Humanitäre Krise?

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.. oder Terror „as usual“ im Gazastreifen.
Gestern wurde wieder einmal ein Schiff, die Estelle, mit internationalen Bessermenschen auf seinem Weg nach Gaza von der israelischen Marine gestoppt.
Dass die Blockade des Gaza Streifens dem internationalen Recht entspricht und nicht, wie so gerne seitens der Palästinenserfreunde reklamiert, Piraterie ist, kann im Palmer Bericht der UNO auf Seite 4 nachgelesen werden.
An Bord sollten nach  Angaben der Besatzung sein: zwei Olivenbäume, 41 Tonnen Zement, 300 Fußbälle, orthopädisches und medizinisches Gerät, Kinderbücher, Musikinstrumente, eine Theaterausrüstung, ein Funkgerät und ein Anker für ein Schiff, welches derzeit in Gaza gebaut wird. Die Informationen sind leider auf „Ship to Gaza“ Webseite nicht mehr verfügbar, da sie seit vorgestern außer Funktion ist, sie sind aber von verschiedenen Medien bestätigt worden, z.B. hier.
Nachdem sich, wie bei anderen „Free Gaza“ Aktionen, die Beteiligten weigerten, eine Kursänderung nach Ashdod vorzunehmen, enterten Mitglieder der israelischen Marine am Samstag die Estelle und begleiteten sie in den Hafen von Ashdod, wo die Ladung überprüft und dann auf dem Landweg nach Gaza gebracht wird.
Dort warteten sicher schon die Kinder auf ihr neues Spielzeug, auf die Bücher, und natürlich auf die neuen Fußbälle.
Die brauchen sie nämlich  ganz besonders. Die UNWRA, die bestbezahlte UN Teilorganisation hat, aus Angst davor, doch irgendwann ihre Existenzberechtigung zu verlieren, eine tolle Idee aus dem Ärmel geschüttelt. Gemeinsam mit Real Madrid haben sie eine Fußball Akademie ins Leben gerufen. Beginnend mit 1.100 Kindern (Mädchen und Jungen, im Gaza Streifen aber sicher in getrennten Gruppen) spielen sie auf das Ziel zu, in insgesamt acht „Sportschulen“ bis zu 10.000 Kinder  an diesem Programm teilhaben zu lassen.
Die Real Madrid Foundation wird auch in fünf israelischen Städten entsprechende  Schulen gründen, wir dürfen uns also schon heute auf das erste U18 Freundschaftsspiel freuen.
Fußballer sind entsprechend dem UNWRA Sprecher große Vorbilder für die Kinder und Real Madrid der beliebteste Club in Gaza. So ganz zu klappen scheint es noch nicht mit der Vorbildwirkung. Als vor wenigen Wochen Gilad Shalit das Spitzenspiel Barcelona gegen Madrid vor Ort anschauen wollte und dies auch tat, protestierten in Gaza genau die Hamasniks laut, die vor einem Jahr gegen Shalit ausgetauscht worden waren. Voller Angst, politisch nicht korrekt gegenüber den Palästinensern, den neuen Freunden zu agieren, lud der Vorstand von Barcelona sofort Mahmoud Sarsak, ein palästinensisches Fussballidol,  zusammen mit zwei weiteren Aktiven ein. Sarsak weigerte sich allerdings, im gleichen Stadion wie Shalit zu sitzen. Eine lächerliche Demonstration!
Auch Pepsi scheint den Gazastreifen für sich entdeckt zu haben und sponsert offensichtlich ein Fußballteam. Sogar PM Ismail Haniyeh ließ sich, sehr mediengerecht im entsprechenden T-Shirt mit Pepsi-Logo ablichten.
Der Jahrestag des Gefangenaustausches  von über 1000 verurteilten Terroristen und Verbrechern gegen Gilad Shalit bescherte Gaza eine glamouröse Parade. Gilad war fünf Jahre Gefangener der Hamas Terroristen. Für Hamas war der Austausch ihrer 1000 Verbrecher und Terroristen gegen nur einen Menschen, Gilad Shalit, ein scheinbarer Sieg über Israel. Für Israel war es das Einlösen eines Versprechens,  jeden Soldaten heimzuholen. Für die Terrortruppen in Gaza war der Jahrestag Grund genug, Stärke und Macht nach Art und Weise der Terroristen zu demonstrieren: mit einer gewaltigen Parade.
Da reiht sich ein funkelnagelneuer SUV an den anderen, grün beflaggt mit der Fahne des Propheten. Auf den Fahrzeugen stehen Terroristen, ausgestattet mit modernen Waffen….. und niemand steht am Straßenrand und jubelt.
Woher kommen die neuen, sehr teuren, SUV? Sicher nicht als Schiffladung von Bessermenschen aus Europa, eher wohl illegal über die Tunnelsysteme von Gaza nach Ägypten, die mittlerweile die Ausmaße von Straßen angenommen haben müssen.
Einem  wunderbaren Projekt in Gaza möchte ich viel Glück wünschen.
Ein Restaurant, dessen Mitarbeiter und Geschäftsführer taub sind, hat nach Monaten intensiven Trainings seine Türen geöffnet. Hoffentlich wird dieses spannende Projekt Erfolg haben.
Damit auch die permanent knapp vor dem (Staats)bankrott stehende „Regierung“ der PA endlich wieder mal Löhne auszahlen kann, überweist Israel 300.000.000 Schekel nach Ramallah von den von Israel namens der PA eingehobenen Zölle.  Bereits ausgezahlt wurden die  Löhne der geringverdienenden Arbeitnehmer innerhalb der Verwaltung ($ 395 – $ 1050).Durch die Auszahlung der Löhne soll sichergestellt werden, dass jede Familie im WJL Eid al-Adha, das wichtigste Fest im Islam würdevoll begehen kann.
Für mich klingt das nahezu schon nach Luxusproblemen einer Gesellschaft, und nicht nach humanitärer Krise, sondern nach tränentreibendem Lamentieren.
Es wäre sehr hilfreich, die Unterstützungsgelder vom Ausland, die so reichlich fließen, endlich dahin zu lenken, wohin sie fliessen sollen.
Also sicher nicht in die Säckel der PA und der Hamas.


Ein Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Eine Antwort zu “Humanitäre Krise?

  1. Anonym

    Einfach nur wundervoll, das hier zu lesen/sehen finde ich echt Klasse.

    Gefällt mir

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