"Harvard makes mistakes too, you know. Kissinger taught there." -Woody Allen

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Eine akademische Ausbildungsstätte für Politikwissenschaften, die unpolitisch ist, wäre ein im Jahr 2012 ein Anachronismus.  So gesehen, ist es wohl als Teil des akademischen Diskurses zu verstehen, wenn  sich am kommenden Wochenende in der Harvard Kennedy School auf Einladung der Studenten Menschen zusammenfinden, um über  Wege für eine Ein-Staaten-Lösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt zu suchen.

Liest man die Reihe der Vortragenden, so staunt man!  Hier sollen nur einige, für mich besonders repräsentative, genannt werden:

Ali Abunimah, einer der Mitarbeiter am Goldstone Bericht, eng verbunden mit dem BDS Movement und (Mit)begründer der „Electronic Intifada“, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Attacken gegen die angeblich jüdisch-amerikanische  Dominanz der Medien zu reiten.

Dr. Naor Ben-Yehoyada, der besonders bekannt dadurch wurde, dass er im Mai 2007 aus dem Harvardblog heraus eine hässliche Kampagne gegen den damaligen  israelischen Generalstabschef Dan Chaluz lancierte. Dieser hatte bereits im Januar seinen Rücktritt eingereicht.

Dr. Dalit Baum ist Mitbegründerin der „Who profits“Initiative, die sich,  ebenso wie das BDS Movement, die Schwächung und wenn möglich, den Ruin von israelischen oder globalen, in Israel ansässigen Unternehmen zum Ziel gemacht hat.

Diana Buttu, hatte wohl ihre beste Zeit als Sprecherin der PLO im Jahr 2005

Marc Ellis, der sich als jüdischer Befreiungstheologe nicht entscheiden kann, auf welcher Seite er steht und für mich als Wanderer zwischen den Welten kriecht.

Elaine Hagopian versteckt ihre antiisraelische Haltung erst gar nicht hinter irgendwelchen kreativen Lügen. Im Vorwort ihrer Rezension zum Buch von   Israeli Exceptionalism: The Destabilizing Logic of Zionism (M. Shahid Alam) bezieht sie ganz klar Stellung!

Fehlen darf natürlich auch die Seite der Frauenrechtlerinnen nicht (für mich sind die im Prinzip die, die den größten Anspruch auf ein Gehört werden haben, wenn man die Situation der Frauen in arabisch-islamisch dominierten Staaten betrachtet (Wenn sie doch nur nicht immer so militant wären!) Und weil „man“ ja auch den Mainstream auf sich aufmerksam machen will, werden mit Sarah Schulman  und Heike Schotten zwei Aktivisten der LGTB Plattform ins Rennen geschickt.

Wen von all diesen mehr oder weniger wortgewandten „One-state-Aktivisten“ der omnipräsente Ilan Pappé unterstützt, bleibt abzuwarten. Jedenfalls keine Freunde von Israel. Er muss doch seinen Ruf als diplomierter  Nestbeschmutzer wahren!

Das klare Ziel der Veranstaltung findet sich unscheinbar versteckt im begleitenden Text zum Veranstaltungsteil 6: „As in other conflict zones, the Palestinians and Israelis will one day need to share the same land and resources in one country.“

Die Harvard Kennedy School sieht wohl schon Wolken der Empörung am Horizont aufziehen. Auf der Startseite der Einladung wird klar darauf hingewiesen, dass diese Veranstaltung rein in der Verantwortung der Studierenden liegt und nichts, aber auch gar nichts mit der akademisch-reinen Welt von Harvard zu tun habe.
Hoffentlich verkommen akademische Ausbildungsstätten nicht zu antiisraelischen und antijüdischen Brutstätten!

Es gibt eine Petition gegen diese Veranstaltung, bitte macht  davon Gebrauch, danke.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Eine Antwort zu “"Harvard makes mistakes too, you know. Kissinger taught there." -Woody Allen

  1. Schön, mal wieder herzhaft lachen zu können (bei dem Zitat von Woody Allen)
    Eine trefflichere Überschrift hättest Du gar nicht finden können! Klasse!

    Gefällt mir

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