Im Süden nichts Neues!

Ja, nun haben wir wieder einmal die Worte des weisen Mannes vom Iran hören dürfen. Während in arabischen Dörfern und Städten der letzte Freitag  des diesjährigen Ramadan festlich begangen wurde, und sich weltweit Moslems auf das Ende des Fastenmonats vorbereiten und auf das damit verbundene „Zuckerfest“ freuen, spuckt der Iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad in Richtung seines erklärten Lieblingsfeindes. Er nutzt den „Jerusalem Tag“, der seit 1979 am letzten Freitag des Ramadan begangen wird (eine Erfindung von Ayatollah Ruhollah Khomeini), um wieder einmal klar zu machen, was das Ziel seiner anti-israelischen und anti-jüdischen Politik ist: Israel zu vernichten.

Hatte er 2005 noch erklärt, Israel müsse von der Landkarte verschwinden und  Juden sollten doch bitte entweder nach Europa oder nach Nord Amerika übersiedelt werden, so wird er nun ein bisschen deutlicher. Diesmal bezeichnete er die Shoa als üble Lüge, die nur dazu diene, die Staatsgründung Israels zu rechtfertigen. Und stellte klar, dass Iran „niemals von dieser Politik und von diesem Standpunkt“ zurückgehen würde.

Muss man das als Bedrohung verstehen? Ich traue mich zu wetten, dass seine Worte in den kommenden Tagen in den wohlmeinenden Medien wieder uminterpretiert werden: Nicht Israel sei gemeint, sondern nur die israelische Regierung!

Verfolgt man die westlichen Medien, so gerät Israel mehr und mehr in die Rolle des Bösewichtes (wobei ich nicht behaupten will, dass wir Chorknaben sind!). Verfolgt man aber die Ereignisse der letzten Wochen, so sollte doch eigentlich folgender Ablauf klar werden:

·         Der Beschuss aus Gaza auf Israel nimmt dramatisch zu
·         Wir fliegen gezielte Angriffe, vor allem auf Tunnels, durch die Waffen geschmuggelt werden
·         Der Beschuss wird stärker
·         Bei Eilat finden innerhalb kürzester Zeit drei koordinierte Anschläge statt, es gibt, wieder einmal, völlig sinnlos Tote auf beiden Seiten
·         Auf Grund der Tatsache, dass auch ägyptische Grenzpolizisten unter den Toten sind, kommt es zu Spannungen zwischen Ägypten und Israel
·         Der Beschuss aus Gaza Richtung Israel geht weiter
·         Gezielte Tötung eines Jihadisten, der maßgeblich für die Eilat Anschläge verantwortlich war,  durch die IDF
·         Weitere Flüge der IDF gegen Tunnelbauten und Abschussrampen in Gaza
·         Hamas bietet einen sofortigen Waffenstillstand an, der akzeptiert wird
·         Erneuter Raktenbeschuss  aus Gaza, Verletzte und Tote in Israel, erneute IDF Flüge
·         Hamas bietet erneut sofortigen Waffenstillstand an, der angenommen wird
·         Ungeachtet dessen ertönen im Süden um kurz nach 23 Uhr wieder die Sirenen…

Ist das die Vertretung des Landes, mit denen wir über einen Friedensvertrag sprechen und  verhandeln sollen?

Wie gesagt, wir sind auch keine Chorknaben, aber von dem, was Hamas & Co uns immer und immer wieder bieten,  von dem sind wir Lichtjahre entfernt! Und sollen es schlucken und schlucken und schlucken!

Übermorgen wird Gilad 25 Jahre. 1/5 seines Lebens hat er in Gefangenschaft verbracht. Niemand weiß, wo er derzeit lebt, ob er noch lebt, ob er noch weiß, dass er lebt.  Er kann, was wir alle hoffen und wofür wir bei jedem Gottesdienst beten, bei relativ guter Gesundheit sein,  wir hoffen es, wir möchten es glauben, aber wir wissen es nicht. Mehr als fünf Jahre sind vergangen, seit er aus israelischem Territorium entführt wurde.

Niemand durfte ihn besuchen, niemand mit ihm Kontakt aufnehmen, weder die Familie, noch die Freunde, noch das Rote Kreuz.

Fünf einsame Jahre in einem unbekannten Kerker.

Ich verstehe, dass der Hass seiner Freunde, seiner Familie auf die Entführer unendlich  stark sein muss und kopiere hier den Text eines Briefes ein, den Gilads Familie zu seinem Geburtstag verfasst hat:

http://www.botschaftisrael.de/2011/08/26/brief-von-noam-und-aviva-shalit/

sowie den Link zu einem ganz speziellen Video seiner Eltern ein.

http://www.youtube.com/watch?v=R8GDY2sPdJY&feature=player_embedded

Nach dem letzten Bild  werden die Worte: „Dies darf nicht das letzte Bild von Gilad sein. Wir werden Gilad heimbringen“ eingeblendet.

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