Während die Welt gebannt auf Gaza starrte…

 
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..blieb es an weiteren Kriegsschauplätzen keinesfalls ruhig! Die nachfolgenden Links führen alle zu Kriegsberichten der Tage, an denen die IDF die Operation „Pillar of defense“ durchführte.
 
In Syrien geht das Morden ungehindert weiter. Es gelingt den Rebellentruppen seit Monaten nicht, nachhaltige Erfolge im Kampf gegen Präs. Assad und sein Militär zu erreichen.  Aleppo ist, so der syrisch-orthodoxe Metopolit: „..eine tote Stadt“.  Allein am vergangenen Mittwoch, 21. November,  starben bei einem Angriff auf ein Krankenhaus 40 Personen.
 
Viel mehr Aufmerksamkeit bekommt derzeit die Türkei mit ihrem Wunsch an der syrischen Grenze Patriot Abwehrraketen aufstellen zu wollen.  Damit soll ein Schutzzone sowohl für Flüchtlinge, als auch für die Rebellen geschaffen werden, und natürlich dient er auch dazu, Angriffe der syrischen Regierungstruppen auf die Türkei abzuwenden. Ohne die Zustimmung der NATO Partner geht das nicht. Die NATO wiederum reklamiert die Kontrolle über die Abschussrampen der Patriots.
 
Der Iran und Syrien sind gegen die Aufstellung der Patriot. Mögen sie nur Raketen die gegen Israel eingesetzt werden?
 
Immerhin anerkennt die EU die syrische Opposition als offizielle Vertreter der Bürger Syriens an und verspricht, sie in ihren Bestrebungen zu unterstützen. Na ja, vage formuliert, aber immerhin, ein kleiner Schritt in die richtige Richtung! Trotz den vielen zivilen Opfer, keine Proteste von Lady Bashton. Kein Aufschrei der Kriegsgegner und kein Mucks von diversen NGO’s.
 
Was sich zwischenzeitlich im Kongo abspielte, beschreibt ein Kongolese mit seinen Worten trefflich: „«Wenn das, was bei uns passiert, im Nahen Osten geschähe, gäbe es einen weltweiten Aufschrei», sagte ein Kongolese in Goma. Das war vor ein paar Jahren, als gerade die x-te Gewaltwelle über den Ostkongo hereinbrach. Einmal mehr wurden Unschuldige ermordet, Kindersoldaten verschleppt und Frauen jeden Alters vergewaltigt. Das kümmere niemanden, stellte der Hilfswerksmitarbeiter resigniert fest.“  Das Zitat ist einige Jahre alt, es stimmt noch immer.  Die Zahlen belegen das Ungleichgewicht zwischen den Opferzahlen und dem Interesse: Die Operation „Pillar of Defense“ hinterließ 6 Tote auf israelischer und 163 auf palästinensischer Seite. Währenddessen jagen sich die Schreckensmeldungen aus dem seit Jahren drangsalierten Kongo. Eine Frage stellt sich: wer finanziert die völlig enthemmte Soldateska?
 
Weitere, relativ unbeachtete Krisenherde gab es gleichzeitig im Sudan, sowie zwischen der Türkei und den Kurden. Es ist dieselbe Türkei, die konsequent Israel verurteilt, dabei aber rücksichts- und gnadenlos gegen Kurden im eigenen Land und im Irak vorgeht.
 
Und seit sich Ägyptens Präsident Mursi als Friedensarchitekt feiern ließ, glaubt er, die Gewaltenteilung, Grundbedingung eines demokratischen Staates, gilt für ihn nicht. Seine selbstherrliche Ernennung zum neuen Pharao hat in Ägypten neue Unruhen losgetreten, von denen man noch nicht weiß, wohin sie führen. Auf keinen Fall jedoch führen sie dazu, dass aus dem Arabischen Frühling, der nie etwas anderes war, als eine Fiktion in den Köpfen der Medien-Leute, wishful thinking eben, ein arabischer Sommer wird.
 
Inzwischen erleben die jungen Initianten einen Islamistischen eisigen Alptraum
 
Leider rutschten die Meldungen darüber von von den Titelseiten auf die hinteren Seiten. Es schien fast so, als hätte es einen Nachrichtenstopp gegeben, um sich voll und ganz auf die geplante Bodenoffensive der IDF konzentrieren zu können die, so die allgemeine Meinung, unmittelbar bevorstand.
 
Eine Bodenoffensive hätte auf beiden Seiten zahlreiche Opfer  mit sich gebracht. Die Zerstörung von nicht terroristischen Infrastrukturen wäre nicht zu vermeiden gewesen. Und der Aufschrei der Welt über die „Unverhältnismäßigkeit“ der Angriffe wäre uns sicher gewesen.
 
Aber, PM Netanyau, Verteidigungsminister Barak und  der Oberbefehlshaber der IDF Gantz haben sich anders entschieden: „“This operation accomplished its purposes and goals as set by the political leadership, (..)“ stellte Oberbefehlshaber Gantz in seiner ersten Ansprache nach Inkrafttreten der Waffenruhe fest.
 
Die 75.000 Reservisten sind mittlerweile daheim angekommen, oder auf dem Weg dorthin. Jene Rekruten, die Platz machen mussten für die einrückenden Soldaten sind auf dem Rückweg in ihre Ausbildungsbasen. Sie haben sich sicher über die freien Tage gefreut, und darüber, nach nur 10 Tagen Grundausbildung schon wieder nach Hause zu kommen.
 
Nicht alle Soldaten sind glücklich über die Waffenruhe. Keiner weiß, wann es wieder losgeht.
 
Hamas hat sich nicht nur zum Sieger gekürt, sie tönen auch bereits wieder vollmundig, dass das Ende des Waffenschmuggels nicht Teil der Verhandlungen gewesen sei, und dass bereits einen Tag nach Beginn der Waffenruhe mit dem Wiederaufbau der Tunnels begonnen worden sei. Voller Begeisterung gelobt wird selbstverständlich diese Aufbauarbeit wieder von Frau Salloum (SPON), die die Arbeit verherrlicht: „Die fleißigen Tunnelgräber von Rafah“.
 
Von einer Seite bekamen wir ein fragwürdiges Kompliment. Die in London erscheinende Zeitung „Al-Quds Al Arabiya“ versuchte sich an einem Vergleich zwischen den regierungstreuen Truppen in Syrien und der IDF: „The Syrians faced a painful surprise when the ceasefire between Israel and Hamas was announced: The Israeli army is more compassionate towards its Palestinian enemies than Assad’s army is towards its citizens.“ und wies darauf hin, dass während der IDF Kampagne bei israelischen Luftangriffen 160 Gazaener umgekommen waren, 817 Menschen durch die Truppen Assads ihr Leben verloren haben.


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