Ein Nachtrag zum Eintrag vom 23.03.2012

Fakhra Yunus Leben endete vor 12 Jahren. Sie war gerade 20 Jahre, als ihr Mann sie mit Säure überschüttete und ihr Körper grausam verstümmelt wurde.  Ein Verfahren gegen ihn, einen bekannten Politiker aus einer einflussreichen Familie, wurde gegen eine namhafte Schmiergeldzahlung eingestellt. Vor wenigen Wochen bestätigte das Gericht, dass eine Wiederaufnahme des Verfahrens nicht möglich sei. Vielleicht war das der Grund, dass Yunus sich am  17. März  das  Leben nah, niemand weiß es.

Die ehemals bildhübsche junge Frau ist nur eine von vielen Frauen, die Opfer eines rachsüchtigen Ehemannes werden. Opfer von Männern, für die das Leben einer Frau nichts gilt, die eine Frau als wertloses Eigentum betrachten. Männer, denen durch die Gesellschaft Recht gegeben wird. Die Frauen hingegen leben für die gleiche Gesellschaft in einem quasi rechtsfreien Raum.

Ihr Heimatland bot ihr und ihrer Familie keine Hilfe an, sie wurde zu einer Ausgestoßenen. Dank Tehmina Durrani konnte sie außer Landes geschmuggelt werden und sich in Rom zahlreichen Operationen unterziehen. Ihr Äußeres konnte teilweise wiederhergestellt werden, ihre Seele aber bleib für immer zutiefst verletzt.

Yunus Schicksal zeigt, stellvertretend für zahllose namenlose Opfer, wie weit Pakistan davon entfernt ist, die Menschenrechte  auch nur im Ansatz zu schützen. Der Platz Pakistans (bis 2011) im UN Rat für Menschenrechte deklassifiziert dieses Organ einmal mehr zu Farce!
Photo: www.tagesanzeiger.ch/ vom 28.03.2012

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