Der Himmel über Berlin und Israel

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Der Erzengel Gabriel kann sich meines vollen Mitgefühls sicher sein! Was hat er nicht schon so alles erledigen müssen, im Auftrag seines Chefs?

Bereits im ersten Buch der Thora stattet Gabriel, der offensichtlich in seiner  frühen Zeit auf bevorstehende, ungewöhnliche Schwangerschaften spezialisiert ist, Abram (wie Abraham damals noch hiess) einen Besuch in der Wüste ab, und  verkündete ihm, dass seine Frau Sarai (später Sarah) einen Sohn, Isaak (er wird lachen) empfangen würde.

Aber er hatte auch noch eine zweite, weniger positive Aufgabe zu erledigen: er ging, gemeinsam mit zwei weiteren Engeln, nach Sodom, um zu sehen, ob die Stadt zu retten sei, oder nicht. Sie war es nicht.

Gabriel, mit seinem Hebräischen Namen גַּבְרִיאֵל (Meine Kraft ist Gott), taucht erstmals namentlich  im Buch Daniel  8,16.  auf .Gabriel wird aufgefordert, dem Propheten Daniel eine Vision zu erklären und damit wird seine Hauptaufgabe klar: er ist  Bote und Erklärer von Visionen. In Daniel 9,21 ff  erfüllt er diese Aufgabe.

Damit ist seine Aufgabe im Jüdischen Tanach erfüllt. Zeitlich kann man diesen Auftritt in die Zeit des Babylonischen Exils einordnen, also um 500 B.C.E. Der Prophet Daniel lebte noch ganz und gar in der Tradition der Thora, so dass für ihn das Zusammentreffen mit einem Engel zwar etwas Besonderes, aber nichts Besorgniserregendes darstellte.

Schon anders reagierte die junge Frau, der Gabriel in Nazaret um das Jahr 0 herum mitteilte, sie würde schwanger werden. Glaubt man den künstlerischen Werken, die dieses Gespräch nachzubilden versuchen, so konnte Maria die Worte nicht einfach so aufnehmen und akzeptieren, sondern war immerhin schon so aufgeklärt, zu hinterfragen: „Wie soll das geschehen?“

Knapp zuvor war Gabriel schon einmal aktiv geworden, als er Zacharias, dem Vater von Johannes dem Täufer verkündete, seine Frau Elisabeth und er würden im fortgeschrittenen Alter Eltern werden. Beide Knaben, Johannes der Täufer und  Christus sollten später zu bedeutenden Menschen heranwachsen.

Und es vergingen wieder einige Jahrhunderte, bis Gabriel wieder in Aktion trat:

Um das Jahr 610 soll dem bis dahin armen und unbekannten Schafhirten aus der Familie der Haschemiten (dem heutigen Königshaus Jordaniens) Gabriel, nunmehr genannt Dschibril“,erschienen sein und ihm die erste von 114 Suren diktiert haben. Dies war, nach moslemischer Ansicht, die Geburtsstunde des Islam.

Und dann hat sich Gabriel offensichtlich eine Auszeit von ca. 1400 Jahren genommen, bevor er wieder aktiv wurde.

Nur leider, zwischenzeitlich hat er seinen Text vergessen und seinen Auftritt vermasselt!

Seine engel-menschlichen Vorgänger Damiel und Casssiel waren feinfühliger und der Himmel über Berlin liess ihnen den Raum zu Interaktionen, die sie auch schon in den alten Büchern beanspruchten.

Aber vor wenigen Tagen dann das Drama:

(Sigmar) Gabriel reiste nach Israel und in das WJL. Die Eintragungen auf seiner Facebook Seite entbehren jeder visionären Aussage, stattdessen sind sie leider nur eine Aneinanderreihung von populistischen  Aussagen der antiisraelischen Liga. Hier der unrühmliche Text:

Mein Facebook-Eintrag zum Thema Hebron von heute Mittag hat für viele empörte Kommentare gesorgt. Ich will ihn deshalb noch mal kurz erläutern.

Israels große Reputation, der einzige demokratische Staat im Nahen Osten zu sein, wird dadurch unterminiert. Für mich ist klar: Israel hat das Recht seine Existenz zu schützen und gerade wir Deutschen haben jeden Grund, das zu unterstützen. Heute und in Zukunft, denn Israel ist der einzige Staat der Welt, dessen Nachbarn sein Existenzrecht in Frage stellen. Meine Freunde spüren das seit Jahren täglich im Kibbuz Magen an der Grenze zu Gaza, wo die israelische Bevölkerung seit Jahren durch Raketenangriffe aus den palästinensischen Gebieten terrorisiert wird.

Aber das ist keine Rechtfertigung für die Fortsetzung einer Siedlungspolitik, wie man sie speziell in Hebron erlebt. Und das darf nicht dazu führen, dass wir es uns selbst verbieten, die Fehler der israelischen Regierung zu kritisieren

Kritik an Israel ist erlaubt! An uns Allen, die wir in dieser Region leben: Araber, Bahai, Beduinen, Christen, Drusen, Juden. Kritisiert uns alle, aber bitte konstruktiv und ohne Vorurteile! Aber bitte nicht mit solch überflüssigen und unhaltbaren Anwürfen.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Eine Antwort zu “Der Himmel über Berlin und Israel

  1. Barbara

    Liebe Esther,
    das war ganz bewusst von ihm so gepostet worden. Auch wenn er sich windet und meint, sooo genau hätte er das nicht gemeint. Es gibt Wahlen im Saarland und NRW und er fischt nach den ganz Linken und Rechten, sowie nach den Moslems mit deutscher Staatsbürgerschaft. Man kann das genau verfolgen in den Diskussionen in Facebook. Das Pack wird man nicht mehr los, das er da gesammelt hat. Um uns Sand in die Augen zu streuen, verkündet er, dass er bei seiner Rückkehr mit dem Zentralrat und der Isr. Botschaft sprechen werde um „Missverständnisse“ auszuräumen.
    Ich fordere von ihm nur noch seinen Rücktritt und bin damit nicht alleine. Ich bin so wütend, das kannst du dir nicht vorstellen.
    Wir unterhalten uns sicher noch darüber, wenn ich in 10 Tagen in Israel bin.
    Fühl dich umarmt
    Barbara

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