Wem nützen die NGOs in Israel und Palästina?

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Brot für die Welt, wie gut kann ich mich an die Spendenbeutel erinnern, die in der Vorweihnachtszeit an allen Schulen in Deutschland auflagen  – Geld sammeln für hungernde Kinder in Afrika. Das war die Aufgabe, dafür wurde kräftig gespendet.
Und nun dies: Brot für die Welt bekämpft als Teilorganisation von „Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung“ nicht mehr nur den Hunger in der Welt, sondern gibt sich friedensstiftend, leider etwas einäugig.
Die Vernetzung von Brot für die Welt – hier nur als ein Beispiel unter vielen – deckt wirklich alles ab:
Gemeinsam mit medico international, Misereor, terre des  hommes und der Welthungerhilfe treten sie als Bündnis Entwicklung Hilft auf.
In Palästina, nicht in Israel, gibt es aktuell zwei  Projekte. Theater für Kinder in Jenin und Soforthilfe für Krankenhäuser in Gaza. Dieses Projekt läuft gemeinsam mit einer israelischen NGO „Ärzte für Menschenrechte in Israel“. Dass Israel unbürokratisch und schnell Ausreisebewilligungen für notwendige Operationen und Behandlungen in israelischen Krankenhäusern erteilt, interessiert  die Gutmenschen nicht, es ist ja nicht entsprechend ihren Interessen nutzbar. Unter vielen Namenlosen war der letzte prominente Patient der Schwager von PM Ismail Haniyeh. Haniyeh war sich dann nicht zu blöde, einige Tage nach der erfolgreichen OP schon wieder in gewohnter Manier gegen Israel zu hetzen. Inzwischen sind auch wieder Dutzende Raketen von Gaza aus auf Israel geschossen worden.
Im EU Raum, wo sich ganz besonders viele Gelder generieren lassen, bilden sie gemeinsam mit Christian Aid UK, Church of Sweden, Dan Church Aid, Diakonia, EED, Finn Church Aid, HEKS-EPER, Kerk in Actie, Norwegian Church Aid die NGO Aprodev, die sich, wenn man die Homepage genau studiert, implizit für eine Einstaatenlösung einsetzt und offensichtlich noch nicht mitbekommen hat, dass Gaza bereits im Jahr 2005 komplett übergeben wurde.
Auffallend bei Aprodev ist Zweierlei:
Vertreten sind u.a. die Kirchen jener nordeuropäischen Staaten, die sich derzeit als ganz besonders antisemitisch erweisen: Dänemark, Norwegen und Schweden.
Vertreten ist aber auch die schweizerische HEKS, die ganz besondere Beziehungen zum BDS movement hat, und in der Schweiz den Warenboykott von Produkten aus dem Westjordanland und aus Israel in der MIGROS und im COOP initiiert hat. Unterstützung erhalten sie jederzeit von zwei jüdischen Gruppierungen, die aus der Schweiz antiisraelisch agieren: Human rights in Israel, und Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina  die beide wiederum enge Beziehungen zu medico international  haben.
Betrachtet man die Projekte, gleich welcher NGO, kritisch, und beobachtet sie über einen längeren Zeitraum hinweg, kann man nur zu dem Schluss kommen: da werden Gelder verschleudert, die Nachhaltigkeit ist nicht gegeben, und schlimmer als das. Nachdem die Organisationen mehrheitlich pro-palästinensisch und anti-israelisch sind,  ist die Berichterstattung entsprechend und verursacht ein negatives Bild Israels.
Israel wird derzeit überschwemmt von ausländischen NGOs, die mehr Schaden durch einseitige Berichterstattung und Verstärkung von blinden Flecken anrichten, als in irgendeiner erkennbaren Weise hilfreich zu sein. Ich möchte hier auf ein Paradebeispiel von medico international zum  Thema Solarstrom verweisen, über welches ich im Februar berichtet habe.
Interessant ist, dass NGOs in Israel einen höheren Steuersatz zahlen müssen, und auch höhere Lohnnebenkosten haben. Nachdem die aus dem Ausland heraus in Israel agierenden Gruppen offensichtlich über regelmäßig fließende Geldströme verfügen, wird sie das nicht tangieren.
Als nicht vom Oberrabbinat anerkannte Religionsgruppe besitzt die Masorti Bewegung, ebenso wie die Liberalen Juden auch den Status einer NGO. Wir müssen zähneknirschend die uns entstehenden höheren Kosten in Kauf nehmen. Als Kollateralschaden.
Es braucht Menschen wie Ronen Shoval und seine Gruppe „im tirtzu“, die an Israel glauben und sich vehement  gegen diese Art von übergestülpter  Zwangsbeglückung wehren.
 


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