Handelsware Wahrheiten

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Im  Februar 2011 erreichte Snorre Valen den Höhepunkt der ihn betreffenden Medienbeachtung. An diesem Tag reichte er beim Nobelinstitut einen offiziellen Vorschlag für die Nominierung zum Friedensnobelpreis ein:  WikiLeaks. In der Begründung für seinen Vorschlag hiess es  (sinngemäss), dass  die Wahrheit immer das erste Opfer von Kriegen sei  und, dass WikiLeaks herrschende Regierungen für ihre Handlungen zur Verantwortung zu ziehen wünsche und dadurch ein Beitrag zum  Frieden geleistet würde.
Dem führenden Kopf von WikiLeaks, Julian Assange, gelang gemeinsam mit einem Team von „whistleblowern“, die  rasante Verbreitung von teils peinlichen und teils politisch brisanten Dokumenten. Kein Staat, kein Diplomat, kein Politiker, kein Manager wurde ausgelassen. Jedes Dokument, das gehackt werden konnte, fand den Weg auf die virtuellen Schreibtische und wurde gnadenlos ausposaunt. Ob die Inhalte dieser Dokumente Wahrheiten enthielten oder nicht, niemand weiss es.
Cui bono?
Finanziell auf  jeden Fall den „whistleblowern“ und Hackern um Assange, und natürlich ihm selbst, denn erst, als die Spenden ausblieben, wurden die Veröffentlichungen eingestellt, um das finanzielle Überleben zu sichern.
Einen Beitrag zum Frieden hat das rigorose Verbreiten von unredlich und/oder unseriös erworbenen Informationen, man darf es auch als gigantischen Datenklau bezeichnen,  schon überhaupt nicht geleistet, im Gegenteil, es gab diplomatische Hüstler zwischen bis anhin befreundeten Staaten und Politikern auf allen Ebenen.  Zu welchen unerträglichen Auswüchsen es bei „Gesellschaftsspielen“à la WikiLeaks kam, kann man immer noch online nachlesen, gute Nerven sind allerdings anzuraten!
Die USA sehen in der Aktivität von Assange und seinen Hackern ein hohes Gefährdungspotential der nationalen Sicherheit, haben aber keine derzeit geltende Rechtsgrundlage gefunden, die gegen ihn angewendet werden kann. Ein schwedisches Ermittlungsverfahren aus dem Jahr 2010 wegen sexueller Vergehen wurde vorübergehend eingestellt, erneut aufgenommen und führte dazu, dass Assange seit Ende 2010 international gesucht wurde. Er stellte sich daraufhin in Grossbritannien den Gerichten und wurde nach kurzer U-Haft gegen Zahlung einer Kaution unter Hausarrest gestellt. Derzeit wird noch geprüft, ob er nach Schweden ausgeliefert werden kann. Assange versucht mittlerweile mit allen Mitteln, der anstehen Auslieferung zu entgehen, selbst eine Kandidaturfür das Australische Parlament hat er in Erwägung gezogen, wo er, im Falle seiner Wahl, seine Ziele: völlige Medien- und Pressefreiheit, weiter verfolgen will, und auf  Immunität vor gerichtlicher Verfolgung hofft.
Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
Assange wählt, wohl auch stark behindert durch seine elektronischen Fussfesseln zwei ganz andere Wege, sein stark angeschlagenes Image wieder aufzupolieren. Der erste kann  nur als wilder Rundumschlag bezeichnet werden, mit dem er versucht, die britische Medienaufsichtvon „inakkuraten und negativen Berichterstattungen“ gegen sich zu überzeugen.
Seine zweite Aktion ist ungleich spektakulärer!
Es gelang ihm,  den publikumsscheuen Hisbollah Führer, Hassan Nasrallah  als Interviewpartner für die Erstsendung  seiner Talkshow:  „The world tomorrow“ ausgestrahlt im  Russischen TV Sender  „Russia today“ zu gewinnen.  Sein vollmundiger Slogan für die neue und wohl überflüssigste Talkshow derzeit lautet: „Wir sind heute auf der Suche nach revolutionären Ideen, die die Welt von Morgen verändern könnten.“
Verändern? Indem radikale „Politiker“ wie der Erzterrorist Nasrallah interviewt werden und so eine Plattform für ihre kruden Gedanken erhalten?
