Pillar of Defense – Sonntag 18. November 2012

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Hamas verlangt wieder einmal etwas von uns! Zum Glück nur die sofortige Einstellung der Angriffe, die sofortige Aufhebung der Blockade,  und die sofortige Beendigung der gezielten Tötungen von Terroristenführern.
Das haben zumindest führende Köpfe der Hamas und  ihren ägyptischen Moslembrüdern und Mentoren in Kairo ausgetüftelt.
Und für SPON scheint nicht nur der Waffenstillstand unmittelbar bevor zu stehen, Frau Putz  gibt aus dem sicheren Beirut  unserem PM auch gleich gute Ratschläge und spart auch nicht an unhaltbaren Rückschlüssen: „Die Waffenarsenale der Hamas sind dezimiert, vor allem die gefürchteten Raketen aus Iran weitgehend vernichtet: Israels Regierungschef Netanjahu sollte die Offensive gegen den Gaza-Streifen für beendet erklären und als Erfolg verkaufen. Profitieren würden der Premier, sein Land – und die Palästinenser.“
Ich schlage Frau Putz vor, sich doch als Kassandra für die kommende Regierung in Israel zur Verfügung zu stellen. Dann wäre von vornherein klar, dass niemand ihren Voraussagungen Glauben schenken würde.
Das Fatalste, was wir jetzt machen könnten, wäre, die Angriffe zu stoppen und uns von wie auch immer gearteten Angeboten seitens der Hamasterroristen einlullen zu lassen.
Nur eine Verkleinerung des Waffenarsenals, ohne die gesamte Infrastruktur auf Dauer zu zerstören hätte mit Sicherheit nur einen Effekt: schneller und vollständiger Wiederaufbau der Waffenschmieden und Neueinlagerung von Waffen geliefert vom Iran via Ägypten. Mit wahrscheinlich größerer Reichweite und besserer Zielgenauigkeit.
Tag fünf der Operation  „Pillow of Defense“ läuft.
Im Laufe des Tages werden weitere Reservisten an der Grenze zu Gaza eintreffen. Es ist den Soldaten strikt verboten außerhalb der jeweiligen Basis  Handys zu benutzen. Dank der modernen GPS Technik könnte ansonsten jeder Soldat ausgespäht werden. Sicherheitshalber werden also alle Handys eingesammelt. Die IDF hat aus dem Libanon Krieg von 2006 gelernt, den gleichen Fehler nicht noch einmal zu machen. Damals hatten sich die Soldaten immer wieder mal bei der Familie und bei Freunde gemeldet und sogar Pizza bestellt. Die Hisbollah bekam so den jeweiligen Standort der Soldaten auf dem Präsentierteller serviert. Die Technologie wurde von Siemens an den Libanon geliefert.
 

 
 
Die aktuelle Statistik besagt.
Mehr als 900 Raketen sind  seit dem 10. November auf Israel abgeschossen worden, 700 davon seit dem Beginn der Operation am Mittwoch, 14. November. Alle aus Gaza, das angeblich von Israel belagert wird und in dem Not herrscht.
Allein heute hat das Abfangsystem  „Iron Dome“ 15 von 18 abgeschossenen Raketen abgefangen. Das war bis 14 Uhr, seither gab es schon wieder ca. 20 Beschüsse.
Jeder Schuss kostet  etwa 100.000 US Dollar.  Wir haben also für den Schutz des Landes – und jeder Schuss war es wert! – 26.000.000  in die Luft geschickt. Notabene, der Schuss wird nur automatisch ausgelöst, wenn die abgefeuerte Rakete auf Grund des berechneten Einschlages und der Kosten-Nutzen Rechnung lohnt.  Erkennt das System also, dass der Einschlag ganz auf unbebautem Gebiet sein wird und, dass es sich um eine Rakete mit geringer Sprengkraft handelt wird sie nicht abgeschossen.
Mehr als 1000 (!) militärische Ziele, Abschussbasen, Tunnels, Waffenfabriken, aber auch das „Regierungsgebäude“ der Hamas, die Kommunikationszentrale und ein TV Sender wurden zerstört. All das inmitten der Bevölkerung von Gaza, neben Kindergärten und Wohngebieten.
Dass es mit dem Vorabwarnen – wo gibt’s das sonst noch – durch die IDF gut klappt, kann man z.B. daran erkennen, dass das Regierungsgebäude komplett leer war, als es gesprengt wurde! Welches Land kennt diese Rücksichtnahme?
Auf israelischer Seite gab es bisher: 3  Tote und ca. 100 Verletzte
Auf palästinensischer Seite gibt es: 69 Tote und 539 Verletzte.
Bei der hohen Frequenz der geflogenen Angriffe ist es der Umsicht der Kampfpiloten und der modernen Ausstattung zu verdanken, dass die Opferzahlen nicht höher sind. Die Piloten brechen im Zweifelsfall einen Angriff ab, wenn sie erkennen, dass sich Zivilisten im Zielgebiet befinden. Leider missbrauchen die Hamasterroristen immer wieder Zivilisten, vor allem Frauen und Kinder als menschliche Schutzschilde und indem sie ihre Abschussrampen nur in dicht besiedeltem Gebiet installieren.
Heute wurde der Grenzübergang Keren Shalom  wieder geöffnet, um 234 LKW mit den üblichen Gütern nach Gaza zu transportieren. Währenddem der Raketenbeschuss auf Israel andauerte.
Ich hoffe, dass die notwendigen Erfolge aus der Luft und vom Meer aus erzielt werden können. Sollte sich eine Bodenoffensive nicht vermeiden lassen, dann stehen uns schwere Zeiten ins Haus!

 


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