Als hätten wir keine anderen Probleme ……..

Die lange mit Angst und Sorge erwartete „Freedom Flotilla“ hat sich aufgelöst und unterwegs zu den jeweiligen Heimathäfen. Einzig die „Dignite al Karama“ hatte es bis Kreta geschafft. Dort sollte sie aufgetankt werden, wurde aber von der griechischen Küstenwache abgefangen und an der Weiterreise nach Osten gehindert.

Tja, das war es dann wohl auf dem Seeweg für dieses Jahr, die gutmeinenden Aktivisten haben aber schon eine neue Flotilla angekündigt. Das dann anzusteuernde Ziel haben sie noch offengelassen, vielleicht ist dies dann ein syrischer Hafen.

Auch die „Flytilla“ haben wir ohne große Probleme überstanden. Dank der effizienten Zusammenarbeit mit  potentiellen Luftlinien durften zahlreiche Aktivisten gar nicht erst ausreisen. Wem dies aber trotz intensiver Vorarbeit im Heimatland gelang, der wurde in Ben Gurion nicht mit Blumen und Ballons, wie alle anderen Einreisenden an diesem Tag, begrüßt, sondern von auf Höflichkeit eingeschworenen Polizisten. Einige der gutmeinenden Aktivisten (124) sitzen nun in unterschiedlichen Gefängnissen in der Negev und in der Nähe von Tel Aviv. Sie haben bisher das Dokument nicht unterschrieben, in dem sie dem Rücktransport in ihr Heimatland zustimmen.  38, die unterschrieben haben, sind wohl mittlerweile wieder zu Hause angekommen. Allerdings werden sie sicher in den kommenden Tagen Post von Lufthansa oder Alitalia bekommen, die die Flugkosten vorab haben übernehmen müssen. Und sicher nicht darauf sitzen bleiben wollen. Eine weitere, recht kleine Gruppe hat es tatsächlich geschafft, die Sicherheitskontrolle zu passieren und den Flughafen zu verlassen. Sie sind derzeit im WJL unterwegs und möchten scheinbar auch noch Gaza besuchen.

Also alles wieder wie gehabt, alles ganz normal in Israel?

Sollte man meinen, aber das nächste Problem winkt schon am Horizont!

Israel, seit 2010 stolzes OECD Land sucht einen Weg, den Anschluss an die Realitäten der nicht-jüdischen Partnerländer zu finden und sucht……………………… die Lösung in der  4 ½ Tage Woche!

Seit der 40 Jahre andauernden Wüstenwanderung vor mehr 3000 Jahren  darf sich unser Volk einer ganz besonderen sozialen Leistung rühmen: der Einführung des Shabbat, der  Unterbrechung der wöchentlichen Arbeit für alle, die im Haus, im Dorf oder im Stamm leben, seien es unmittelbare Angehörige der Familie oder des Stammes oder seien es „die Fremden“. Der siebente Tag, unser Ruhetag. 

Seit ewigen Zeiten entspricht unser Shabbat dem in der christlichen Welt üblichen Samstag. Unser Ruhetag beginnt mit Sonnenuntergang am Freitag und endet mit Beginn  der Dunkelheit am Samstag.  Shabbat, der einzige Tag, der einen eigenen Namen hat, während die Tage von Montag bis Freitag einfach mit  „ der 1., der 2. ……. „ benannt werden.

Nun gehen die Überlegungen dahin, dem ohnedies freien Samstag (und dem in hohem Maß freien Freitag  Nachmittag) noch einen freien Sonntag folgen zu lassen. Die Begründungen sind so modern, wie unser Land es sein will: die Banken/Börsen/Partnerfirmen weltweit sind am Sonntag geschlossen. Man erwartet eine Ankurbelung der Wirtschaft (?????) weil religiös lebende Bürger diesen Tag dann zum Einkaufen nutzen könnten oder auch Ausflüge mit der Familie machen könnten, was ihnen am Samstag auf Grund der Religionsgesetze nicht erlaubt ist.  Profitieren würde also auch die Tourismus – und Freizeitwirtschaft.

Gibt es auch jemanden, der einen finanziellen Schaden bei dieser neuen Regelung erleiden müsste? Die Antwort ist klar ja! Der Schaden betrifft jeden Betrieb, der dann für den zusätzlichen freien Sonntag Wochenendzuschläge zahlen müsste!

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