die im Namen der Palästinenser sprechen, zurück genommen!
Im Zuge der Oslo Verhandlungen von 1993 erkannte die Fatah, damals vertreten durch Jassir Arafat, das Existenzrecht Israels an und schwor dem Terrorismus gegen das Land und seine Bürger ab. Gleichzeitig verpflichtete er sich auch, sämtliche Passagen aus der PalästinensischenNationalcharta vom 01.Juni 1964  – der wahren Geburtsstunde des palästinensischen Volkes  – streichen zu lassen, die die Vernichtung Israels und der Juden zum Thema hatten. (Auch hier sind alle nachfolgenden, kursiv geschriebenen Text Zitate!)
„Palästina ist innerhalb der Grenzen, die es zur Zeit des britischen Mandats hatte, eine unteilbare territoriale Einheit.“
„Die palästinensische Identität ist ein echtes, essenzielles und angeborenes Charakteristikum; sie wird von den Eltern auf die Kinder übertragen.
„Palästinenser sind solche arabischen Staatsangehörigen, die bis zum Jahr 1947 regulär in Palästina ansässig waren, ohne Rücksicht darauf, ob sie von dort vertrieben wurden oder dort verblieben. Jedes Kind eines palästinensischen Vaters, das nach diesem Zeitpunkt geboren wurde – (sei es nun) in Palästina oder außerhalb – ist ebenfalls Palästinenser.
Juden, die vor dem Beginn der zionistischen Invasion in Palästina regulär ansässig waren, werden als Palästinenser angesehen (werden).“
„Der bewaffnete Kampf ist der einzige Weg zur Befreiung Palästinas.“
„Die Befreiung Palästinas ist vom arabischen Standpunkt aus nationale Pflicht. Ihr Ziel ist, der zionistischen und imperialistischen Aggression gegen die arabische Heimat zu begegnen und den Zionismus in Palästina auszutilgen.“
„Die Befreiung Palästinas wird vom geistig-spirituellen Standpunkt aus dem Heiligen Land eine Atmosphäre der Sicherheit und Ruhe bieten, die ihrerseits den Schutz der heiligen Stätten, die freie Religionsausübung und den Zugang zu den heiligen Stätten für alle – ohne Rücksicht auf Rasse, Hautfarbe, Sprache und Religion – garantiert.“
„Die Teilung Palästinas im Jahr 1947 und die Schaffung des Staates Israel sind völlig illegal, ohne Rücksicht auf den inzwischen erfolgten Zeitablauf, denn sie standen im Gegensatz zu dem Willen des palästinensischen Volkes und seiner natürlichen Rechte auf sein Heimatland; sie waren unvereinbar mit den Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen, insbesondere mit dem Recht auf Selbstbestimmung.“
„Die Balfourdeklaration, das Palästinamandat und alles, was sich darauf stützt, werden für unrecht erachtet. Ansprüche der Juden auf historische und religiöse Bindungen mit Palästina stimmen nicht mit den geschichtlichen Tatsachen und dem wahren Begriff dessen, was Eigenstaatlichkeit bedeutet, überein. Das Judentum ist eine Religion und nicht eine unabhängige Nationalität; ebenso wenig stellen die Juden ein einzelnes Volk mit eigener Identität dar, vielmehr sind sie Bürger der Staaten, denen sie angehören.“
Nachdem sich beide Deklarationen in vielen Punkten sehr ähnlich sind, verzichte ich hier auf weitere Ergänzungen.
Gestern wurde bekannt, dass Israel Steuergelder in Höhe von ca. 100 Millionen Euro einfriert, die im Prinzip den Palästinensern zustehen würden.
Würden, ja, wenn da nicht auf deren anderen Seite ca. 200 Millionen Euro an Schulden zu Buche schlagen würden, die uns aus offenen Rechnungen der Palästinenser noch zustehen. Rechnungen für Wasser und Strom, die unbezahlt sind.
So gesehen ist es doch nur recht und billig, wenn wir die Gelder erst mal einfrieren, oder?
Und warum eigentlich, frage ich mich, nennen die Palästinenser die vormalige durch die Osmanen besetzten Gebiete in Palästina „Heiliges Land“? Der Name Palästina wurde den Juden aus Samaria (Shomron) und Judäa aus politischen Gründen  von Rom aufgedrückt.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Eine Antwort zu “Vollmundige Worte

  1. Anonym

    Auf diesen Bericht habe ich lange gewartet.
    Tarahu

    Gefällt mir

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