Neues vom Schwein


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In Schottland taucht um diese Jahreszeit regelmäßig die Mähr von Nessie aus den dunklen Untiefen von Loch Ness auf.
Israel kann auf Grund seiner Topografie nicht mit einem Unterwassermonster aufwarten, im Toten Meer hätte es keine Überlebenschancen.
Statt dessen wird  – wieder einmal – das Märchen vom ganz speziell dressierten Wildschwein verbreitet.
Das war die erste Zeitungsente aus dem Jahr 2005:
Palästinenser von einem Wildschwein getötet.
Am selben Sonntag (15.10.) wurde der Palästinenser Yusif Gazal, 82, aus Sebastiya  auf seinem Land  von Wildschweinen getötet, als er dort mit seinem Sohn Jawad, 50, arbeitete. Yusif starb eine Stunde, nachdem er im Rafidiyeh Krankenhaus angekommen war, an den Verletzungen. Jawad kam mit leichten Verletzungen davon.
Da Wildschweine in diesem Gebiet nicht heimisch sind, nehmen die Palästinenser an, dass israelische Siedler oder Soldaten sie ausgesetzt haben, um die  palästinensische Ernte zu zerstören und das Leben der Palästinenser zu gefährden.
Und hier die aufgewärmte und frisch angerichtete Ente vom 10.Juli dieses Jahres:
Palästina: Wildschweine im Dienst der Zionisten
Laut der Erklärung, die dieser Woche von der arabischen Organisation für Menschenrechte in Großbritannien in verbreitet worden ist, setzen Israelis Wildschweine als Geheimwaffe gegen Palästinenser ein.
Sobald es dunkel wird, lassen die israelischen Ansiedler angeblich die extra gezüchteten und dressierten Wildschweine in palästinensische Dörfer hinaus, damit die Tiere „Saaten vernichten und Kinder terrorisieren“. Dabei sollen Besatzungsbehörden den Palästinensern effektive Bekämpfungsmittel gegen dieses Unglück vorenthalten, so die arabischen Menschenrechtler.
Dass es sehr wohl Wildschweine in dieser Region gibt, belegt eine Zeitungsnotiz  aus dem Jahr 2010:
Löwenkot soll israelischen Soldaten an der Grenze zum Libanon Schlaf verschaffen
An der Grenze zum Libanon wurden die israelischen Soldaten von freilebenden Wildschweinen aus dem Schlaf gerissen. Die Tiere haben nachts den Alarm ausgelöst, indem sie den Grenzzaun berührten. 

Wie die Tageszeitung „Jediot Achronot“ berichtet, haben sich die Soldaten nun einen Trick von Landwirten abgeschaut. 

Löwenkot soll nun die Wildschweine vertreiben. Der Kot wurde an der Grenze verteilt. Der strenge Geruch zeigt sogar schon den ersten Erfolg, so dass die Soldaten ihre Nachtruhe genießen konnten
Ich hoffe nur, dass sie mit entsprechenden Masken ausgestattet wurden…..
Wildschweine leben seit eh und je im Nahen Osten. Die Stammfamilie, die der Sus scrofa libycus ist mittlerweile ausgestorben, resp. fiel dem Jagdfieber der nicht jüdischen und nicht moslemischen Bewohner des Landes zum Opfer,diese Gruppen essen bekanntermaßen kein Schweinefleisch.
Dass Schweine generell sehr intelligente Tiere sind und durchaus auch dressiert werden können, beweisen sie nicht nur als Trüffelsucher!
Wildschweine als Minensucher
30.09.2003 ·  Wildschweine sollen in Zukunft für die israelische Armee mit ihren sensiblen Schnauzen alte Minen erschnüffeln.
Die israelische Armee wird bei der Suche nach Landminen künftig von Wildschweinen unterstützt. Ein erster Versuch werde derzeit im Jordantal durchgeführt,berichtete Tiertrainer Gewa Tsim am Dienstag. Dort sollen die riesigen Keiler mit ihren sensiblen Schnauzen alte Minen erschnüffeln.
Die Idee zum Einsatz der Wildschweine kam Tsim in Kroatien,wo der Soldat mit Minenspürhunden arbeitete. Dort beobachtete er die Tiere in freier Wildbahn und dachte sich, wegen ihrer natürlichen Schnüffelbewegungen dicht am Boden müssten sie hervorragend als Minendetektoren geeignet sein. Tsim wurde mit seiner Idee bei einem Kibbuz in Israel vorstellig, und umgehend wurde mit der Ausbildung  der Wildschweine „Suda“ und „Hasisa“ begonnen. Beide Tiere gäben sich im Jordantal große Mühe,sagte Tsim. Er erhofft sich von seiner Arbeit auch eine Imagepolitur für Schweine, die in dem jüdischen Staat als unrein gelten: Die Aussicht, dass Wildschweine Menschenleben retten, könnte die Vorbehalte vieler Israelis ausräumen. 
Ich traue dem Schwein, allerdings vor allem dem Hausschwein Vieles zu, aber dass es unterscheiden kann zwischen „guten Feldern“ und „bösen Feldern“, das geht dann doch eindeutig zu weit!

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