Haben wir sonst keine Probleme?

Unsere, meist in düsteres Schwarz gekleideten Mitbürger, von der absoluten Zahl her in der Minderheit, von der Zahl der Zeugungen von Nachfahren her aber Spitzenreiter par excellence, besinnen sich seit geraumer Zeit in ihren gut abgeschirmten Wohngebieten wieder auf…  – hm ja, auf was eigentlich?

Das, was sie so lauthals verlangen, steht nirgendwo geschrieben, und keiner wird ernsthaft Tevye, den Milchmann zitieren wollen: „And how do we keep our balance? That I can tell you in one word… Tradition.“

Ich bringe es kurz und schmerzvoll hinter mich:

Frauen sind die Ursache allen Übels!

Wir sollen uns doch  bitte schön auf unsere (von ihnen diktierten!) Werte und Aufgaben besinnen und uns dorthin verfügen, wo wir  entsprechend ihrer männlich dominierten Sichtweise unseren Platz haben: auf den Rücksitzen (der Gesellschaft).

Und dies ist im wörtlichen Sinn zu verstehen! Und leider ist dies keine Ausnahme! In den vergangenen Wochen gab es, vor allem in Jerusalem, der Stadt mit dem höchsten Bevölkerungsanteil der „Halleluja Fraktion“ (stammt leider nicht von mir!) immer wieder Versuche, die nahezu  weltweit mittlerweile akzeptierte Gleichberechtigung zu sabotieren.

Und dies in Israel, wo die Gleichberechtigung schon vor der Staatsgründung Programm war und durch die Kibbutzbewegung tagtäglich gelebt wurde. Ohne Gleichberechtigung hätte der junge Staat keine Überlebenschance gehabt!

So wurden zunächst im gesamten Stadtgebiet Plakate verboten,  auf denen Frauen für Bekleidung Werbung machten. Wir sprechen nicht von Werbung  à la Palmers  -seinerzeit (1997) als sexistisch verschrien! Wir reden über Israels beliebtestes  Modelabel  à la C&A, CastroUnd selbst diese Damen dürfen nur mehr kopflos auf den Plakatwänden zu sehen sein!

Als ganz besonderen Höhepunkt ließen sich unsere Schwarzen eine Kritik an weiblichen Mitgliedern des Militärs einfallen, die bei öffentlichen Anlässen sangen. Wahrscheinlich sind sie durch ihren eigenen Stimmbruch derartig traumatisiert, dass sie Sopran- und Altstimmen einfach nicht ertragen. Sie müssen männlich werden und dürfen ihre weiblichen Anteile nicht integrieren! Welch Drama!

Für dieses Problem gibt es nur zwei Lösungen:

Unsere Schwarzen ziehen sich aus dem Militärdienst zurück – was sie ja noch so gerne machen würden

Oder unsere Mädels verstummen.

Das darf es aber doch nicht sein!

Beide Lösungen sind gleich schlecht! Echtes Miteinander sieht anders aus!

Alex lauschte am vergangenen Samstag einem vierstimmigen „Chor“ in unserer Gemeinde, mehr Sänger waren nicht anwesend. Jede/r sang, so gut er /sie es konnte,  für mich, als eine der Sängerinnen klang es gut.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Eine Antwort zu “Haben wir sonst keine Probleme?

  1. „Vierstimmiger Chor“. Es kommt halt nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität an! 🙂
    „…à la Palmers“: „Scharfer“ Link! 😉

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