Schon der Beginn des Interviewszeigt klar die Richtung, die Assange einschlagen will: „Was ist Ihre Vision über die Zukunft von Israel und Palästina? Was würde die Hisbollah als Sieg ansehen? Wenn Sie den Sieg hätten, würden Sie die Waffen ablegen?“ „Der Staat Israel ist ein illegaler Staat, es ist ein Staat der auf der Besatzung des Landes gegründet wurde, auf Gewalt, ….., auf Massakern gegen die Palästinenser, die vertrieben wurden. Ebenso, wie Muslims und Christen. …. Der Zeitfaktor ändert daran nichts, es bleibt deren Land. Zeit legalisiert dieses Unrecht ebenso wenig, wie die Israelische Übermacht. Wir glauben, dass dieses Land den Palästinensern gehört. Aber wenn wir Ideologie, Recht und politische Realität kombinieren wollten,….. wir wollen niemanden töten, niemanden ungerecht behandeln, wir wollen die Gerechtigkeit wieder herstellen,… die einzige Lösung ist die Ein-Staat-Lösung, und das wollen wir….“ „Israel sagt, dass die Hisbollah Raketen auf Israelisches Gebiet in von Zivilisten bewohnte Gebiete abgeschossen hat. Ist das wahr?“ „Während der letzten Jahre, seit der Staat Israel auf dem Gebiet von Palästina geschaffen wurde, haben die Israelischen Streifkräfte Zivilisten, libanesische Dörfer und Städte beschossen. … Nach zehn Jahren (1982 – 92) in denen wir das erduldet haben, begannen wir zu reagieren. Aber nur und ausschliesslich, um Israel im Beschuss auf unsere Zivilisten zu stoppen….. 1996 gab es eine Übereinkunft zwischen unserem Widerstand und den Israelis, dies besagte, wenn Israel unsere Zivilisten, Dörfer und Städte in Ruhe lässt, dann interessieren uns die ihren auch nicht…..“ (Gekürzte Zusammenfassung der ersten 5 Minuten).
Wenn es diese Übereinkunft jemals gegeben hat, wie kann es dann sein, dass es zwischen 2000 und 2004 zahlreiche Versuche gab, in Israelisches Gebiet einzudringen, Versuche, bei denen es in Israel 17 Tote und 67 Verletzte gab? Und dies, nachdem sich Israel im Jahr 2000 aus dem Südlibanon zurückgezogen hatte. Wie kann es dann sein, dass am 12. Juli 2006 die beiden IDF Soldaten Ehud Goldwasserund Eldad Regev von der Hisbollah entführt und ermordet wurden, ein Verbrechen, das massgeblich für den Ausbruch des Libanonkrieges kurz darauf verantwortlich war? Wie kann es dann sein, dass das Schicksal von Ron Arad nie endgültig geklärt wurde?
Der Interviewpartner von Assange, der sich im Laufe des Interviews, zusammen mit seiner Terroristenbande als Gutmensch darzustellen versucht, und  der Syriens Diktator Assad bescheinigt, demokratie- und reformfähig zu sein, zeigte im Jahr 2006 erstmals sein wahres Gesicht: Er übergab menschliche Überreste unbekannter Herkunft an Israel und bezeichnete sie als die des wahrscheinlich ermordeten Ron Arad. DNA Proben ergeben, dass dies nicht stimmte. Ein zweites Mal verhöhnte er Israel 2008, als er einem Gefangenaustausch zustimmte. Ehud Goldwasser und Eldad Regev sollten gegen den bestialischen Mörder und Terroristen Samir Kuntars,sowie weitere vier Kriegsgefangene ausgetauscht werden.
Israel kam seiner Verpflichtung nach. Der LKW aus dem Libanon brachte nur zwei Särge. Gleichzeitig wurden die freigelassenen Terroristen im Libanon als Helden gefeiert.
Mit Wahrheit hat Nasrallah genauso wenig am Hut, wie Assange!


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