Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe,

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… außer, man ist Recep Tayyip Erdoğan, PM der Türkei!
Am 31. Mai 2010 stoppte Israel die Schiffe der ersten Gaza Flotilla in internationalen Gewässern, nachdem die Kapitäne mehrfach aufgefordert worden waren, die Route zu ändern und nach Ashdod zu fahren, um dort unter israelischer Inspektion für den Landtransport nach Gaza umzuladen.
Das wahre Ziel der Gaza Flotilla war, die seit 2007 bestehende Seeblockade des Gaza Streifens zu durchbrechen. Mit der Blockade muss verhindert werden, dass zum Waffen- und Raketenbau geeignete Materialien eingeschmuggelt werden.
Die friedensbewegten Aktivisten der IHH kauften das Flaggschiff der Gaza Flotilla, die Mavi Marmara, eigens für diese spektakuläre Reise. Die IHH, die sich selbst gerne als „humanitäre Hilfsorganisation“ beschreibt, ist in Wirklichkeit nichts anderes, als eine äußerst aggressiv gegen Israel vorgehende türkische Terrorgruppe, die ihre Ressourcen aus dem radikalen Islam bezieht.
Was genau an Bord der Mavi Marmara geschah wird wohl nie mehr zu 100% an die Öffentlichkeit gelangen.
Fakten sind:
Statt ausschließlich friedlicher Demonstranten waren zahlreiche Terroristen an Bord. Sie waren bis an die Zähne bewaffnet. Zahlreiche Videos belegen dies. Tage zuvor hatten sie in Interviews angekündigt, die erwartete Eskalation der Gewalt zu billigen, um als Märtyrer sterben zu können.
Israel war naiv genug, zu glauben, dass an Bord nur liebe und nette Gutmenschen waren. Die ersten Soldaten, die das Schiff enterten, waren demzufolge nur mit Paintball Pistolen bewaffnet. Hätten sie und die ihnen Nachfolgenden nicht besonnen gehandelt, sie hätten diese Falle nicht überlebt.
·         Neun türkische Aktivisten starben,  zahlreiche Aktivisten, sowie sieben IDF Soldaten wurden verletzt.
·         Es gab genug  Waffen an Bord, die geeignet waren, Menschen zu töten.
·         Es gab tatsächlich auch Hilfsgüter an Bord, die so „hilfreich“ waren, dass selbst die Hamas die Annahme verweigerte, andere Hilfsgüter wurden von Israel auf dem Landweg ausgeliefert.
Und was blieb?
Erdogan ist erbost über das abschließende Statement der UNO. Kritisiert wurde das „maßlose Vorgehen Israels“ gegen die friedensbewegten Aktivisten (Aha, was hätten wir denn machen sollen, warten, bis alle unsere Jungen tot sind? Und dann das weiße Fähnchen hissen?)
Von der UNO nicht kritisiert wurde die Blockade an und für sich und keine Kritik gab es auch dafür, dass aus der Notwendigkeit des Selbstschutzes heraus auch ein präventiver Angriff in internationalen Gewässern akzeptiert werden muss.
 
Fassen wir zusammen:
Israel muss die Sicherheit seiner Bürger gewährleisten und greift  deshalb präventiv, und wie sich herausstellt zu Recht, ein von friedensbewegten Aktivisten mit terroristischer Unterstützung gelenktes Schiff an.
Verurteilt wird: ISRAEL!
Am 10.Oktober 2012  fängt die türkische Luftwaffe ein auf dem Weg von Moskau nach Damaskus befindliches Passagierflugzeug der „Syrian Arab Airlines“ ab und zwingt es in Ankara zur Landung.
Beim Eindringen in den türkischen Luftraum sei der Pilot gewarnt worden, er möge zurückfliegen. An Bord der Passagiermaschine befanden sich nach Angaben des russischen Außenministeriums 37 Passagiere, davon 17 russische Staatsangehörige, deren Leben bei der erzwungenen Landung in Gefahr gewesen sei.
Was ist der Hintergrund?
Seit dem Übergreifen Krieges in Syrien auf Grenzregionen in der Türkei ist die Türkei als Nachbar de facto in den Syrischen Bürgerkrieg involviert und ist dementsprechend stark daran interessiert, keine neuen Waffenlieferung von außen an das Assad Regime zu akzeptieren. Im Prinzip ein Selbstschutz.
Ob Ankara vom US amerikanischen Geheimdienst einen Tipp bekommen hat, oder ob dies der diplomatischen Gerüchteküche zuzuordnen ist, weiß keiner.
Tatsache ist jedoch, dass die Türken fündig wurden: im Fachtraum befanden sich Bauteile für Raketen, aber auch Störsender, die die Radarleitspuren tieffliegender Kampfjets erheblich stören können. Diese Waffen waren in russischen Diplomatencontainer gestaut.
Moskau reagiert heftig: Putin sagt seine Reise nach Ankara ab. Das russische Außenministerium weist das Vorhandensein derartigen Waffen im Frachtraum des syrischen Flugzeuges weit von sich und verlangt eine Erklärung von Ankara. Die kommt auch prompt von Erdogan: „Passagiermaschinen können keine Munition oder militärischen Güter transportieren, und leider war solche Ausrüstung an Bord.“
Syrien bezeichnet die Türkei der Luftpiraterie und strebt eine Klage bei der internationalen Luftfahrtbehörde an. Dann muss die Türkei offenlegen, was genau an Bord gefunden wurde und dies je nachdem wie der Entscheid ausfällt an den Empfänger, also an das Assad Regime aushändigen.
Erdogan war bis vor wenigen Wochen ein Freund Syriens, bis er sich im Frühjahr dieses Jahres neu positionierte und vor der Eskalation der Gewalt warnte.
Nun steht er allein da, in einer Situation, in der er möglicherweise alles richtig gemacht hat, um Schlimmeres zu vermeiden. Und  trotzdem hat er Schaden genommen. Putin, und damit Russland derartig zu kompromittieren, hat die Position der Türkei in der Region deutlich geschwächt.
Erdogan will nicht, dass sein Land weiter in den Krieg in Syrien hineingezogen wird. Daher versucht er, völlig logisch und verständlich, auf eigene Faust das gegen Syrien verhängte Waffenembargo zu schützen.
Und trotzdem: als ganz dumm steht nun nicht Syrien oder Russland da, sondern: die Türkei!
 
 
 
 
 
 
 
 


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